The Motley Fool

3 Top-Aktien für unter 20 Dollar

Eine der ersten Lektionen beim Investieren besteht darin, dass für manche Aktien aus guten Gründen geringe Preise aufgerufen werden – es muss aber nicht immer so sein. Aus günstigen Aktienkursen lassen sich beträchtliche Gewinne ziehen, solange die Anleger bereit sind, die unvermeidlichen, damit verbundenen Risiken zu tragen.

Die Aktien von Snap (WKN: A2DLMS), Sirius XM Holdings (WKN: A1W8XE) und CenturyLink (WKN: 866405) werden allesamt für unter 20 Dollar gehandelt. Dennoch sind sie trotz ihrer geringen Kurse nicht unbeliebt. Snap hat seinen Wert im Jahr 2019 fast verdreifacht. Das Satellitenfunkradio Sirius XM ist einer der größten Gewinner des Marktes, seit vor einem Jahrzehnt der Tiefpunkt erreicht wurde. Die regionale Telco CenturyLink ist hier die einzige Aktie, die bereits bessere Zeiten gesehen hat, kommt aber dank ihrer schönen Dividende mit auf die Liste. Werfen wir mal einen genaueren Blick auf alle drei.

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Snap

Snap hat sich in den vergangenen Monaten stark gewandelt. Die Muttergesellschaft von Snapchat ging Anfang 2017 an die Börse, und das erste Jahr hatte mit schleppendem Nutzerwachstum, einer schwachen Plattform-Monetarisierung sowie einem viel gescholtenen App-Redesign zu kämpfen. Snap steht jetzt sehr viel besser da.

Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 48 %. Es gibt jetzt 203 Millionen täglich aktive Snapchat-Nutzer. Vor einem Jahr noch war die allgemeine Befürchtung, dass die Plattform nach aufeinanderfolgenden Quartalen mit aufeinanderfolgenden Rückgängen bei täglich aktiven Nutzern über ihren Höhepunkt hinaus ist. Mittlerweile steht die Kennzahl aber auf Rekordniveau, wobei für alle drei geografischen Regionen, die Snap bei der Aufteilung der Quartalsergebnisse verwendet, Höchststände erreicht wurden.

Die Prognose von Snap für das Quartal, das Ende dieses Monats endet, sieht ein Wachstum von 38 bis 46 % gegenüber dem Vorjahr vor. Aber vielleicht geht da noch mehr. Denn Snap hat in den letzten Quartalen stets eine recht vorsichtige Guidance vorgegeben, die von den eigentlichen Zahlen dann übertroffen wurde.

Diesmal sieht es deutlich anders aus. Die neuen Funktionen erweisen sich als ansprechend für die Benutzer und reizvoll für die Werbekunden. Selbst das ungern gesehene App-Update wurde behoben. Rentabilität ist immer noch kein gutes Thema, aber eigentlich will man nicht gegen das Unternehmen wetten, wenn die Kennzahlen so gut wie noch nie aussehen.

Sirius XM Holdings

Es gibt immer die Angst, dass Satellitenradios nichts weiter als eine Übergangstechnologie sein werden. Das konnte man in den ersten Jahren sehen, als Sirius und XM noch getrennte Unternehmen waren und die Leute nicht extra für Audiounterhaltung in die Tasche greifen wollten. In den vergangenen Jahren gab es dann immer wieder die Sorge, dass in den bevorstehenden Zeiten von autonomem Fahren niemand mehr ein teures Audioangebot benötigt, wenn man doch alles mögliche während der Fahrt erledigen kann. Die einzige Konstante in der Diskussion: Sirius XM wächst einfach weiter.

Sirius XM hatte Ende Juni einen Rekord von 34,3 Millionen Gesamtabonnenten. Sequenzielle Einbrüche in den Mitgliederzahlen sind selten, und wenn sie mal passieren, erholt sich Sirius XM in der Regel gut im darauffolgenden Bericht. Man sollte meinen, dass Sirius XM in Zeiten, in denen sich Autofahrer auf ihre Bluetooth-gestützten Smartphones verlassen können, um Musik-Apps abzuspielen, keine Leverage beim Preis hat – aber der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer ist im vergangenen Jahr um 4 % gestiegen.

Das Wachstum der Satellitenkunden hat sich mit zunehmender Reife der Branche verlangsamt, aber Anfang des Jahres hat Sirius XM die Übernahme von Pandora abgeschlossen, was den Konzern nun zu einem wichtigen Player im Streaming-Markt macht. Im Gegensatz zu Snap ist Sirius XM konsequent profitabel und nutzt seine gesunden freien Cashflows, um Aktien zurückzukaufen und eine moderate, aber akzeptable Quartalsdividende auszuschütten.

CenturyLink

Die Rendite von Sirius XM mag mit 0,8 % nicht der Rede wert sein, aber das kann man nicht über CenturyLink sagen. Die Auszahlungsrate des Telco liegt derzeit bei satten 8,4 %. Ein wichtiger Punkt, der erwähnt werden muss, ist, dass CenturyLink zu kämpfen hat, und Anfang dieses Jahres hat man die Ausschüttungen um mehr als die Hälfte gekürzt. Es sind schwierige Zeiten für unabhängige lokale Anbieter, aber es gibt dann doch einige Gründe, CenturyLink auf dem Zettel zu haben.

Die Kursziele der Analysten haben sich in den vergangenen Monaten sogar erhöht. An der Wall Street erwartet man für CenturyLink in diesem Jahr 1,39 USD pro Aktie. Die Aktie wird zu unter dem 10-Fachen des Gewinns bewertet. Es ist wohl auch das erste Jahr seit Langem, in dem der erwartete Gewinn von CenturyLink größer ist als die Dividende. Zuletzt lag die Ausschüttungsquote bei unter 100 % im Jahr 2010.

Es ist schwer, sich für CenturyLink zu begeistern, und im vergangenen Jahr musste CenturyLink in allen sechs Segmenten Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Einnahmen gingen im letzten Finanzbericht um mehr als 5 % zurück.

Sirius XM wächst. Snap wächst schnell. CenturyLink mag hier außen vor stehen, aber die Dividendenkürzung zu Beginn dieses Jahres gibt dem Unternehmen genug Spielraum, um neue Wege zu finden, während man sich die nächsten Schritte überlegt und das Kerngeschäft nach wie vor profitabel ist. CenturyLink muss noch beweisen, dass man den Turnaround schafft. Vorerst zeichnet es sich jedoch als überzeugender Kauf aus: Die Aktie ist historisch günstig und die Dividende sollte wenigstens kurzfristig nachhaltig sein.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Sirius XM Holdings. Rick Munarriz besitzt Aktien von Sirius XM Holdings. Dieser Artikel erschien am 10.9.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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