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Alles über Rezessionen: Teil 2 von 5

Im ersten Teil meiner Miniserie habe ich erklärt, was eine Rezession ist, und eine kurze Geschichte der Rezessionen gegeben. In diesem Artikel werde ich die Indikatoren für eine Rezession untersuchen.

Im Allgemeinen gibt es fünf Hauptindikatoren, die vom National Bureau of Economic Research (NBER) anerkannt sind. Dazu gehören das reale BIP, das reale Einkommen, der Umsatz im Groß- und Einzelhandel, die Beschäftigung und die Industrieproduktion.

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Für diesen Artikel werden wir wesentliche Statistiken untersuchen, die sich in zwei Hauptkategorien unterteilen lassen: Frühindikatoren und Nachlaufindikatoren.

Frühindikatoren

Frühindikatoren sind solche, die sich vor dem Rest der Wirtschaft verändern. Sie geben einen Einblick in die Zukunft der Wirtschaft. Der beliebteste Indikator ist die Zinskurve.

Die Zinskurve ist die Spannweite zwischen Zweijahres- und Zehnjahresrenditen, wobei ein höherer Wert für Zweijahresrenditen als für Zehnjahresrenditen auf eine Rezession und Marktinstabilität hindeuten kann. Vor Kurzem hat sich die Zinskurve umgekehrt, was auf turbulente Zeiten verweisen könnte.

Der Immobilienmarkt ist ein weiterer Frühindikator. Wenn die Hauspreise sinken, deutet das darauf hin, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt, was bedeutet, dass sich die Preise nach unten anpassen werden. Das könnte auch eine Folge einer Immobilienblase sein, die eine Preiskorrektur fördert. Die Subprime-Hypothekenkrise war die Hauptursache für die Rezession 2008/2009, sodass die Immobilienpreise ein sehr wichtiger Frühindikator sind.

Sinkende Immobilienpreise führen zu vermindertem Hausbesitzervermögen, verminderten Bauarbeiten, verminderten Grundsteuern und der potenziellen Unfähigkeit, Häuser zu refinanzieren oder zu verkaufen, was zu einer Zwangsvollstreckung führen kann.

Eine weitere beliebte Kennzahl sind die Einzelhandelsumsätze. Als die Rezession 2008/2009 eintrat, brachen die Umsätze in den Einzelhandelsgeschäften ein, was zu Entlassungen führte und die Rezession verschärfte.

Nachlaufindikatoren

Nachlaufindikatoren sind Zeichen, die nach einem großen wirtschaftlichen Wandel auftreten und die wirtschaftliche Entwicklung bestätigen.

Einer der am einfachsten zu verstehende Indikator ist die Arbeitslosenquote. Eine hohe Arbeitslosenquote deutet darauf hin, dass viele Menschen arbeitslos sind, was natürlich schlecht für die Wirtschaft ist. Eine niedrige Arbeitslosenquote deutet darauf hin, dass viele Menschen einen Arbeitsplatz haben, was für die Wirtschaft von Vorteil ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Arbeitslosenquote nie 0 % betragen wird, sodass 4 bis 6 % allgemein als akzeptabel für die Volkswirtschaft eines Industrielandes angesehen werden.

Ein weiterer beliebter Indikator ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Steigerung des BIP ist ein gutes Zeichen, da sie auf eine starke Wirtschaft hinweist, weil Unternehmen Waren und Dienstleistungen produzieren, die von den Kunden problemlos konsumiert werden. Ein sinkendes BIP oder, schlimmer noch, ein negatives BIP deutet darauf hin, dass die Wirtschaft schwach ist und möglicherweise schrumpft.

Der letzte Indikator, über den ich sprechen werde, ist die Inflation, die anhand des Verbraucherpreisindex (CPI) gemessen wird. Der CPI verfolgt den Preis eines Warenkorbs, den der Durchschnittsverbraucher kauft. Die hohe Inflation verringert die Kaufkraft der Verbraucher, was zu einem Rückgang des Lebensstandards führt.
Inflation führt damit zu steigenden Preisen, Deflation führt zu sinkenden Preisen (was schlecht ist), und Disinflation beschreibt Inflation, aber mit einer langsameren Rate (nicht gut, aber nicht so schlecht wie Deflation).

Zusammenfassung

Frühindikatoren sind bewährte Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät. Obwohl die Indikatoren nicht immer korrekt sind, legen sie nahe, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um weitere Folgen für die Wirtschaft zu vermeiden.

Nachlaufindikatoren helfen, Veränderungen in der Wirtschaft zu erklären, und treten nachträglich auf. Die Indikatoren sind von Vorteil, da Rezessionen oft viele Monate dauern, sodass es unerlässlich ist, die Auswirkungen zu berücksichtigen, um eine geeignete Lösung zu finden.

Insgesamt wirken Vorlauf- und Nachlaufindikatoren zusammen, um die Wirtschaftslage zu bestimmen. Lies auch meinen Beitrag von morgen, wenn ich über Investitionen an der Börse während einer Rezession sprechen werde.

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Dieser Artikel wurde von Chen Liu auf Englisch verfasst und am 27.08.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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