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DAX auf Aufholjagd! Warum BASF, Henkel und Fresenius noch nicht glänzen konnten

Foto: Ralf Anders

Der DAX ist momentan wieder dabei, sich ordentlich zu erholen. Erst kürzlich konnte unser heimischer Leitindex die Marke von 12.000 Punkten zurückerobern. Für viele Investoren war das ein Anlass, mal wieder ein wenig durchzuatmen.

Allerdings nicht für alle. Einige Aktien aus unserem heimischen Leitindex haben bei der aktuellen Erholung nämlich noch immer keine sonderlich große Rolle gespielt, sondern notieren noch immer weitgehend am Tiefpunkt.

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Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf die Aktien von BASF (WKN: BASF11), Henkel (WKN: 604840) und Fresenius (WKN: 578560) und schauen einmal, warum diese Aktien noch immer zu diesem Kreis gezählt werden. Und ob hier vielleicht Aussicht auf Besserung bestehen könnte.

BASF: Handelskonflikt und schwache operative Performance

Eine erste Aktie, die noch immer weitgehend am Tiefpunkt notiert, ist die von BASF. Die Aktie des Chemieriesen notiert zwar bei einem derzeitigen Kursniveau von 62,26 Euro (10.09.2019, maßgeblich für alle Kurse) zumindest ein kleines bisschen höher. Allerdings sind die alten Hochs, ja sogar die alten Zwischenhochs jenseits der 70-Euro-Marke noch immer in weiter Ferne.

Die Gründe für diese schwache Performance sind recht einfach erklärt. Der Handelskonflikt belastet weiterhin die Aussichten für das aktuelle Geschäftsjahr 2019. Zudem spiegelt das Zahlenwerk für das erste Halbjahr eine solch schwächere Entwicklung wider, denn immerhin hat der Chemiekonzern einen weiteren heftigen operativen Ergebniseinbruch zu verkraften und rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang von bis zu 30 %.

Bei BASF gibt es allerdings noch immer einige Risiken. Speziell der Handelskonflikt erscheint noch immer als ungelöstes Problem, das den Chemieriesen weiter beeinträchtigt. Beim aktuellen Kursniveau lockt bei einer zuletzt ausgezahlten Dividende in Höhe von 3,20 Euro zwar eine durchaus attraktive Dividendenrendite von 5,14 %, was prinzipiell interessant ist. Investoren sollten hier dennoch sehr kritisch hinterfragen, ob das Tal der Tränen bereits durchschritten ist.

Fresenius

Eine zweite Aktie, die momentan noch immer nicht in die Gänge gekommen ist, ist die von Fresenius. Der Gesundheitskonzern hat innerhalb der vergangenen Quartale immer mal wieder mit Wachstumssorgen auf sich aufmerksam gemacht, was an dieser Stelle die weitere Kursentwicklung bremsen könnte.

Dennoch scheint Fresenius aktuell durchaus spannend bewertet. Bei einem derzeit noch immer nicht signifikant gestiegenen Kursniveau von 43,75 Euro kommt die Aktie des Gesundheitskonzerns bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,65 Euro aktuell lediglich auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 12, was durchaus preiswert ist.

Zumal der Dividendenaristokrat sowohl organisch als auch anorganisch über kurz oder lang wieder in die Wachstumsspur zurückfinden möchte und organische Wachstumsraten im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen will. Sofern Fresenius hier liefern kann, könnte das die Zeiten der preiswerten Bewertung möglicherweise beenden, so mancher Investor wartet hier vielleicht noch auf eine Bestätigung dieses operativen Turnarounds, was momentan eine attraktive, günstige Chance darstellen könnte.

Henkel

Eine dritte Aktie, die auf Sicht der vergangenen zwölf Monate deutlich niedriger notiert und entsprechend noch nicht an alte Erfolge anknüpfen konnte, ist zu guter Letzt die von Henkel. Der Hygieneartikelhersteller hat ebenfalls, insbesondere zu Jahresbeginn, mit einer Gewinnwarnung die eigentlich sehr erfolgsverwöhnten defensiven Investoren geschockt. Eine Entwicklung, die auch in diesem Jahr weiter anhielt.

Erst im August dieses Jahres schockte Henkel erneut mit einem sehr schwachen Zahlenwerk. Während die Umsätze weitgehend konstant blieben, fielen die Ergebnisse je Aktie relativ deutlich um fast 10 % auf lediglich 1,43 Euro. Henkel führt höhere Investitionen ins Marketing als Grund für diese Entwicklung an, auf die bereits zu Jahresbeginn verwiesen worden ist. Nichtsdestoweniger hat das anscheinend so manchen Investor auf dem falschen Fuß erwischt.

Mit einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,32 Euro sowie einem aktuellen Kursniveau von 85,60 Euro je günstigerer Stammaktie wird die Aktie aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 bewertet. Ob das in Anbetracht der weiteren und noch immer trüben Aussichten preiswert ist, darüber kann man sich mit Sicherheit streiten.

Rohrkrepierer von heute = Chancen von morgen?

Wie wir daher letztlich sehen können, konnten die Aktien von BASF, Fresenius und Henkel nicht an die Erfolge des DAX der vergangenen Tage anknüpfen. Alle drei Aktien tun sich aktuell schwer, was eine stabilere Performance anbelangt. Wofür es jedoch gute Gründe zu geben scheint.

Ob sich hinter den jeweiligen Aktien Chancen verbergen, ist an dieser Stelle natürlich die spannende Frage. Möglicherweise kann man bei der einen oder anderen Aktien darüber durchaus mal nachdenken.

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Vincent besitzt Aktien von BASF, Fresenius und Henkel. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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