The Motley Fool

Teurere Leistungen bei deutschen Banken: So gibt sich die Branche den Todesstoß

Manche Dinge passieren schnell, aber viele befinden sich jahrelang in einer Zwielichtphase. In einer solchen befindet sich in meinen Augen aktuell die Bankenwelt.

Vielen Finanzinstituten geht es nicht gut. Einigen steckt die Finanzkrise noch in den Knochen, für fast alle macht stärkere Regulierung die Geschäfte umständlicher sowie teurer und Niedrig- oder sogar Negativzinsen belasten noch zusätzlich. Für mich ist das alles aber eigentlich nur von geringer Bedeutung, die wirkliche Herausforderung ist eine andere.

Wie Banken arbeiten, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Fast alle Prozesse könnten noch stärker digitalisiert und massiv verschlankt werden, aber das hapert an schlechter IT und Bürokratie. Filialen müssten reihenweise schließen oder zumindest ihre zentralen und somit teuren Lagen aufgeben, aber das wird aufgrund von Behäbigkeit nicht gemacht.

Wäre alles auf dem neuesten Stand der Technik, wären unsere Banken schnelle, hocheffiziente Digitalkonzerne mit vereinzelten Standorten für Kundenkontakte. Überweisungen wären so schnell wie eine Mail verschicken und Kredite würden mithilfe von künstlicher Intelligenz vergeben. Anders ausgedrückt: Würde Google heute eine Bank gründen, würde sie komplett anders aussehen.

Rank und schlank sowie durchdigitalisiert wären Banken deutlich effizienter und könnten dadurch Kreditnehmern günstigere Konditionen anbieten und vielleicht sogar Sparern ein wenig Zinsen auf ihre Einlagen geben. Aktuell ist aber das Gegenteil der Fall. Es gibt eine branchenweite Welle an Gebührenerhöhungen. Wie Sparkassenpräsident Helmut Schleweis kürzlich warnte, könnten die Sparkassen in Zukunft die Gebühren erhöhen oder Negativzinsen auf Einlagen einführen.

In meinen Augen macht sich die Branche dadurch so verletzlich wie noch nie. Auch ich habe seit vielen Jahren ein Konto bei meiner Heimatsparkasse, aber so vertraut mir die Bank auch ist, werde ich wechseln, sobald mir die Konditionen woanders deutlich besser gefallen. Den besten Anbieter findet man mit ein paar Klicks.

Auch wenn es noch keine eindeutigen Champions des digitalen Bankings gibt, werden sie fast unausweichlich kommen. Je unattraktiver das Angebot traditioneller Banken wird, desto einfacher werden es Finanz-Startups haben, sich als die eindeutig bessere Alternative zu positionieren. Viele deutsche Banken scheinen zu denken, dass sich der Status quo noch ewig hält, aber ohne radikalen Wandel werden die nächsten Jahre und Jahrzehnte lebensgefährlich für sie.

Schauen wir uns die Top-Artikel von Fool.de der letzten Woche an!







Kanadas Antwort auf Amazon.com!

… und warum es vielleicht unsere zweite Chance ist, ein echtes E-Commerce-Vermögen aufzubauen. Das smarte Geld investiert bereits in eine Firma aus Ontario, die noch deutlich unter dem Radar der Masse fliegt: 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese besonderen Aktien jetzt zu kaufen ist so wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 1997, um in Amazon-Aktien einzusteigen — bevor diese um 47.000 % explodiert sind und ganz normale Anleger reicher gemacht haben als in ihren kühnsten Träumen. Fordere den Spezialreport mit allen Details hier ab.