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Daimler-Aktie im Aufwind: Warum man den Optimismus nicht überbewerten sollte!

Foto: Getty Images

Die Daimler (WKN: 710000)-Aktie befindet sich seit einigen Monaten im Abwärtsstrudel. Allein seit Anfang Mai dieses Jahres sank die Aktie von einem Kursniveau von 58,61 Euro auf die aktuelle Notierung von 42,58 Euro (02.09.2019, maßgeblich für alle Kurse). Immerhin ein Minus von beachtlichen rund 28 %, obwohl die Aktie eigentlich recht solide ins neue Börsenjahr 2019 gestartet ist.

Die Gründe für diese Entwicklung sind recht offensichtlich und hängen in erster Linie mit dem weiter eskalierenden Handelskonflikt zusammen, bei dem Strafzölle auf das operative Zahlenwerk drücken. Eine sich eintrübende konjunkturelle Gesamtsituation tut zudem ihr Übriges, genauso wie hausgemachte Problemchen rund um die Stichworte Rückrufe und Diesel, die letztlich im zweiten Quartal sogar in einem Milliardenverlust gipfelten.

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Zumindest der neue Vorstandsvorsitzende Ola Källenius scheint nun jedoch optimistisch(er) in die Zukunft zu blicken. Schauen wir im Folgenden einmal, was an dieser Sichtweise dran ist beziehungsweise ob Daimler nun vielleicht sogar vor dem Turnaround steht.

„Automarkt nicht im Abschwung“

Wie Daimler-Chef Källenius inzwischen nach den zwei Prognosesenkungen seit seinem Amtsantritt zugestehen musste, ist das aktuelle Geschäftsjahr wohl weiterhin nicht einfach. Die weltweite Nachfrage habe sich zwar 2019 abgeschwächt, allerdings komme das nach den starken Vorjahren eigentlich wenig überraschend.

Besonders bemerkenswert dürften die meisten Investoren jedoch die folgende Aussage gefunden haben. Denn nach Källenius befinde sich der globale Automobilmarkt nicht in einem globalen lang anhaltenden Abschwung, was eine durchaus bemerkenswerte Einschätzung sein dürfte.

Viele Investoren reagierten zunächst mit einer Prise Euphorie auf diese Einschätzung, die doch recht optimistisch wirkt. Auch einige Börsen- und Automobilmedien weiden sich gegenwärtig an dieser Prognose, zumal der Daimler-CEO bereits für das zweite Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres „eine Trendwende“ erwarte, wobei langfristig sowieso die Chancen überwiegen würden. Eine bemerkenswert optimistische Einschätzung? Ja, vielleicht, oder eben auch nicht.

Der aktuelle Vergleichswert hinkt gewaltig

In meinen Augen hinkt hierbei der Vergleichswert doch recht gewaltig. Sofern wir nämlich von einer operativen Verbesserung sprechen, dürfte diese recht einfach eingefahren werden können. Insbesondere wenn wir uns noch einmal daran erinnern, wie denn das erste Halbjahr für Daimler insgesamt abgelaufen ist.

Wie aufmerksame Investoren mit Sicherheit noch wissen, hat Daimler das zweite Quartal mit einem rekordverdächtigen Verlust in Höhe von 1,6 Mrd. Euro abgeschlossen. Eine Marke, die daher relativ einfach operativ zu übertrumpfen ist. Lediglich zwei Quartale mit einem unterdurchschnittlichen Gewinn würden hier im Halbjahresvergleich genügen, um zumindest von einem operativen Turnaround sprechen zu können.

Zudem bleibt fraglich, ob Källenius hierbei die aktuellen handelspolitischen Begebenheiten in seine Prognose eingepreist hat. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA dürfte schließlich angesichts neuer Zölle noch länger andauern, eine Lösung scheint hier in weiter Ferne zu sein. Und konjunkturell trüben sich so manche Indikatoren aktuell ein, was die Validität dieser Prognose daher mit so manchen Fragezeichen versehen dürfte.

Daimler im Krisenmodus, aber …

Daimler dürfte daher auch weiterhin im Krisenmodus fahren. Die aktuellen Prognosen machen zwar Mut, dass immerhin die Verluste der Vergangenheit angehören dürften. Nichtsdestoweniger dürfte der Autobauer von einem kurzfristigen Zurückfinden in eine bessere, stabilere und wachsende operative Spur noch immer weit entfernt sein.

Solange der Handelskonflikt nicht gelöst ist und die konjunkturelle Situation sich nicht verändert (wobei der Manager hier ja nun womöglich Verbesserungen kommen sieht), werden sich die aktuellen Marktverhältnisse wohl eher nicht gravierend drehen. Vielleicht kann Daimler zukünftig darauf achten, nicht für Rückrufe und damit einhergehende Strafzahlungen zechen zu müssen. Allerdings sollte das sowieso der Anspruch des Unternehmens sein.

Ob die Aktie aktuell bei diesem günstigen Kursniveau bereits ein solch pessimistisches Szenario eingepreist hat, ist natürlich eine andere Frage. Hier nun allerdings zu investieren, weil das Management ominöse Verbesserungen auf sich zukommen sieht, scheint mir ein grundlegend falscher Ansatz zu sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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