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Wirecard-Chef über Wachstum durch UnionPay, Vision 2020 und das kleine Wörtchen konservativ

Foto: Wirecard AG

Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie und ihre vielen, vielen Partnerschaften. Auch wenn die aktuelle Börsenwoche zum Zeitpunkt meines Verfassens noch nicht lang ist, konnte der innovative Zahlungsdienstleister zum Wochenbeginn mit einer weiteren heißen Kooperation auf sich aufmerksam machen.

Gemeinsam mit dem Kreditunternehmen UnionPay möchte Wirecard künftig China und die internationalen Märkte aufrollen, wobei für den innovativen Zahlungsdienstleister der chinesische Markt im Vordergrund stehen dürfte, für die Chinesen hingegen die Internationalisierung. Neben weiteren Dienstleistungen, wohlgemerkt, die der DAX-Konzern hier liefern wird.

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Wie bedeutend diese Kooperation ist, haben wir uns zum Beginn der Woche bereits angesehen. Allerdings hat nun auch der Wirecard-CEO über diese Partnerschaft und weitere relevante Dinge wie die aktuelle Prognose bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020 gesprochen. Lass uns im Folgenden einmal einen Blick auf ein paar Aussagen werfen.

Wirecard-Chef über China und UnionPay

Wie der Chef des Zahlungsdienstleisters in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Reuters unterstrich, ist die Kooperation mit UnionPay für Wirecard bedeutend. Der chinesische Markt sei gigantisch, wie Braun in diesem Kontext betonte, und man erwarte ein signifikantes Wachstum durch die Kooperation mit UnionPay, wie im Rahmen dieser Äußerung ebenfalls unterstrichen worden ist.

Wie Braun ebenfalls darlegte, habe man bereits in ein paar Staaten mit dem Kreditunternehmen zusammengearbeitet, nun kooperiere man allerdings auf globaler Ebene. Speziell interessant in diesem Kontext: Bei jeder Transaktion, die jetzt über UnionPay laufe, würde Wirecard Gebühren einnehmen und das Volumen, das künftig über die Systeme von Wirecard abgewickelt werde, dürfte nach Einschätzung des Managers wohl in die Milliarden gehen. Durchaus einige brisante Aussagen, die weiteres Wachstum sehr wahrscheinlich werden lassen, wobei Braun an dieser Stelle die Auswirkungen für den Umsatz des Zahlungsdienstleisters unkommentiert stehen ließ.

Nichtsdestoweniger unterstreicht der Visionär hinter Wirecard mit diesen Aussagen, wie bedeutend und qualitativ prägend diese neue Kooperation wohl für den innovativen Zahlungsdienstleister sein dürfte. Eine Einschätzung, die sich anhand der führenden Stellung UnionPays hinter Visa und noch vor Mastercard eigentlich bereits abgezeichnet haben dürfte.

Vision 2020 und das Wörtchen konservativ

Ebenfalls sehr brisant in diesem Kontext dürfte zudem die Einschätzung sein, was die Auswirkungen dieser Kooperation auf das operative Geschäft sein werden. Zwar sagte Braun nicht explizit, dass UnionPay für signifikante Veränderungen einstehe, was die Prognosen anbelangt, allerdings deutet sich das angesichts des gewaltigen Transaktionsvolumens wohl an.

Braun fügte ebenfalls hinzu, dass es viele Faktoren gebe, die die Vision 2020 doch recht konservativ erscheinen lassen würden, was durch die Blume gesagt wohl heißt, dass Wirecard diese Prognosen noch toppen wird. Zur Erinnerung, erst vor einigen Monaten hat der innovative Zahlungsdienstleister seine Erwartungen hier angepasst und Umsätze in Höhe von 3,2 Mrd. Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2020 in Aussicht gestellt. Möglicherweise wird uns Wirecard hier nun noch einmal überraschen, was die Erwartungen des Managements an die folgenden Quartale anbelangt.

Eine heiße Einschätzung!

Wirecard wächst und wächst. Auch diese neue Partnerschaft dürfte das erneut unterstrichen haben. Nichtsdestoweniger könnte so manchem Investor erst durch die Äußerungen von CEO Braun bewusst geworden sein, wie rasant diese Wachstumsgeschichte ist und wie bedeutend diese neue Übereinkunft mit UnionPay wirklich ist. Das könnte das Transaktionsvolumen sowie die Umsätze noch einmal bedeutend anschieben, was nicht zuletzt sogar zu einer neuen Prognose (möglicherweise auch unter Einbeziehung der weiteren Kooperationen) führen kann.

Investoren könnten daher wirklich gut beraten sein, hier zu überlegen, ob all das in die Bewertung der Wirecard-Aktie eingepreist ist. Möglicherweise kann man das nämlich auch kritisch hinterfragen.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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