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Amazon will eine 10%ige Beteiligung an Indiens zweitgrößter Lebensmittelkette kaufen

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Amazon.com (WKN:906866) befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen, um bis zu 10 % der Anteile an der indischen Future Retail Ltd. zu erwerben (mit der Option, auch noch mehr zu kaufen), so ein Bericht von Bloomberg. Der Schritt ist ein Zeichen dafür, dass Amazon seine Präsenz in einem der am schnellsten wachsenden Einzelhandelsmärkte der Welt ausbauen will.
Future Retail ist eine Kette mit mehr als 900 Filialen in Indien und kontrolliert insgesamt neun Supermarktmarken. Das Unternehmen ist nach Produktumsatz die Nummer 2 im Land und wird auf rund 20 Mrd. Rupien (281 Mio. US-Dollar) Umsatz geschätzt. Big Bazaar, die Vorzeigemodellmarke der Einzelhändler, betreibt 239 Filialen in ganz Indien und die Übernahme würde Amazon eine große Hilfe bieten bei seinem wachsenden Geschäft mit der Lieferung von frischen Lebensmitteln in Indien.

Die Gespräche müssen noch abgeschlossen werden und die Transaktion könnte laut Bericht auch noch ins Stocken geraten oder verschoben werden. Dieser potenzielle Kauf ist jedoch ein weiterer Hinweis darauf, dass der E-Commerce-Weltmarktführer versucht, im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt eine größere Präsenz im Einzelhandel zu erreichen.

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Ein alternativer Schritt nach Indien

Das ist nicht der erste Schritt von Amazon, um sein Territorium bei den Verbrauchern der indischen Mittelklasse abzustecken. Der E-Commerce-Gigant lieferte sich Anfang letzten Jahres einen heftigen Kampf mit Walmart (WKN:860853) um die Mehrheitsbeteiligung an Indiens größtem Onlinehändler Flipkart. Walmart überbot Amazon und zahlte 16 Mrd. US-Dollar für eine 77-prozentige Beteiligung an dem digitalen Verkäufer.

Zum Zeitpunkt des Kaufs wurde geschätzt, dass Amazon im Erfolgsfall etwa 80 % des E-Commerce-Marktes in Indien kontrolliert hätte, was die Übernahme zu einem Muss für Walmart machte.

Ein wachsendes Interesse am physischen Einzelhandel

Amazon hat seine Präsenz an physischen Einzelhandelsstandorten ausgebaut. Die Übernahme von Whole Foods Market Ende 2017 für 13,7 Mrd. US-Dollar war der bisher größte Deal in diesem Bereich, aber Amazon hat auch noch eine Reihe kleinerer Schritte unternommen, die das wachsende Interesse des Unternehmens an dieser Branche signalisieren.

Anfang 2018 eröffnete der Konzern aus Seattle seinen ersten Amazon Go Store. Das Konzept ermöglicht es den Käufern, Artikel aus den Regalen zu nehmen und ihn zu verlassen, ohne an der Kasse stehen zu müssen. Käufer nutzen die Amazon-App, um Zugang zu erhalten, und der Shop ist mit Computererkennung, Gewichtssensoren und künstlicher Intelligenz ausgestattet, die ein digitales Kassensystem umsetzen, solange der Kunde im Shop ist.

Sobald er ihn verlässt, werden die Einkäufe vom Kundenkonto abgebucht. Das Unternehmen betreibt derzeit insgesamt 15 Amazon Go Stores in Großstädten wie Chicago, New York, San Francisco und Seattle.

Amazon ließ bereits Ende 2015 aufmerken, als der Onlinehändler den ersten Standort von Amazon Books eröffnete. Die Ironie daran entging den Anlegern nicht, da das Unternehmen mit seinen Anfängen als Onlinebuchhändler 1994 das Geschäftsmodell der Buchhandlungen stark gestört hat. Die Standorte dienen nicht nur zum Buchverkauf, sondern auch als Anlaufstelle für eine Vielzahl von Amazon-Elektronikprodukten, und ermutigen die Käufer, Prime-Mitglieder zu werden.

Das Unternehmen experimentiert auch mit stationären Amazon-4-Star-Läden, die nur die Topseller von seiner Website – jeder bewertet mit vier Sternen oder höher – sowie neue oder trendige Artikel führen. Der Shop bietet eine Liste von sorgfältig kuratierten Artikeln, die in Kategorien wie „Most Wished-For“, „Trending“ und „Frequently Bought Together“ sowie „Amazon Exclusives“ zusammengefasst sind – zweifellos ein Spiegelbild der Informationsquellen, die Amazon im Hinblick auf seine Kunden besitzt. Das Unternehmen verfügt derzeit über drei dieser Standorte.

Anfang dieses Jahres beendete Amazon seinen mehrjährigen Ausflug in die Pop-up-Kioske. Das Unternehmen betrieb rund 87 Standorte, die sich in Einkaufszentren, Kohl’s Einzelhandelsgeschäften und Whole Foods Markets befanden. Die Pop-up-Stores ermöglichten den Kunden praktische Erfahrungen mit vielen der beliebten elektronischen Produkte von Amazon, darunter Echo Smart Speakers, Kindle Reader und Fire Tablets, und machten sie gleichzeitig mit Prime Video und Amazons Hörbuchangeboten vertraut.

Eine neue Strategie

Amazon hat immer die langfristige Perspektive und dieser jüngste Schritt in Richtung physische Geschäfte in Indien sollte niemanden überraschen, der die Strategie des Unternehmens in den letzten Jahren verfolgt hat. Nachdem das bereits in den USA mit der Übernahme von Whole Foods Market geglückt ist, liegt es nahe, dass Amazon einen ähnlichen Ansatz verfolgt, um seine Ziele in Indien zu erreichen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 13.08.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

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