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Krise?! Royal Dutch Shell hat inzwischen 5 Mrd. US-Dollar für eigene Aktien bezahlt!

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat in den vergangenen Tagen und Wochen doch recht deutlich an Wert eingebüßt. Bedingt durch eher durchwachsene Quartalszahlen verlor der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti zuletzt wieder den Anschluss an die 30-Euro-Marke und ringt gegenwärtig eher mit der 25-Euro-Marke. Eine doch recht verzwickte Entwicklung dieser Dividendenperle.

Zugegeben, auch die Ölpreise gaben zwischenzeitlich wieder ein wenig nach und kämpfen ebenfalls mit der 60-US-Dollar-Marke je Barrel Brent. Von der Rohstoffseite her besteht daher ein gewisser Druck.

Nichtsdestoweniger könnte einiges dafürsprechen, dass die Royal-Dutch-Shell-Aktie dennoch weit von einer Krise entfernt ist. Zumindest offenbart das aktuell ein Blick auf die üppigen Aktienrückkäufe dieser Kapitalrückführungsmaschine.

So viele Aktien hat Royal Dutch Shell in den vergangenen Monaten gekauft

Wie wir mit Blick auf die Investor-Relations-Seiten des britisch-niederländischen Öl- und Erdgasriesen nämlich feststellen können, waren die Rückkäufer in den vergangenen Wochen doch recht fleißig. In jedem Monat gibt es viele Tage, an denen eigene Aktien eingekauft und eingezogen worden sind. Hier schlich sich daher ein gewisses Maß an Beständigkeit ein.

Alleine aus Sicht der A-Aktie hat Royal Dutch Shell sehr, sehr deutlich zugegriffen. Seit Jahresbeginn belaufen sich hier die Aktienrückkäufe auf eine Aktienanzahl von sage und schreibe 192.717.710 Mio. Anteilsscheine. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 24,92 Euro (27.08.2019, maßgeblich für alle Kurse) je A-Aktie würde das einer Geldsumme von rund 4,8 Mrd. Euro entsprechen, wobei das Papier zwischenzeitlich bereits deutlich höher notierte und wir davon ausgehen können, dass sich der absolute Betrag hier auf einem höheren Level befinden dürfte.

Bemerkenswert ist zudem, dass Royal Dutch Shell im August auch wieder vermehrt bei der B-Aktie zugegriffen hat. Das erste Mal seit mehr als fünf Jahren wohlgemerkt, wobei der Öl- und Erdgasmulti insgesamt 7.967.741 Aktien dieser Gattung eingezogen hat, die bei einem aktuellen Kursniveau von 25,11 Euro einem Geldbetrag in Höhe von rund 200 Mio. Euro entsprechen würde. Somit hat Royal Dutch Shell unterm Strich in diesem Jahr eigene Aktien für mehr als 5 Mrd. Euro eingezogen, was definitiv nicht wenig ist.

Das bezwecken die Aktienrückkäufe

Der Sinn der Aktienrückkäufe ist hierbei natürlich einerseits sehr offensichtlich. Durch das Einziehen und Vernichten eigener Aktien wird der Anteil, den jeder Investor mit einer einzelnen Aktie hält, stets größer und die Ergebnisse verteilen sich auf weniger Anteilsscheine. Eine theoretische Grundlage, die inzwischen wohl den meisten Investoren geläufig sein dürfte.

Gerade aktuell machen die Aktienrückkäufe allerdings besonders Mut, denn sie symbolisieren trotz des schwächeren Zahlenwerks Normalität. Royal Dutch Shell kauft munter weiter Aktien, hat seine Aktivitäten augenscheinlich sogar im August im Nachgang der durchwachsenen Zahlen noch einmal erhöht. Es stimmt zuversichtlich, dass das Management noch immer eine attraktive Chance in der eigenen Aktie sieht. Und dass die Dividendenperle meilenweit von einer Krise entfernt sein dürfte.

Spannender Kapitalrückführungsmix

In meinen Augen bleibt die Aktie von Royal Dutch Shell daher interessant. Zudem winkt hier momentan bei der B-Aktie eine durchaus attraktive Dividendenrendite in Höhe von rund 6,7 % und die Aussicht auf weitere Aktienrückkäufe, die hier stützend wirken können. Vielleicht ist die aktuelle Schwächeperiode daher ein idealer Zeitpunkt, um sich dieses spannende Dividendenpapier einmal näher anzusehen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.