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Wirecard-Aktie: Welche Prognosen sind jetzt eigentlich noch up to date?!

Foto: Getty Images

Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie überrascht beinahe wöchentlich mit neuen Partnerschaften. Eine spannende These könnte hierbei sein, ob es sich überhaupt noch um Überraschungen handelt oder ob hier nicht beinahe schon eine Regelmäßigkeit drinsteckt. Na ja, wie auch immer, der Wachstumsgeschichte des innovativen Zahlungsdienstleisters ist das mit Sicherheit nicht abträglich.

Zum Beginn dieser Woche wurde nun eine neue Kooperation mit UnionPay bekannt, die gewiss den Status Megadeal bekommen dürfte. Ja, sogar über eine Erhöhung der Prognosen wird derzeit spekuliert, denn immerhin hat Wirecard-CEO Braun in diesem Kontext gesagt, dass so manche Prognose zu konservativ sein dürfte.

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Aber mal langsam: Welche Prognosen sind aktuell überhaupt noch up to date bei dem innovativen Zahlungsdienstleister? Eine spannende Frage, die natürlich nach einer Foolishen Antwort schreit.

Die fragliche mittelfristige Prognose

Eine wegweisende Prognose, die insbesondere in diesen Tagen wieder viel Beachtung findet, ist zunächst die Vision 2020. Eine Einschätzung des Managements, wohlgemerkt, die bereits des Öfteren als zu konservativ erschien, denn hier wurden bereits einige Veränderungen vorgenommen.

Erst vor wenigen Wochen, als Wirecard seine Zahlen für das zweite Quartal des aktuellen Geschäftsjahres präsentierte, hob das Management die eigenen Ansprüche an. So rechnete man zum damaligen Zeitpunkt bis Ende 2020 mit Umsätzen von rund 3,2 Mrd. Euro bei einem Transaktionsvolumen von 230 Mrd. Euro. Zuvor war man noch von Umsätzen in einer Größenordnung von mehr als 3 Mrd. Euro ausgegangen.

Allerdings scheint diese Prognose nun, wie gesagt, zu konservativ zu sein. Insbesondere die vielen qualitativen Kooperationen der letzten Wochen könnten dem innovativen Zahlungsdienstleister ein gewisses operatives Momentum verliehen haben, das das Wachstum kurz- bis mittelfristig beschleunigt. Möglicherweise wird hier bereits zum dritten Quartal eine erneute Anpassung erfolgen, was ein gewisses Überraschungspotenzial beinhalten dürfte.

Die fixe Langzeitprognose

Langfristig weiß der innovative Zahlungsdienstleister hingegen scheinbar immer noch recht deutlich, wo die Reise hingehen soll: Die Vision 2025 begeistert nämlich seit Herbst des vergangenen Jahres die Investoren und stellt auch weiterhin ein rasantes Wachstum für die kommenden Jahre in Aussicht. Zudem ist an dieser Prognose bislang eher wenig gerüttelt worden, was per se ja nicht unbedingt schlecht sein muss.

Das Management von Wirecard rechnet demnach nämlich immer noch bis zu diesem Zeitpunkt mit einem abgewickelten Transaktionsvolumen von über 710 Mrd. Euro und will aus diesem gewaltigen abgewickelten Geldberg Umsätze in Höhe von 10 Mrd. Euro generieren können. Das Ergebnis soll sich hingegen auf 3,3 Mrd. Euro belaufen. Gewiss ein Quantensprung zwischen 2020 und 2025, sofern das Wachstum stark bleibt, allerdings durchaus im Bereich des Möglichen.

Da Wirecard inzwischen Wörtchen wie konservativ benutzt, was die mittelfristige Prognose anbelangt, dürfte dies viele Investoren optimistisch werden lassen, dass auch dieser Richtwert für die kommenden Jahre eingehalten werden kann. Dass Wirecard zumindest bis 2020 im Plan ist und sogar darüber hinaus liefern kann, wird dieser Zielgröße mit Sicherheit alles andere als abträglich sein.

Eine interessante Zukunft, die Wirecard besitzt!

Wie wir unterm Strich sehen können, dürfte Wirecard noch immer spannende Aussichten besitzen. Die aktuellen mittelfristigen Prognosen könnten erneut vor einer Anpassung stehen, die langfristige Perspektive spiegelt hingegen weiterhin ein starkes operatives Wachstum auch über die kommenden Jahre hinweg wider. Das gefällt mit Sicherheit und könnte die aktuelle Bewertung preiswert erscheinen lassen.

Langweilig wird diese Wachstumsgeschichte daher, auch in Anbetracht der Prognosen, sicherlich nicht. Möglicherweise könnte der innovative Zahlungsdienstleister sogar nun den Wachstumsturbo zünden, da immer mehr namhafte Kooperationen hinzukommen. Wer weiß, was das noch für eine Dynamik entwickeln wird.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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