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Tesla setzt auf neue Einnahmequelle mit Autoversicherungen

Foto: The Motley Fool.

Tesla (WKN:A1CX3T) mag dafür bekannt sein, attraktive Fahrzeuge herzustellen, doch es hat einen neuen Markt ausfindig gemacht: Versicherungen.

Einige Monate nachdem Teslas CEO Elon Musk angedeutet hat, dass das in Palo Alto, Kalifornien, ansässige Unternehmen plant, seinen Kunden Kfz-Versicherungen anzubieten, scheint das nun Wirklichkeit zu werden. Letzte Woche kündigte das Unternehmen die Einführung der Tesla-Versicherung an, mit der Tesla-Besitzer angeblich bis zu 30 % sparen können. Die Versicherung bietet Tesla-Besitzern in Kalifornien umfassende Deckung und Schadensmanagement. Das Unternehmen beabsichtigt, seine Tesla Insurance auf weitere Staaten auszudehnen. Tesla behauptet, dass es sehr günstige Tarife anbieten kann, weil es die eigenen Fahrzeuge versichert.

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„Tesla versteht auf einzigartige Weise seine Fahrzeuge, seine Technologie, seine Sicherheit und seine Reparaturkosten, und beseitigt die Gebühren, die von traditionellen Versicherungsgesellschaften erhoben werden“, schrieb das Unternehmen in einem Blogbeitrag. „Durch Preispolitiken, die Teslas aktive Sicherheit und fortschrittliche Fahrerassistenzfunktionen widerspiegeln, die bei allen neuen Tesla-Fahrzeugen Standard sind, ist die Tesla Insurance in der Lage, vielen anspruchsberechtigten Besitzern geringere Versicherungsgebühren anzubieten.“ Die Tesla-Versicherung ist derzeit für alle Model S, Model X, Model 3 und Roadster-Fahrzeuge verfügbar.

Teslas Autos sind teurer zu versichern

Bei Teslas Einstieg in den Versicherungsmarkt geht es nicht nur darum, eine neue Einnahmequelle zu finden. Die Tesla-Versicherung wurde entwickelt, um ein Problem zu lösen, das den Fahrzeughersteller schon lange plagt: Teslas sind teurer als andere Arten von Fahrzeugen zu versichern. Laut ValuePengiun betragen die durchschnittlichen Versicherungskosten für ein Tesla-Fahrzeug 2.450 US-Dollar. Das kann sich je nach Modell, Ausstattung, Standort und Fahrerverlauf eines Fahrzeugs erhöhen. Zudem hat USA Today im vergangenen Jahr das viertürige Elektrofahrzeug Tesla Model S als das teuerste zu versichernde Fahrzeug ausgewiesen.

Marktbeobachter und Kunden behaupten, dass diese Fahrzeuge eine teurere Versicherung aufgrund der überdurchschnittlichen Reparaturkosten, die im Falle einer Kollision anfallen, benötigen. Sie verweisen auf die Aluminiumkarosserie, das fehlende Know-how seitens der Tesla-Mechaniker und Autoreparaturspezialisten sowie die Kosten für Ersatzteile. Wenn Tesla in der Lage ist, die Versicherungsprämien zu senken, könnte es damit alle Probleme bei der Fahrzeugreparatur lindern.

Warren Buffett warnt, Tesla könnte scheitern

Die Nachricht, dass Tesla in das Versicherungsgeschäft einsteigt, kam nicht bei jedem gut an, obwohl sich Tesla-Fahrzeughalter wahrscheinlich freuen werden, wenn sie Geld sparen können. Der berühmte Investor und Chef von Berkshire Hathaway Warren Buffett warnte, dass Tesla wahrscheinlich mit seinem neu gegründeten Geschäft Schwierigkeiten haben werde, da die Autoversicherung kein einfacher Markt sei. „Der Erfolg der Autounternehmen, die in das Versicherungsgeschäft einsteigen, ist wahrscheinlich genauso groß wie der Erfolg der Versicherungsgesellschaften, die in das Autogeschäft einsteigen“, sagte Buffet laut CNBC auf der jährlichen Jahresversammlung von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2). Buffett sollte es wissen. Etwa ein Drittel von Berkshire ist auf dem Versicherungsmarkt tätig, einschließlich der Beteiligung an GEICO.

Kritiker sagen, dass der Verkauf von Autoversicherungen für ein Unternehmen, das lange Zeit mit Chaos bei der Herstellung und verpassten Fristen Probleme hatte, als Ablenkung dient. Letzten Monat verlor Tesla seinen Direktor für Fertigungsqualität J. Eric Purcell, der etwa sieben Jahre im Unternehmen tätig war. Er ist einer von vielen Führungskräften, die ausgestiegen waren.

Es ist auch nicht hilfreich, dass Teslas in den letzten Jahren in Aufsehen erregende Unfälle verwickelt waren. Im März starb ein Tesla-Model-3-Besitzer, als das Fahrzeug gegen einen Sattelzug fuhr, ähnlich wie bei einem Unfall im Jahr 2016, als ein Tesla-Besitzer im Autopilotmodus in einen LKW gekracht ist. Am 4.9. machte die National Transportation Safety Board Fahrfehler sowie das Autopilotendesign des Models S für einen Unfall im Januar 2018 verantwortlich. Bei diesem Unfall prallte das Fahrzeug gegen ein Feuerwehrauto, das auf einem Highway in Kalifornien geparkt war. Dabei gab es keine Opfer.

Da das Versicherungsangebot von Tesla noch in der Anfangsphase steckt, steht das Urteil noch aus, ob das dem Unternehmen eine wiederkehrende Einnahmequelle bieten und Tesla helfen wird, eine nachhaltige Rendite zu erreichen. Aber wenn mehr Unfälle wie die vorherigen passieren, könnten die Kosten für Schadenersatzforderungen am Ende dazu führen, dass alle Gewinne aus dem neuen Geschäft ausgeschöpft werden.

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Dieser Artikel wurde von Donna Fuscaldo auf Englisch verfasst und am 04.09.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Tesla. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short Januar 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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