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Royal-Dutch-Shell-Aktie nach Gewinneinbruch: Oh Schreck, jetzt auch noch das!

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Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) macht gegenwärtig keine einfache Zeit durch. Bedingt durch durchwachsene Zahlen und schwächere Ölpreise sank der Kurs in den vergangenen Tagen zeitweise sogar zweistellig. Ein durchaus interessantes Niveau, das die Dividendenperle langfristig womöglich wieder interessant werden lassen könnte.

Kurz- bis mittelfristig scheinen sich die Aussichten hingegen weiterhin zu verdüstern, wie nun ein Ausblick auf den globalen Ölmarkt offenbart. Schauen wir mal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten, oder ob hier viel Lärm um Nix gemacht wird.

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Eine leicht eingebrochene Prognose der IEA

Wie aktuelle Meldungen derzeit nahelegen, scheint die Internationale Energieagentur (IEA) gegenwärtig etwas skeptischer auf die globalen Ölmärkte zu blicken. Zumindest scheint eine jüngst bekannt gewordene, angepasste Prognose eine solche Annahme durchaus zu rechtfertigen.

Da zwischen Januar und Mai des aktuellen Jahres der globale Ölverbrauch lediglich um 520.000 Barrel pro Tag gestiegen sei, habe man nun quasi die Prognosen für die kommenden Jahre angepasst. Demnach würde die Ölnachfrage in diesem Jahr um 1,1 Mio. Barrel pro Tag ansteigen, was einer Verschlechterung um 100.000 Einheiten im Vergleich zur vorherigen Prognose entsprechen würde. Für das kommende Jahr werde hingegen mit einer steigenden Nachfrage in Höhe von 1,3 Mio. Barrel täglich gerechnet, was hier einer Kürzung von 50.000 Barrel pro Tag entspricht.

Natürlich, einerseits eine durchaus pessimistische Sichtweise auf die globale Ölnachfrage. Wie ein aktueller Blick auf gängige Ölnotierungen gegenwärtig offenbart, scheint ein großer Teil eines solchen Ausblicks jedoch bereits eingepreist zu sein.

Hm. Eigentlich ein solider Ausblick … oder?

Sowohl Brent als auch WTI haben im Nachgang dieser Meldung nämlich beide leicht zulegen können, was wohl auch diesem insgesamt doch recht soliden Ausblick geschuldet sein könnte. Sowie der Skepsis der Marktteilnehmer, die sich innerhalb der vergangenen Tage bereits entladen hat.

Sowohl Brent als auch WTI sind in den letzten Tagen in Anbetracht des weiterhin schwelenden Handelskonflikts deutlich gefallen. Dieses weltbewegende Thema hat in den vergangenen Wochen und Monaten sowieso bereits die Unsicherheit bezüglich einer nachlassenden Wirtschaftsleistung geschürt. Und auch die Aussichten im Ölmarkt weiter eingetrübt.

Dass die IEA nun ihre eigenen Prognosen in diesen bewegenden Zeiten so marginal gekürzt hat und weiterhin mit einer starken und wachsenden Nachfrage rechnet, scheint viele Marktteilnehmer zumindest für den Moment wieder ein wenig zu beruhigen. Und zeigt zudem, dass sich im Ölmarkt in den vergangenen Tagen und Wochen vielleicht ein Quäntchen zu viel Pessimismus breitzumachen schien.

Die Nachfrage wächst, das ist entscheidend!

Dass die Nachfrage somit weiter wächst, könnte daher unterm Strich die entscheidende Botschaft für alle Ölaktien wie Royal Dutch Shell und Co. sein. Viele haben hier wohl inzwischen Schlimmeres befürchtet. Angesichts eines Nachfragewachstums in Höhe von 1,1 Mio. Barrel pro Tag in diesem Jahr sowie 1,3 Mio. Barrel im kommenden Jahr und der marginalen Anpassungen scheint hier jedoch nach wie vor vieles im Lot zu sein.

Wer weiß, vielleicht könnte die Aktie von Royal Dutch Shell daher im Moment ja einen besonderen Blick wert sein, da das Papier in den vergangenen Tagen sowie der durch Rückstellungen belasteten Zahlen besonders tief eingebrochen ist.

Eine Frage, über die man zumindest als Dividendenjäger einmal nachgedacht haben sollte. Denn die B-Aktie zu einem Aktienkurs von 25,40 Euro (09.08.2019) gab es das letzte Mal vor über einem halben Jahr. Wer weiß, wann wir ein solches Niveau wiedersehen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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