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Steinhoff-Aktie: Gute Nachrichten, aber auch gut genug?

Foto: Getty Images

Trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen berichtet Steinhoff International (WKN: A14XB9) von angenehmem Umsatzwachstum. Das ist gut zu wissen. Ob es allerdings ausreicht, um das lecke Schiff wieder auf Vordermann zu bringen, ist eine andere Frage.

Alles Wichtige aus dem Update von Steinhoff

Zwischen den Finanzberichten informiert Steinhoff regelmäßig, wie es bei den operativen Töchtern läuft. Diese Publikationen sind deutlich erbaulicher, weil es immer auch schöne Erfolge bei der Weiterentwicklung der Töchter zu berichten gibt. Gerade die beiden Pepkors in Europa und dem südlichen Afrika sind ständig mit der Erweiterung ihrer Filialnetze beschäftigt, was sich natürlich auch in Umsatzsteigerungen ausdrückt.

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Das Geschäft mit preiswerten Dingen wie Kleidung, Lebensmittel und Dekoartikel läuft ausgezeichnet. Gleich um 27 % sind die Verkäufe von PEPCO, dem von Polen aus gesteuerten Teilkonzern von Pepkor Europe, gewachsen. Über die engere Verzahnung mit dem ebenfalls schnell expandierenden Poundland-Ableger Dealz ergeben sich zusätzliche Potenziale und Synergien dank der steigenden Einkaufsmacht.

Weniger toll ist die Leistung im Bereich der teureren Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Haushaltselektronik. Das Marktumfeld sei schwierig und man halte sein Geld zusammen. Investitionen würden nur sehr selektiv getätigt. Tatsächlich ist eher eine Kontraktion zu beobachten, wenn man zum Beispiel an die Pläne denkt, Conforama gesundzuschrumpfen.

Immerhin scheinen sich diese Bereiche im Moment zu stabilisieren. Die für ihr übertriebenes Zweigstellennetz bekannte Mattress Firm meldete einen nur geringen Umsatzrückgang von 4 %, obwohl 22 % der Standorte geschlossen wurden. Das spricht dafür, dass die US-Tochter wieder profitabel werden könnte und somit auch sichtbar zum Vermögen der Holding beitragen würde, selbst wenn dieser nur noch etwa die Hälfte davon gehört.

Wird das Steinhoff retten?

Der Plan besteht darin, über den Verkauf von Einzelteilen genug zu erlösen, um nicht nur einen Großteil der Schulden loszuwerden, sondern auch noch etwas Eigenkapital herüberzuretten. Wenn das gelingt und am Ende noch zumindest eine operative Tochter im Portfolio bleibt, dann könnte es die Keimzelle für ein neues Kapitel in der Steinhoff-Saga sein. Bis dahin liegt aber noch ein langer Weg vor dem Problemkonzern.

Aktuell steht der Verkauf der beiden britischen Möbelketten Harveys Furniture und Bensons for Beds an. Ob sich dabei ein guter Preis herausschlagen lässt? Der Verfall des Britischen Pfunds und die absehbare Schwäche der Nachfrage infolge des BREXIT sind jedenfalls nicht gerade förderlich. Bei Harveys gingen die Bestellungen um 9 % zurück über die letzten drei Quartale. Probleme mit zwei Zulieferern sowie einem neuen IT-System beeinträchtigten das Geschäft zusätzlich.

Entsprechend würde ich mal nicht mit einem großen Buchgewinn rechnen, der das Loch in der Bilanz füllen könnte. Allenfalls würde die stets knappe Liquidität zur Bedienung der Schulden wieder etwas verbessert. Davon haben Aktionäre allerdings nicht viel. Ich lasse mich jedoch gerne positiv überraschen. Bis Oktober soll es Neuigkeiten dazu geben.

Bis dahin wird vermutlich auch schon das nächste Verkaufsobjekt ins Schaufenster gestellt. Dem Eindruck nach werden die Gläubiger im aktuell komplizierten geopolitischen Umfeld zunehmend nervös und wollen dem Management nicht unbegrenzt Zeit geben, um den Wert der Töchter voll entfalten zu lassen.

Details machen den Unterschied

Um die Schulden zu bedienen, könnte es fast ausreichen, zügig alle Geschäftsbereiche zu veräußern. Die Fremdkapitalgeber hätten dann einen großen Kopfschmerz los. Damit allerdings auch für die Aktionäre etwas übrig bleibt, müsste mit Geduld das Beste aus jeder einzelnen Beteiligung herausgeholt werden. Deshalb werden wir sehr genau beobachten müssen, ob diese Interessen ausreichend berücksichtigt werden.

Dazu muss aber auch die Konjunktur mitspielen. Denn wenn die Krise zuschlägt und die Vermögenswerte sich reduzieren statt kontinuierlich zu wachsen, dann sieht es düster aus für die Steinhoff-Aktie. Vorerst sehe ich hier kaum Vervielfachungschancen, aber man soll auch nicht vorschnell urteilen: Dieses Unternehmen hat noch nicht alle Trümpfe aus der Hand gegeben.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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