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Solaraktien: Ein weiteres Zeichen, das Mut macht

Foto: Getty Images

Die Solarindustrie wird von mehr oder weniger standardisierten Solarmodulen dominiert, deren Basistechnologie zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom fast überall ähnlich ist. Jedes Unternehmen hat eine etwas andere Struktur und Strategie, aber im Großen und Ganzen gilt: Wenn die Rohstoffpreise steigen und fallen, dann zeigt sich bei praktisch allen Herstellern ein Zusammenhang mit der Verbesserung oder Verschlechterung der Erträge. Wenn sich die Bedingungen also verbessern, dann ist es an der Zeit, mit steigenden Kursen bei Solaraktien zu rechnen.

Im Jahr 2019 war die Nachfrage nach Solarmodulen stark und gleichzeitig hielten sich die Preise für Solarmodule auf einem guten Niveau. Daraus ergeben sich gute Profite für die Industrie. Wenn du gerade dabei bist, irgendwo in die solare Lieferkette investieren zu wollen, dann ist jetzt vielleicht genau die richtige Zeit, um besonders zuversichtlich zu sein. Die jüngsten Ergebnisse von Canadian Solar (WKN: A0LCUY) zeigen genau warum.

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Die Solarmodulherstellung ist endlich ein gutes Geschäft geworden

Im zweiten Quartal 2019 erzielte das Modul- und Systemlösungsgeschäft von Canadian Solar – zu dem Herstellungs-, Betriebs- und Wartungsdienstleistungen sowie Systemkits gehören – einen Umsatz von 673,1 Mio. US-Dollar, eine Bruttomarge von 22,8 % und ein Betriebsergebnis von 58,4 Mio. US-Dollar. Die Margen lagen sogar im Einklang mit den 22,2 % des ersten Halbjahres, die für die Solarindustrie historisch sehr stark sind. Der Nettogewinn von 62,7 Mio. US-Dollar oder 1,04 US-Dollar pro Aktie ist ebenfalls eine enorme Verbesserung gegenüber den jahrelangen finanziellen Verlusten.

Neben den guten Ergebnissen sieht auch die Zukunft deutlich rosiger aus, etwa mit dem 1,8 Gigawatt (GW) schweren Modulabnahmevertrag mit EDF und einem weiteren Deal über 500 Megawatt (MW) mit Solarcentury in Spanien. Niedrige Zinssätze und die wettbewerbsfähigen Kosten von Solarenergie im Vergleich zu fossilen Brennstoffen führen weltweit zu einer höheren Nachfrage.

In jedem Produktionsbetrieb ist es wichtig, die Anlagennutzung so nah wie möglich an der 100-prozentigen Kapazität zu halten, um die Fixkosten zu verteilen und dann mit jedem Produkt so viel Umsatz wie möglich zu erzielen.

Auf der Kostenseite ist Canadian Solar mit einem Absatz von 2.143 MW im zweiten Quartal nahezu ausgelastet, verglichen mit einer maximalen Kapazität von 2.350 MW am Ende des Berichtszeitraums. Dieser Trend sollte sich fortsetzen, mit einer Prognose für die Lieferung von Modulen für das Gesamtjahr von 8,4 bis 8,5 GW.

Die Preise sind nicht gestiegen, aber sie sind auch nicht gesunken und das hat den Margen geholfen, da die Kosten pro Watt sinken. Laut Analysten von Wood Mackenzie und der Solar Energy Industries Association blieben die Preise für Multisiliziummodule in den USA im ersten Quartal (die neuesten verfügbaren Daten) konstant bei 0,36 US-Dollar. Mono-PERC-Module sanken um 1 Cent auf 0,40 US-Dollar pro Watt.

Mit steigendem Volumen, stabilen Solarpreisen und sinkenden Kosten pro Modul muss es derzeit großartig sein, ein Photovoltaikunternehmen zu sein.

Was wir von Canadian Solar lernen können

Es gibt eine Reihe von Dingen, die wir aus bereits zuvor veröffentlichten Berichten anderer Solarunternehmen lernen können. SunPower (WKN: A1JNM7) berichtete beispielsweise über bessere Ergebnisse als erwartet und gab einen optimistischen Ausblick. Bei First Solar (WKN: A0LEKM) sah es ähnlich aus. Sie haben allerdings Solarprodukte, die sich vom Wettbewerb abheben. Aber jetzt, da auch Canadian Solar eine starke Nachfrage und gute Margen gemeldet hat, können wir daraus schließen, dass sich das positive Gesamtbild entlang der gesamten Lieferkette fortsetzen wird, darunter Hersteller wie JinkoSolar (WKN: A0Q87R), Enphase Energy (WKN: A1JC82) und SolarEdge Technologies (WKN: A14QVM).

Die großen Hersteller der Photovoltaikbranche konsolidieren ihre Marktmacht. Darunter sind mit Canadian Solar, First Solar, SunPower und JinkoSolar vier der größten Modulhersteller, während Enphase und SolarEdge entscheidende Komponenten wie Wechselrichter und Leistungsoptimierer für die Industrie liefern. Wenn die Nachfrage in den Jahren 2019 und 2020 (wie es den Anschein hat) weiterhin stark ist, werden alle diese Aktien eine glänzende Zukunft haben – und die Solarindustrie könnte endlich ein Gewinner für Investoren sein.

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Travis Hoium besitzt Aktien von First Solar and SunPower. The Motley Fool empfiehlt First Solar.
Dieser Artikel erschien am 20.08.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschsprachigen Leser übersetzt.

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