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Geely, Tesla oder Volkswagen – auf der Suche nach der interessantesten Autoaktie

Volkswagens Atlas-SUV. Bildquelle: VOLKSWAGEN

Auf der Suche nach der interessantesten Autoaktie der Welt ist keiner von uns drei Fools bei BMW oder Daimler gelandet – nein, unsere Favoriten kommen aus aller Herren Länder! Wenn du wissen willst, welche Autoaktien wir derzeit ganz oben sehen, dann lies einfach weiter und erfahre, welche Hersteller Ralf, Thomas und Vince heute am liebsten mögen!

VW – der Champion zieht durch

Ralf Anders: Lange Zeit war ich nicht sicher, ob Volkswagen (WKN: 766403) sich unter den rapide ändernden Marktbedingungen wird behaupten können. Die Nachwehen des Dieselskandals lasteten noch auf der Bilanz, das Image war angekratzt und eine Phalanx aus IT-Giganten, innovativen Start-ups und China-Preisbrechern machte sich auf den Weg, um die etablierten Champions zu entthronen. Erinnerungen an den Japanschock aus den frühen 80er-Jahren kamen hoch, als der Konzern auf die harte Tour neue Vokabeln wie Kanban und Kaizen lernen musste.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Hinzu kam, dass die Digitalstrategie bis vor Kurzem noch ziemlich konfus aussah, die Technologieposition beim autonomen Fahren sich eher im hinteren Mittelfeld bewegte und sichtbare Erfolge bei elektrifizierten Fahrzeugen weitgehend ausblieben. Aber über die letzten beiden Jahre hat sich eine Menge getan. Beherzte Schritte in Richtung eigener Batteriekompetenz, das Vorantreiben des Elektrobaukastens, eine Straffung der Digitalaktivitäten und die Autonomieallianz mit Ford (WKN: 502391) bringen die Wolfsburger in eine ausgezeichnete Ausgangsposition auf allen Ebenen.

Bereits letztes Jahr hatte ich geschrieben, dass es nichts bringt, sich an Tesla heranpirschen zu wollen. Herausforderer, die so vorgehen, kannibalisieren sich nur gegenseitig, während Tesla immer wieder den Standard setzen kann. Wer den Pionier schlagen will, der muss mit aller Gewalt vorbeipreschen – und das ist genau das, was VW offenbar vorhat. Über die kommenden Jahre werden wir eine beispiellose Produktoffensive über alle Marken hinweg sehen, vom Ducati Elettrico und günstigen Elektrokleinwagen über sportliche Oberklassestromer bis hin zu batteriebetriebenen Bussen und Nutzfahrzeugen.

Milliardenschwere Investitionen in die Forschung und Entwicklung sollten dabei sicherstellen, dass die Leistung zur Spitze gehört, während die bewährte Fertigungstechnik für niedrige Kosten sorgt. Begleitet wird das Ganze von einer umfassenden Marketing-Kampagne über alle Kontinente hinweg. Mit dem Rekordjäger ID R geht es nun nach China, um die furchteinflößenden Serpentinen der Tianmen Shan Big Gate Road hochzujagen. Spektakuläre Bilder sind da garantiert.

Während es bei Elektro, Digital und Autonomie durchaus noch das eine oder andere zu beweisen gibt, ist VW im konventionellen Geschäft über alle Zweifel erhaben. Die letzten Quartalsergebnisse waren erneut beeindruckend. Wo Konkurrenten und Zulieferer zuhauf ihre Jahresplanungen zusammenstreichen, geht VW unbeirrt weiter voran. Viele Gründe also, diese Aktie unter den Automotive-Titeln zu favorisieren, oder was meint ihr beiden?

Geely – langfristig orientiert und hochprofitabel

Thomas Brantl: Ralf, das hört sich wirklich gut an, was VW da versucht auf die Beine zu stellen. Ich glaube aber trotzdem, dass Geely (WKN: A0CACX) die interessanteste Autoaktie ist, die man sich derzeit ins Depot legen kann!

Zum einen verfügt Geely über einen echten Vorzeigeunternehmer an der Aufsichtsratsspitze: Li Shu Fu gründete Geely praktisch aus dem Nichts, baute unter schwierigsten Umständen eine funktionierende Automobilproduktion auf und führte das Unternehmen an die Spitze des chinesischen Automobilbaues.

Warum mir das so wichtig ist? Ganz einfach: Li Shu Fu hat praktisch sein ganzes Leben in Geely gesteckt – er wird nur das Beste für sein „Baby“ wollen. Und zwar langfristig gesehen! Genau das lieben wir Fools – wir wollen in Unternehmen investieren, denen ein langfristig denkendes Management vorsteht. Und das ist bei Geely meiner Meinung nach absolut der Fall – und bei VW?

Na ja, hier habe ich eher den Eindruck, dass der Betriebsrat die Richtung vorgibt – nicht der CEO (der ohnehin alle paar Jahre ausgewechselt wird). Keine Frage – da bevorzuge ich eindeutig die Konstellation à la Geely.

Zum anderen ist Geely hochprofitabel – selbst im relativ schwachen letzten Geschäftsjahr erwirtschafteten die Chinesen eine Vorsteuermarge von 14 % – ein Wert, von dem man bei Volkswagen allenfalls träumen kann. In meinen Augen spricht diese außergewöhnlich hohe Rentabilität vor allem für eine niedrige Kostenstruktur. Sie zeigt aber auch, dass Geely seine Autos nicht zu Kampfpreisen verschleudern muss.

Geely verfügt damit in meinen Augen über ein hervorragendes Management und ist gleichzeitig – trotz Krise am chinesischen Automarkt – hochprofitabel.

Diese wunderbare Konstellation sehe ich derzeit bei keinem anderen Autohersteller, insbesondere nicht bei VW. Doch vielleicht kann Vince mich ja mit Tesla (WKN: A1CX3T) eines besseren belehren – Vince, dein Zug!

Tesla – 3 gewaltige Vorteile werden die Aktie pushen

Vincent Uhr: Ich war innerhalb der vergangenen Jahre kein sonderlich großer Freund der Tesla-Aktie. Zu ungewiss schienen mir zwischenzeitlich die Aussichten. Zu unsicher der Markt, zu impulsiv Elon Musk selbst. Allmählich fange ich jedoch an, meinen Standpunkt zu überdenken, denn Tesla könnte durchaus gewisse Vorzüge besitzen, von denen andere Elektroautoproduzenten nur träumen können.

Ein ganz wesentlicher Vorteil, der jedoch eher unterbewusst wirken dürfte, ist die ständige mediale Aufmerksamkeit rund um Tesla und Elon Musk. Schläft der Tesla-Chef unterm Schreibtisch, wird darüber berichtet, werden Absatzziele nicht eingehalten, wird darüber berichtet, meint ein Kritiker, das Model S, Y, X oder 3 auf Herz und Nieren zu überprüfen, macht das Schlagzeilen. Vielleicht wird Tesla-Chef Musk irgendwann auch einmal in seiner Fabrik pupsen und wir werden hierüber auf dem Laufenden gehalten. All das könnte jedoch dazu führen, dass Tesla sich immer weiter in den Köpfen der Verbraucher festsetzt und die Marke konsequent gepusht wird. Ohne dass wir das aktiv mitbekommen.

Zudem hat Tesla mit Musk gewiss einen Managementvorteil. Man liest zwar hin und wieder, dass der Tesla-Kopf immer wieder überfordert zu sein scheint, allerdings hat er bislang jede Krise gewuppt und jeden Stolperstein aus dem Weg räumen können. Denn, immerhin, Tesla lebt noch immer und macht auch weiterhin mit seinen ambitionierten Prognosen auf sich aufmerksam, die in meinen Augen möglicherweise eine gewisse Gegenprovokation zu all den Schlagzeilen sein könnte.

Zu guter Letzt könnte aus all dem Hass und all den Kritikern langfristig eine Gegenbewegung aus einem euphorischen, loyalen Kundenkreis hervorgehen. Apple wurde beispielsweise zu Anfang für seine iPhones von Microsoft belächelt, nun ist Steve Ballmer, der damalige Microsoft-Manager, jedoch derjenige, der lieber kleine Brötchen backen sollte. Denn der in den sozialen Medien oft als Monkey Boy bezeichnete Funktionär hat mit seiner Prognose zu Apples Kultprodukt definitiv danebengelegen und Apple hat inzwischen eine gewaltige Fan-Base in seinem Ökosystem geschaffen. Vielleicht wird es vielen Tesla-Kritikern einmal ähnlich ergehen, wenn sich auch bei Tesla bei all der Schwarzmalerei ein loyaler Kundenstamm entwickelt.

Auch wenn VW und Geely daher vielleicht klarere Treiber besitzen und Tesla weiterhin die berühmte, aber auch problembehaftete Aktie bleiben wird, könnte hieraus letztlich ein visionärer Platzhirsch mit Überraschungspotenzial hervorgehen. Zumindest fange ich inzwischen an, mich mit einer solchen Fantasie bei der Tesla-Aktie anzufreunden.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. Thomas Brantl besitzt Aktien von Apple, Daimler und Geely. Vincent besitzt Aktien von Apple und BMW. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Microsoft und Tesla. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple und Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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