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Warum die Cannabis-Blase nicht wirklich geplatzt ist

Foto: Getty Images

Die Pot-Aktien haben in den letzten Monaten einen deutlichen Abschwung erlebt. Schau dir nur die fünf größten kanadischen Cannabis-Produzenten an. Die Aktien von Canopy Growth (WKN:A140QA), Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Cronos Group (WKN:A2DMQY), Tilray (WKN:A2JQSC) und Aphria (WKN:A12HM0) liegen alle mehr als 30 % unter ihren Höchstständen zu Beginn des Jahres.

Mein Kollege George Budwell hat erst vor kurzem geschrieben, dass „die Marihuana-Aktienblase offiziell geplatzt ist“. Doch ist sie das wirklich? Das glaube ich nicht – mindestens nicht in dem Sinne, wie viele Investoren denken, wie eine Aktienblase platzt. Hier erfährst du, warum.

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Es war schon mal schlimmer

Das wahrscheinlich Wichtigste ist, dass alle Top-Pot-Aktien schlimmere Rückgänge erlebt haben als das, was sie gerade erleben. Man muss nicht mal sehr weit zurückgehen, um zu sehen, dass das wahr ist. Wirf einen Blick auf die folgende Grafik, die die prozentualen Rückgänge von den Höchstständen der führenden kanadischen Cannabis-Aktien im Jahr 2018 darstellt.

CGC Chart

Daten von YCharts.

Mit Ausnahme von Cronos Group beendeten alle vier anderen kanadischen Top-Pot-Aktien das vergangene Jahr mehr als 50 % unter ihren Höchstständen. Während eines Teils des Jahres lag Cronos mehr als 40 % unter den Höchstständen. Jeder der fünf größten kanadischen Cannabis-Produzenten nach Marktkapitalisierung erlebte im Jahr 2018 einen stärkeren Rückgang als im Jahr 2019.

Doch es gibt noch etwas anderes, das du wissen solltest. Drei der fünf Top-Aktien – Canopy Growth, Aurora und Cronos – sind in diesem Jahr trotz der starken Rückgänge in den letzten Monaten immer noch um fast 30 % oder mehr gestiegen. Aphria ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, jedoch nur geringfügig. Tilray ist das einzige Mitglied der „Big Five“, das ein hartes Jahr 2019 erlebt.

Die langfristigen Perspektiven haben sich nicht verändert

Lass uns die Schwankungen für eine Minute beiseite lassen. In Wirklichkeit haben sich die langfristigen Perspektiven für Canopy Growth, Aurora, Cronos, Tilray und Aphria nicht geändert.

Sicher, der kanadische Markt für Freizeit-Marihuana für Erwachsene hat einige Schwierigkeiten erlebt. Die Eröffnung von Einzelhandelsstandorten lief nicht so schnell wie erhofft. Die Versorgungsengpässe waren problematisch. Doch das sind nur vorübergehende Probleme. Soweit ich weiß, hat kein Industriebeobachter seine langfristigen Prognosen für den kanadischen Cannabis-Markt gesenkt.

Aktuell haben mehrere Analysten ihre Schätzungen darüber, wie groß der globale Cannabis-Markt sein wird, erhöht. Vivien Azer von Cowen prognostiziert, dass der Markt bis 2030 75 Mrd. US-Dollar erreichen wird. Der Analyst von Jefferies Owen Bennett glaubt, dass der globale Cannabis-Markt in Zukunft einen Jahresumsatz von 130 Mrd. US-Dollar erreichen könnte.

Wenn diese Vorhersagen auch nur annähernd anzeigen, wie groß der Cannabis-Markt sein wird, gibt es einen ziemlich guten Grund, warum die Cannabis-Blase nicht geplatzt ist, weil es überhaupt keine Blase gab. Eine Aktienblase entsteht per Definition, wenn die Aktienkurse deutlich über ihren wahren Werten liegen. Die besten kanadischen Cannabis-Produzenten wurden aufgrund der potenziellen Marktgröße wohl nicht überbewertet.

Nehmen wir zum Beispiel Canopy Growth. Das Unternehmen ist bei weitem die größte Cannabis-Aktie in Bezug auf die Marktkapitalisierung. Nehmen wir an, dass Canopy 10 % des globalen Cannabis-Marktes erobern könnte, der bis 2030 jährlich 75 Mrd. US-Dollar einbringt. Bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von fünf sollte Canopy eine Marktkapitalisierung von mehr als 37 Mrd. US-Dollar haben, wenn das Unternehmen einen Jahresumsatz von 7,5 Mrd. US-Dollar erzielt. Die Marktkapitalisierung liegt heute bei rund 12 Mrd. US-Dollar.

Außerdem, obwohl George denkt, dass es eine Marihuana-Aktienblase gab und dass sie jetzt geplatzt ist, hat er immer noch eine positive Sicht auf die langfristigen Perspektiven der Branche. Er schrieb: „Die legale Marihuana-Industrie hat eindeutig den Weg zum „Big Weed“ eingeschlagen – ein starker Trend, der sich wahrscheinlich als unumkehrbar erweisen wird.“ Er hat völlig Recht.

Rechtliche Bedenken

Es gibt berechtigte Bedenken, dass der globale Cannabis-Markt nicht so schnell wachsen könnte, wie die Analysten erwarten. Es ist möglich, dass die USA, die als größter Cannabis-Markt der Welt gelten, die Bundesgesetze nicht in einer Weise ändern, die es den führenden kanadischen Cannabis-Produzenten ermöglicht, in den US-Markt einzusteigen.

Ich mache den Investoren keinen Vorwurf, dass sie sich Sorgen um die Führung einiger Cannabis-Unternehmen machen. Der Co-CEO von Canopy Growth Bruce Linton wurde auch deshalb entlassen, weil er sich nicht genug auf das Endergebnis für Canopys großen Partner und Aktionär Constellation Brands konzentrierte. Aphrias CEO Vic Neufeld gab seine Führungsposition auf, nachdem sein Unternehmen gegen die Anschuldigungen kämpfte, für eine Übernahme extrem viel gezahlt zu haben. CannTrust trennte sich von CEO Peter Aceto, nachdem das Unternehmen wegen des Anbaus von Cannabis in unlizenzierten Räumen in die Kritik geraten war.

Diese Probleme, zusammen mit den Befürchtungen, dass der kanadische Markt für Freizeit-Marihuana nicht so schnell wächst wie erwartet, haben zu einem allgemeinen Misstrauen beigetragen. Doch dieses Misstrauen wird nicht ewig anhalten. Wenn die Geschichte ein Vorbild ist, wird das auch nicht sehr lange dauern.

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Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 28.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt CannTrust Holdings und Constellation Brands.

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