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3 Aktien, die im Moment absurd billig zu haben sind

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Der Handelskrieg, Zölle und andere gesamtwirtschaftliche Schwierigkeiten haben dafür gesorgt, dass viele Anleger im vergangenen Jahr Aktien verkauft und sich für risikoärmere Anlagen wie Anleihen entschieden haben. Diese weit verbreitete Angst hat die Bewertungen vieler Aktien auf historische Tiefststände gedrückt.

Schauen wir uns mal drei Aktien an, die genau auf diese Beschreibung passen – China Mobile (WKN:909622), Momo (WKNA12E40) und HP (WKN:A142VP) – und warum sie im Vergleich zu ihrem langfristigen Wachstumspotenzial derzeit absurd günstig sind.

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Chinas Top-Telecom

China Mobile ist der größte staatlich unterstützte Telekommunikationsanbieter in China. Die Zahl der Mobilfunkkunden wuchs im Juli um 3 % jährlich auf 936,8 Millionen und 79 % dieser Kunden waren 4G-Kunden. Im Vorjahr waren es nur 75 %. Die Zahl der Wlan-Kunden stieg im Juli ebenfalls um 29 % pro Jahr auf 178 Millionen.

Die operativen Ergebnisse von China Mobile stiegen im vergangenen Jahr um 2 %. Der Reingewinn, der durch den Börsengang von China Tower im vergangenen August begünstigt wurde, stieg um 3 %. Diese Wachstumsraten sehen solide aus, die Aktie zahlt eine Rendite von fast 5 % und wird zu weniger als dem Zehnfachen des Gewinns gehandelt.

Dennoch lassen die Investoren von China Mobile lieber die Finger davon und zwar aus vier Gründen. Erstens zwangen die chinesischen Regulierungsbehörden China Mobile und seine Konkurrenten ihre Mobilfunkgebühren zu senken, Datenroaming-Gebühren zu verringern und schnellere Verbindungen zu niedrigeren Preisen anzubieten. Zweitens erhöhte China Mobile seine Ausgaben für 5G-Netze – so stiegen die Betriebskosten bei abnehmendem Umsatzwachstum.

Drittens kamen mit dem Handelskrieg Fragen über die Fähigkeit von China Mobile auf, in Zukunft amerikanische Bauteile zu verwenden. Die geplante Expansion in den US-Markt blieb erst einmal aus. Am Ende bedeuteten eskalierende Proteste in Hongkong für die meisten Aktien auch sinkende Börsenkurse, auch für China Mobile.

Diese Probleme verursachen für China Mobile kurzfristig Ärger, aber das Telco-Unternehmen wächst weiter stetig und bleibt eine der sichersten langfristigen Investitionen auf dem chinesischen Markt.

Das „Tinder von China“

Das chinesische Tech-Unternehmen Momo verfügt über zwei große Apps: die App Momo, die den größten Teil des Umsatzes reinholt und eine soziale Plattform ist, auf der sich die Benutzer kennenlernen und Live-Videos ansehen können und die kleinere App, Tantan, welche ein Klon von Tinder ist.

Momo erwirtschaftet den größten Teil seiner Einnahmen aus kostenpflichtigen Abonnements (die Premium-Suchfunktionen bieten), virtuellen Geschenken für Live-Video-Streamer und Anzeigen. Die Aktien gingen jedoch Anfang des Jahres zurück, als die chinesischen Regulierungsbehörden die vorübergehende Entfernung von Tantan aus chinesischen App-Stores anordneten, Apple die In-App-Zahlungen von Tantan aussetzte und Momo die Newsfeeds von Momo und Tantan intern überprüfen ließ.

Alle diese Services gingen jedoch gegen Ende des zweiten Quartals wieder online. Trotz all der Probleme stiegen Momos monatliche aktive Kernbenutzer (MAUs) im Laufe des Quartals immer noch um 5 % jährlich auf 113,5 Millionen, während zahlende Benutzer in beiden Apps um 2 % auf 11,8 Millionen anstiegen.

Der Gesamtumsatz von Momo stieg ebenfalls jährlich um 32 %, da der bereinigte Nettogewinn um 39 % stieg. Das sind hervorragende Wachstumsraten für ein Unternehmen, das für des größten Teils des Quartals quasi nichts machen konnte. Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten, dass Momos Umsatz und Ertrag um 28 % bzw. 22 % steigen werden, was sehr hohe Wachstumsraten für eine Aktie sind, die nur zum 11-fachen der erwarteten Einnahmen gehandelt wird.

Der ungeliebte Tech-Riese

Die HP-Aktie stand im vergangenen Monat so tief wie seit Jahren nicht mehr, nachdem die Anleger im dritten Quartal von den Gewinnen enttäuscht waren. CEO Dion Weisler kündigte seinen Rücktritt an.

Die PC-Kernverkäufe von HP blieben im Laufe des Quartals positiv, weil die Betriebsmarge der Einheit stieg. Aber diese Zuwächse wurden durch die Schwäche des Druckergeschäfts zunichte gemacht, das sowohl bei der Hardware mit niedrigeren Margen als auch bei den Lieferungen mit höheren Margen rückläufige Umsätze verzeichnete. Der Gesamtumsatz von HP blieb im Laufe des Quartals im Vergleich zum Vorjahr unverändert, aber das bereinigte EPS, das durch Rückkäufe gestützt wurde, verbesserte sich um 12 %.

Die Gewinnprognose von HP für das vierte Quartal verfehlte ebenfalls leicht die Erwartungen. Es wurden Bedenken über die anhaltende Schwäche der Drucker laut, die im harten Wettbewerb mit generischen Farb- und Tonerherstellern stehen. HP versucht, das Druckergeschäft wieder hinzubiegen, indem man das Abonennten-Programm Instant Ink und das industrielle 3D-Druckgeschäft erweitert, aber diese Bemühungen wirken sich noch nicht groß aus.

Infolgedessen erwarten Analysten, dass der Umsatz und das Ergebnis von HP im nächsten Jahr jeweils nur um 1 % steigen werden. Das ist natürlich kein tolles Wachstum, aber die Aktie wird bloß zum 8-fachen der erwarteten Einnahmen gehandelt und zahlt eine Dividende von 3,5 %.

HP wird sich wahrscheinlich nicht so schnell erholen, aber das PC-Geschäft ist immer noch stark und sein Druckgeschäft wächst weiter und expandiert in neue Märkte. Diese Investitionen sollten sich also auszahlen und das Wachstum von HP langfristig stabilisieren, sodass Investoren diesen Tech-Riesen vielleicht doch noch nicht abschreiben sollten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und empfiehlt Aktien von Momo. Leo Sun besitzt Aktien von Apple, China Mobile und HP. Dieser Artikel erschien am 2.9.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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