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2 wichtige Dinge aus dem Quartalsbericht von Amazon, die die Investoren kennen sollten

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Amazon (WKN:906866) veröffentlichte am 22. Juli den Bericht zum zweiten Quartal 2019, den viele Investoren wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen betrachten.

Der Umsatz des E-Commerce- und Cloud-Computing-Giganten stieg im Jahresvergleich um 20 % auf 63,4 Mrd. US-Dollar – eine Mrd. US-Dollar mehr, als die Wall Street erwartet hatte. Der Gewinn pro Aktie (EPS) stieg jedoch nur um 3 % auf 5,22 US-Dollar und lag damit unter der Konsensschätzung von 5,75 US-Dollar.

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Die Aktie fiel am Freitag um 1,6 %, was darauf zurückzuführen ist, dass die Gewinnerwartung nicht erreicht wurde und dass der Ausblick für das operative Ergebnis im dritten Quartal niedriger ausfiel, als von den Analysten erwartet.

Die Quartalsberichte erzählen nur einen Teil der Geschichte. Hier sind zwei wichtige Dinge, die das Management während der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal sagte, die man wissen sollte.

Die Anzahl von eintägigen Prime-Lieferungen ist gestiegen

Aus den Kommentaren des CFO Brian Olsavsky:

Wir sind sehr zufrieden mit der Kundenreaktion auf die Lieferung innerhalb eines Tages. Im zweiten Quartal hatten wir einen deutlichen Anstieg der eintägigen Lieferungen, vor allem in Nordamerika, und die Anzahl der eintägigen Lieferungen beschleunigte sich im Laufe des Quartals…

Wir sind auf halber Strecke. Wir gehen davon aus, dass die Anzahl von Waren, die für die eintägige Lieferung angeboten werden, sowie die Verfügbarkeit für die nächsten Quartale sowohl in Nordamerika als auch im Ausland weiter zunehmen wird. Das internationale [eintägige Versandvolumen] stieg im zweiten Quartal leicht an, doch die Verbesserung der Liefergeschwindigkeiten wird größtenteils in den kommenden Quartalen erfolgen.

Im zweiten Quartal begann das Unternehmen damit, die Hauptvorteile der kostenlosen Prime-Lieferung von zwei Tagen auf einen Tag zu upgraden. Die Unternehmensleitung sagte, dass sich diese Aktion, die sich auf mehrere Quartale erstreckt, bereits positiv auf das Umsatzwachstum ausgewirkt hat. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 20 % gegenüber dem Vorjahr, was eine Beschleunigung von der 17-prozentigen Wachstumsrate im ersten Quartal bedeutet.

Natürlich belasten die Kosten für dieses Großprojekt die laufenden Gewinne. Amazon gab im Quartal etwas mehr als 800 Mio. US-Dollar für dieses Projekt aus. Das war der Hauptgrund für das schwache Wachstum – 3 % im Jahresvergleich – des gesamten operativen Ergebnisses und der Grund für den Gewinnrückgang im Segment Nordamerika um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal sagte Olsavsky, dass sich die Kosten für das Prime Delivery-Upgrade von 800 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal noch beschleunigen werden. Diese anhaltenden Kosten sind der Hauptgrund dafür, dass der Ausblick für das operative Ergebnis im dritten Quartal geringer ausfiel, als von vielen erwartet. Für das dritte Quartal schätzte das Management das operative Ergebnis im Bereich von 2,1 Mrd. bis 3,1 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 16 % bis 43 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Verzicht auf einige kurzfristige Gewinne, um Geld für die Projekte zur Förderung des langfristigen Wachstums auszugeben, ist für Amazon nichts Neues. Das ist tatsächlich die übliche Strategie, und bisher hat sie sich für das Unternehmen und seine Investoren sehr gut bewährt.

Positive Ereignisse in Indien

Aus Olsavskys Kommentaren:

In Indien sehen wir weiterhin ein Wachstum der Programme sowohl für unsere Verkäufer als auch für unsere Lieferpartner. In den letzten 18 Monaten haben wir die Zahl der zahlenden Prime-Mitglieder verdoppelt….

Unsere Kooperation mit der indischen Regierung gibt uns Anlass zu Optimismus, wenn es darum geht, Partnerschaften einzugehen und zusammenzuarbeiten, um eine stabile, vorhersehbare Politik zu verfolgen, die es uns ermöglicht, weiterhin in unsere Technologie und Infrastruktur zu investieren. Sie hilft uns auch, Arbeitsplätze zu schaffen und lokale Unternehmen zu erschließen.

Die indische Regierung hat kürzlich die Vorschriften für ausländische Direktinvestitionen (FDI) in E-Commerce-Plattformen angepasst, um kleineren Einzelhändlern zu helfen, besser mit Amazon und Wal-Marts Flipkart zu konkurrieren, die auf dem indischen E-Commerce-Markt fast ein Duopol haben.

Obwohl diese Änderungen der Vorschriften es für Amazon schwieriger machen, auf dem indischen Markt zu wachsen, hat das Unternehmen einige deutliche Fortschritte gemacht, wie Olsavsky sagte. Das ist natürlich ein großes Plus, denn mit rund 1,3 Mrd. Einwohnern ist Indien das zweitgrößte Land der Welt, hinter China mit rund 1,4 Mrd. Menschen. Obwohl Indien ein Entwicklungsland mit niedrigem Pro-Kopf-Einnahmen ist, gehen nach wie vor große Menschenströme in die Mittelschicht über, und diese Dynamik wird sich voraussichtlich fortsetzen.

Olsavsky sagte, dass Amazon viel Geld in das globale Verkaufsprogramm investiert hat, „das den indischen Verkäufern hilft, nicht nur Kunden in Indien, sondern auch in anderen Regionen der Welt zu erreichen“. Er sagte außerdem, dass das Unternehmen „Amazon Flex in Indien eingeführt hat, was unseren lokalen Partnern hilft, Pakete zu liefern, ihnen Arbeitsplätze verschafft, unsere Lieferkapazität für Verkäufer und unsere Liefergeschwindigkeit erhöht. Es ist also eine Win-Win-Situation.“

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 31.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

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