The Motley Fool

Oh nein! Die meisten Marktteilnehmer haben Angst, aber du solltest keine haben!

Wow, zurzeit hat es unser deutscher Leitindex nicht einfach! Der DAX, der den Juli noch bei 12.189 Punkten beendet hat, ist in der Zwischenzeit immerhin um über 600 Punkte in die Tiefe gesaust (Schlusskurs vom 15.08.2019) und hat die für viele Anleger psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten mit Karacho durchbrochen. Auch andere Indizes haben es momentan nicht einfach, aber lass uns weniger Zeit damit verbringen, die Kursverluste zu betrachten, sondern widmen wir uns den Chancen, die diese Marktgegebenheiten für Foolishe Anleger haben.

Bekanntermaßen liegt der Gewinn im Einkauf, und daher sollte es langfristig orientierte Anleger, die in Unternehmen und nicht bloß in Kursmarken investieren, sehr erfreuen, dass es momentan einige gute Unternehmen zu regelrechten Discountpreisen zu kaufen gibt. Während viele Investoren den Panikverkäufen verfallen sind und ihre Aktienpakete auf den Markt werfen, möchte ich an dieser Stelle noch ein sehr schlaues Zitat von Altmeister Warren Buffett erwähnen:

Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.

Genau das sollten wir als langfristig orientierte Investoren tun: gierig sein, wenn andere es nicht sind. Schauen wir uns im Folgenden einmal an, welche Gründe für diese Unruhen an den Märkten sorgen und wie Foolishe Anleger clever damit umgehen können, um davon zu profitieren.

Viele verschiedene Unruhefaktoren

Vergangene Woche grassierten Schlagzeilen über die inverse Zinskurve in den Wirtschaftsmedien und daraufhin kam es zu deutlichen Ausverkäufen – aus Angst vor einer drohenden Rezession.

Die inverse Zinskurve beschreibt nämlich die Situation, wenn es an den Anleihemärkten für kurzfristige Anleihen höhere Zinsen gibt als für langfristige. Das ist deswegen so beunruhigend, weil Investoren in der Regel für eine langfristige Bindung ihres Kapitals eben eine höhere Rendite erwarten. Auch Banken kommen durch diese Situation in eine Schieflage, denn sie leihen sich in der Regel kurzfristig Geld (zum Beispiel jedes Mal, wenn Geld auf deinem Bankkonto eingeht) und verleihen es langfristig. Sinken die langfristigen Renditen, wirkt sich das negativ auf die Zinsgeschäfte der Banken aus. Die ja ohnehin, zumindest im europäischen Raum, dank der Europäischen Zentralbank nicht sonderlich großartig laufen.

Im Handelskrieg zwischen den USA und China gibt es im Moment mehr Tiefen als Höhen und jeder Tweet des US-Präsidenten, der nicht auf eine Erholung der Handelskonflikte hindeutet, scheint negative Auswirkungen auf die Weltmärkte zu haben. Ganz nebenbei hält der Brexit (ja, das Kapitel ist immer noch nicht abgeschlossen) weitere Anspannungen bereit und sorgt für unkalkulierbare Risiken. Und wie wir wissen, ist jede Form von Unsicherheit und Risiko Gift für die weltweiten Aktienmärkte.

Warum man trotzdem keine Angst zu haben braucht

Wenn man einen kühlen Kopf bewahrt und sich nicht von der Panik anstecken lässt, kann man als Foolisher Anleger durchaus von diesen unruhigen Zeiten profitieren und steht dann bereits nach ein paar Jahren als Gewinner da. Dazu ist im Grunde genommen gar nicht so viel notwendig, wenn man weiß, wie.

Falls man gut gelaufene Risikopositionen im Depot hat, wäre es eine Überlegung wert, sich von diesen zu trennen, um Cash aufzubauen. Ich meine im Übrigen nicht, dass man sich von Unternehmensanteilen trennen sollte, von denen man überzeugt ist, dass diese langfristig marktschlagende Renditen erreichen werden. Es geht vielmehr um unsichere Turnaround-Kandidaten, ausfallgefährdete Anleihen und ähnliche Geldanlagen.

Mit dem gesammelten Cash-Polster kann man sich dann in Ruhe zurücklehnen und abwarten, wie sich die Kurse entwickeln. Idealerweise hat man bereits seine Watchlist überarbeitet, Unternehmen herausgesucht, von denen man eine goldene Zukunft erwartet, und sich eine Strategie für die (Zu-)Käufe überlegt. Es wäre Unfoolish zu versuchen, den Markt zu timen, um am absoluten Tiefpunkt einzusteigen.

Ich zum Beispiel überlege mir, wie viel Stück ich von welcher Aktie zu welchem Kurs kaufen möchte. Fällt die Aktie auf den zuvor festgesetzten Kurs, investiere ich einen vorher festgelegten Betrag. Im weiteren Verlauf beobachte ich, ob die Aktie auf die nennen wir sie zweite Station, fällt. Hier kaufe ich erneut die gleiche Stückzahl, jedoch aufgrund des weiteren Kursverfalls je Aktie günstiger. So geht man sicher, bei seiner Wunschaktie investiert zu sein, aber greift verschiedene Kursmarken auf und verbilligt dadurch im Optimalfall seinen Einstiegswert erheblich.

Fazit

Ich bin mir sicher, dass jeder Anleger seine eigene Strategie für eine mögliche Rezession hat. Mein Beispiel ist nur eine Möglichkeit, wie man vorgehen kann. In jedem Fall sollte man sich aber bereits jetzt, bei fallenden Kursen, Gedanken machen, wie man vorgehen möchte, um dann nicht unvorbereitet zu sein, falls tatsächlich ein Crash eintreten sollte. Denn eine solche Gelegenheit zu verpassen wäre sehr schade, denn für smarte Investoren lauern hier die größten Chancen auf atemberaubende Renditen.

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