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1 weitere Dividendenaktie mit hoher und stetiger Rendite

Foto: Getty Images

Das Fahrwasser wird derzeit an den Börsen etwas rauer. Die Wirtschaft befindet sich eher im Ab- als im Aufschwung, was auch an den stark sinkenden Anleiherenditen und dem boomenden Goldpreis erkennbar ist. Sollte man aber deshalb jetzt alle Aktien verkaufen und nur noch Cash halten? Nein, dies wäre aufgrund der Negativzinsen und des ständigen Kaufkraftverlustes der Währungen auch keine gute Idee.

Meist vollziehen sich Abschwünge sehr schnell und niemand weiß genau, wann die Kurse wieder drehen. Deshalb sollte man auch in schlechten Zeiten investieren, solange man weiterhin gute Firmen mit einer akzeptablen Bewertung und Dividendenrendite findet. Eine davon könnte die Graubuendner Kantonalbank (WKN: 870191)-Aktie sein. Warum sie sich so stabil hält und zu welcher Dividende sie auch heute noch notiert, erfährst du hier.

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Geschäfte und Historie

Die Graubuendner Kantonalbank sitzt in Chur (Schweiz) und konzentriert ihre Geschäfte regional auf die Schweiz. Sie besitzt etwa 52 Filialen im Kanton Graubünden und tritt als Universalbank auf. Zu den Aktivitäten gehören Anlageberatung, Vermögensverwaltung, Hypotheken & Kredite, Konten, Vorsorgeplanung wie auch Zahlungsdienstleistungen und Versicherungen für Firmen. Das Besondere ist: Hinter dem Institut steht der Kanton Graubünden, der im Notfall mit einer Staatsgarantie haftet und zu 84,5 % beteiligt ist. Bedeutende eigene Beteiligungen sind ein 55-%-Anteil an der Privatbank Bellerive und 51 % an der Albin Kistler Vermögensverwaltung.

Investoren sollten auch immer die Historie eines Unternehmens studieren, weil sie sehr viele Informationen liefert. So besteht die Graubuendner Kantonalbank bereits seit 1870 und hat somit schon sehr viele Rezessionen überstanden.

Hohe und kontinuierliche Dividende

Das Institut schüttet kontinuierlich einen Teil seiner Gewinne aus. Selbst 2008 und 2009 konnte die Dividende leicht gesteigert werden. Dies ist sicherlich auf die regionale Verankerung zurückzuführen, die das Geschäft weniger vom Weltmarkt abhängig macht.

Seit 2006 stieg die Ausschüttung von 26 auf zuletzt 40 Schweizer Franken, was beim aktuellen Kurs noch einer Dividendenrendite von 2,76 % (04.09.2019) entspricht.

Gute Geschäfts- und stetige Aktienentwicklung

Im ersten Halbjahr 2019 setzte sich die positive Entwicklung weiter fort. So stiegen der Reingewinn um 1,1 % und der Ertrag um 5,7 %. Aktuell wird das Anlagegeschäft ausgebaut, welches bereits mehr als 33 % zum Umsatz beiträgt. Zwar spürt die Bank derzeit auch die Folgen der Negativzinspolitik, wodurch im Zinsgeschäft der Ertrag um 5 % sank, aber dafür laufen die weiteren Segmente umso besser. Die Quote an notleidenden Krediten liegt derzeit gerade einmal bei 0,26 %.

Die Bank hat über den Ausbau des Anlagegeschäfts also auch die Anpassung an eine für Banken derzeit schwierige Zeit geschafft. Dies zeigt auch ein Blick auf die Prognose für das Gesamtjahr 2019, in dem ein operativer Geschäftserfolg in Höhe von 190 bis 195 Mio. Schweizer Franken statt bisher 175 bis 180 Mio. Schweizer Franken erwartet wird. Darüber hinaus verdeutlicht auch die solide Eigenkapitalrendite von 7,5 % die weiterhin gute Profitabilität.

Die Bank ist sicherlich kein starker Wachstumswert, entwickelt sich dafür aber umso stabiler, was für Dividendenwerte wichtig ist. So wurde der Gewinn im Zeitraum 2009 bis 2018 stetig von 142 auf 182 Mio. Schweizer Franken gesteigert und mit ihm die Dividende. Besonders auffällig ist die hohe Nettomarge, die im letzten Jahr sogar 47,2 % betrug. Und auch die Bilanz ist mit mittlerweile fast 10 % Eigenkapital solider als bei vielen anderen Banken aufgestellt.

Die Stetigkeit der Geschäfts- überträgt sich auch auf die Aktienkursentwicklung, wodurch der Wert seit 1997, in Schweizer Franken gerechnet, sogar besser als der DAX und viele andere Banken abgeschnitten hat.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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