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So könnte man die Wirecard-Aktie bewerten und wie es operativ weitergeht

Foto: Wirecard AG

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie und viele weitere Wertpapiere auf Analysteneinstufungen reagieren. Dabei liegen diese doch meistens falsch. So hat nun auch JPMorgan (WKN: 850628) das Unternehmen neu in seine Beurteilung aufgenommen und kommt zu der Einstufung: „Neutral“ mit Kursziel 165 Euro.

Innerhalb der Studie wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Aktie „zweifellos günstig“ sei. Aber warum ist sie dann kein Kauf? Begründet wird dies damit, dass es noch Jahre in Anspruch nehmen wird, bis die Bewertung der Wirecard-Aktie zu anderen Firmen der Branche aufschließen wird.

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Für mich ist das nicht ganz schlüssig, denn entweder ist eine Aktie günstig, fair oder überbewertet und dementsprechend ein Kauf, Halten oder Verkauf. Zudem ist es unmöglich vorherzusagen, wann und wie schnell eine Aktie ihren Bewertungsabschlag aufholen wird. Unter Umständen könnte der Markt die Aufwertung auch innerhalb eines Tages vollziehen.

So könnte man Wirecard bewerten

Die Bewertung von Wachstumsaktien ist nicht ganz einfach, weil hier die weiteren Gewinnsteigerungen das Zünglein an der Waage sind. Sollten sie einmal nachlassen, wäre das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) mit 2018er-Zahlen von 53,5 (11.09.2019) nicht mehr gerechtfertigt und die Aktie würde stark fallen.

Derzeit weist Wirecard aber immer noch eine annualisierte Umsatzwachstumsrate von 27,3 % über die vergangenen zehn Jahre auf. Realistisch ist immer eine Abschwächung der zukünftigen Wachstumsraten. Geht man also konservativ nur noch von etwa 14 % Wachstum pro Jahr für die Zukunft aus, notiert Wirecard derzeit bei einem KGV von etwa 15. Damit ist der Wert derzeit weder dramatisch teuer noch ein Schnäppchen. In diesem Fall sind sowohl Korrekturen als auch weitere Kursanstiege möglich.

Der Ansatz verdeutlicht, welchen Einfluss das Wachstum auf die Bewertung hat, sodass man nie pauschal zu der Aussage kommen kann, eine Aktie wäre aufgrund eines hohen KGVs teuer. Zudem sind KGVs häufig eine Momentaufnahme, die kein realistisches Bild liefert. So können Gewinne aufgrund von Einmaleffekten in einem Jahr hoch und im anderen Jahr wieder niedrig ausfallen.

Derzeit würde ich immer noch eher im Lager der Vorsichtigen bleiben, weil Wirecard noch deutlich über seinen eigenen historischen Bewertungen notiert und somit eher ein Korrekturrisiko besteht. Du siehst: Aktienbewertung ist nicht ganz einfach, und selbst wenn man richtig liegt, muss sich die Aktie nicht gleich in die gewünschte Richtung entwickeln.

Und so baut Wirecard derzeit sein operatives Geschäft weiter auf.

Ausbau der Zusammenarbeit mit der Mizuho Bank

Wirecard arbeitet bereits seit 2018 im Bereich des Zahlungsakzeptanz- und Issuing-Services für Firmenkunden mit der zur Mizuho Financial Group (WKN: 200455) gehörenden Mizuho Bank zusammen. Nun wird diese Kooperation in Asien, Europa und den USA erweitert, was für Wirecard spricht, denn die Mizuho Bank gehört in Japan zu den beliebtesten Banken. Zudem arbeitet das Institut mit vielen namhaften und großen Firmen zusammen. Ein Ausbau der Kooperation ist für Wirecard deshalb eine Art Ritterschlag.

Nun wird das Aschheimer Unternehmen speziell für Unternehmenskunden das Serviceangebot der Bank erweitern. Davon profitieren vor allem Firmen aus dem Handel, dem Lebensmittel-, Getränke- und Hotelsektor. Digitalisierung und schnelle Zahlungsabwicklungen bringen ihnen Wettbewerbsvorteile, auf die sie nicht mehr verzichten möchten. Wirecard hingegen bietet mit seinen Plattformen dazu die passenden Lösungen.

Auch die malaysische Affin Bank Berhad ist von Wirecard überzeugt

Beide arbeiten bereits seit 2017 in den Bereichen E-Commerce- und Zahlungsdienste zusammen. Für die Bankkunden ergeben sich auch hier große Vorteile, wovon letztlich auch das Institut profitiert. Nun werden die Dienste um digitale Internetbanking-Lösungen erweitert, wodurch die Affin Bank Berhad ihren Service verbessert und sich so ein stärkeres Kundenwachstum verspricht. Speziell Firmenkunden profitieren von Wirecards Zahlungsdienstleistungen und Liquiditätsmanagementsystemen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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