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Einkommensinvestoren, aufgepasst! Meidet diesen beliebten Dividenden-ETF!

Einkommensinvestoren sind häufig auf der Suche nach spannenden Dividendenrenditen. Je höher, desto besser ist hier häufig ein Credo, wobei die Dividendenrendite natürlich nicht das ausschlaggebende Kriterium für oder gegen eine Aktie sein sollte. Oder aber einen ETF.

Nichtsdestoweniger neigen gerade Passivinvestoren häufig dazu, auf starke Dividendenzahler zu setzen. Sofern „Dividenden“, oder, auf Englisch, „dividend“ in einem ETF auftaucht, werden einige ganz kribbelig. Ohne jedoch eine nähere Analyse vorzunehmen, wie nachhaltig die Dividenden hier sind.

Natürlich, viele Dividenden-ETFs besitzen viele zuverlässige Dividendenaktien. Wenn du mich fragst, sollten Dividendenjäger auf der Suche nach passiven, diversifizierten Einkommensströmen allerdings den DivDax als Index meiden. Natürlich habe ich auch ein paar Argumente für diese für dich vielleicht recht überraschende Erkenntnis:

Ein näherer Blick auf den DivDax

Wie wir nämlich bei einer näheren Durchleuchtung des DivDax erkennen können, besitzt dieser Index so manche Tücken. Besonders als ETF-Investor können diese manchmal nicht ganz so stark auffallen. Was diese Gefahr natürlich nicht weniger schlimm werden lässt.

Eine erste Schwachstelle ist die eher marginale Diversifikation dieses Index. Mit lediglich 15 verschiedenen Aktien bildet dieser dividendenspezifische Index lediglich die Hälfte der DAX-Mitglieder ab. Noch dazu natürlich diejenigen mit der höchsten Dividendenrendite, was hier auch nicht sonderlich gut ist, aber dazu in ein, zwei Zeilen mehr.

Nichtsdestoweniger sind 15 verschiedene Aktien für einen Index sehr, sehr wenig. Das jeweilige Einzelrisiko der individuellen Aktien schlägt hier doch etwas stärker durch. Alleine aus diesem Grund ist der DivDax in meinen Augen für einen Großteil der Passivinvestoren nicht sonderlich geeignet.

Doch auch die innere Zusammensetzung dieser 15 Aktien ist, gelinde gesagt, als sehr zyklisch und somit gefährlich zu bezeichnen. So befinden sich in diesen Reihen alleine vier Aktien aus dem doch sehr zyklischen Chemiesegment und zwei weitere Vertreter aus unserer hiesigen Automobillandschaft. Potenzielle Kandidaten, die bei einem länger andauernden Abschwung gut und gerne auch mal die eigene Dividende kürzen, was hier möglicherweise sehr stark die Performance dieses Index schmälert.

Es gibt bessere Alternativen!

Unterm Strich ist der DivDax daher ein Index, der nicht bloß sehr wenig diversifiziert ist, sondern zudem auch noch einen erheblichen zyklischen Schwerpunkt besitzt, bei dem potenziell Dividendenkürzungen drohen, wenn diese nicht sogar bereits eingetreten sind. Da existieren durchaus bessere, diversifiziertere und nicht unbedingt weniger dividendenstarke Alternativen, über die man als Investor vielleicht nachdenken sollte.

So investieren Dividenden-ETFs mit den Stichworten Dividend Growth (Dividendenwachstum) oder aber Dividend Aristocrats beispielsweise in verschiedene und oftmals deutlich mehr Dividendenaktien, die allesamt über stetig steigende Dividenden verfügen. Das führt häufig nicht bloß dazu, dass die Ausschüttungssummen stetig steigen, sondern schützt ebenfalls vor unvorhersehbaren Kürzungen, die zu einer durchwachsenen Performance führen.

Investoren sollten natürlich dennoch stets auf die individuelle Gewichtung und Zusammensetzung achten und Dividendenkürzungen können auch hier auf Sicht des gesamten Index mal möglich sein. Nichtsdestoweniger dürften das verschiedene Wege sein, die ein wenig mehr Konstanz und einen zuverlässigeren Kern ermöglichen.

Du sitzt selbst am Steuer, aber …

Natürlich wirst auch du weiterhin bei deinen passiven Investitionen selbst am Steuer sitzen. Und vielleicht willst du trotz meiner Kritik auch in den DivDax investieren. Vielleicht siehst du hier auch mehr als ich oder aber gerade jetzt eine smarte Chance, um langfristig in diesen Dividendenindex zu investieren, der die Dividendenrendite an die erste Stelle setzt.

Letztlich solltest du dir aber der Schwächen dieses spezifischen Index bewusst sein. Sowie der Tatsache, dass es durchaus andere Indizes und ETFs gibt, die hier womöglich eine beständigere und stabilere Wahl sein könnten.

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