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MBB-Aktie: Renditechance im deutschen Mittelstand

„Überlegenes Umsatz- und Wertewachstum mit deutscher Technologie- und Ingenieurskunst“ – hört sich das nicht verlockend an? Dieses Versprechen gibt MBB (WKN: A0ETBQ), ein in Berlin ansässiger Investor mit einer Vorliebe für Mehrheitsbeteiligungen, an deutsche Mittelständlern. Lasst uns heute einmal schauen, was dieses Versprechen für Stock Picker bereithält. Spoiler: Ziemlich viel, wie ich denke.

MBB heute

Heute besteht das Portfolio, mit dem die Berliner Investoren ihr Versprechen einlösen wollen, aus sieben unterschiedlichen Beteiligungslinien:

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  1. Aumann (WKN: A2DAM0), ein börsennotierter Automobilzulieferer mit dem Fokus auf Produktionsanlagen für Elektromotoren mit einem Jahresumsatz von 291 Mio. Euro.
  2. Vorwerk, ein Pipeline- und Anlagenbauer für Strom- und Gasnetze mit einem Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro.
  3. Delignit, ein börsennotierter Automobilzulieferer, spezialisiert auf holzbasierten Innenausbau mit einem Jahresumsatz von 60 Mio. Euro.
  4. DTS IT, ein Anbieter von IT-Security-Lösungen mit einem Jahresumsatz von 52 Mio. Euro.
  5. Hanke Tissue, ein Produzent von Tissue-Produkten, also Papierservietten und Ähnlichem, mit einem Jahresumsatz von 48 Mio. Euro.
  6. CT Formpolster, ein Produzent von Matratzen und Kopfkissen insbesondere für Onlinehändler, mit einem Jahresumsatz von 36 Mio. Euro.
  7. OBO-Werke, ein Chemieanbieter für technologisch anspruchsvolle Nischenanwendungen mit einem Jahresumsatz von 20 Mio. Euro.

Abgesehen von Vorwerk, das erst seit diesem Jahr zur MBB-Gruppe gehört, schafften alle Beteiligungen in der jüngsten Vergangenheit zweistellige Wachstumsraten bei den Umsatzerlösen. Diese starke operative Entwicklung, der Aumann-Börsengang und der anschließende gewinnbringende Verkauf eines größeren Aumann-Aktienpakets sind die Gründe, warum die Berliner heute besser denn je dastehen.

Seit dem Börsengang 2006 bis zum Jahr 2018 konnte das Eigenkapital (ohne Minderheitsanteile) um jährlich rund 22 % gesteigert werden. Ohne Berücksichtigung der Vorwerk-Akquisition beträgt die Nettoliquiditätsposition – also die kurzfristig verfügbaren finanziellen Mittel wie Bankguthaben, Wertpapiere und Goldbestände abzüglich der Finanzverbindlichkeiten – stolze 217 Mio. Euro. Eine grandiose Ausgangsposition für eine glorreiche Zukunft.

MBB morgen

Natürlich wird die operative Entwicklung der heutigen Beteiligungen auch weiterhin die Basis für den künftigen Erfolg der Unternehmensgruppe bleiben. Die heutigen Beteiligungen müssen mit zuverlässig steigenden Cashflows für ausreichend finanzielle Mittel bei der MBB-Holding sorgen, um auch künftig aus eigener Kraft weitere Zukäufe tätigen und steigende Dividenden an die Aktionäre ausschütten zu können.

Wenn die nächsten fünf oder zehn Jahre für MBB-Aktionäre aber ebenso lukrativ werden sollen wie die letzten fünf oder zehn Jahre, dann reicht die Fortsetzung der operativen Entwicklung bei den bestehenden Beteiligungen allerdings nicht aus. Zusätzlich müssen zwei weitere Dinge passieren.

Erstens, das MBB-Management rund um Gründer und Mehrheitsaktionär Christof Nesemeier muss den noch immer großen Berg an freien Mitteln sinnvoll einsetzen – am besten natürlich in günstige, aber zukunftsträchtige neue Beteiligungen. Der kürzlich durchgeführte Aktienrückkauf zu einem Kurs von 96 Euro hat den Optimismus hier spürbar beeinträchtigt. Denn während ich diese Zeilen hier am Freitagvormittag des 6. September tippe, wechseln die MBB-Aktien für exakt 64 Euro die Hände.

Zweitens, es sollte noch ein ähnlich erfolgreicher Börsengang wie damals bei Aumann gelingen. Das ist natürlich in erster Linie eine Frage des richtigen Timings – in Bärenmärkten machen Börsengänge weniger Spaß als in Bullenmärkten – und der richtigen Kapitalmarktstory. Die beste Kapitalmarktstory im MBB-Portfolio dürfte derzeit wohl DTS IT liefern. Mit IT-Security wird ein allgegenwärtiges Thema bespielt, das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2019 war mit 22 % sehr ansehnlich, ein immer größerer Teil der Umsätze sind wiederkehrende Umsätze mit langen Vertragslaufzeiten und die operativen Gewinnmargen liegen bei deutlich über 10 % und bieten weiteres Potenzial nach oben.

Und nun?

Wie so oft beim Investieren ist es auch bei MBB letztlich eine Vertrauensfrage. Als private Investoren können wir die Zukunft des Unternehmens nicht beeinflussen. Wir müssen also darauf vertrauen, dass Nesemeier und sein Team die genannten zwei Bedingungen für eine lukrative Zukunft erfüllen.

Ich für meinen Teil traue das dem Management durchaus zu. Zumindest nach allem, was ich bisher über dieses Unternehmen und sein Management gelesen und gehört habe. Mein Vertrauen ist derart groß, dass ich MBB gar zu meinen Aktienfavoriten im deutschsprachigen Raum zähle. Ob das Unternehmen auch zu deinen Aktienfavoriten zählt, kannst aber nur du selbst beantworten.

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Sven besitzt Aktien von MBB. The Motley Fool empfiehlt MBB.

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