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3 universelle, 19 Jahre alte Börsenweisheiten, die jeden Investor besser machen!

Foto: Getty Images

Als ich vor einigen Tagen mal wieder ein wenig recherchiert habe, bin ich auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen. Ein Artikel von der US-amerikanischen Seite von The Motley Fool, der von einem Autor namens Matt Richey verfasst worden ist. Ein Name, den ich nicht großartig kenne oder aber vielleicht gar nicht kennen kann, denn immerhin ist der Artikel fast zwei Jahrzehnte alt.

Um ein Gespür für die damalige Börsenzeit quasi nach der Dotcom-Blase zu bekommen, habe ich ihn aber dennoch gelesen. Ein Artikel, wie gesagt, der fast zwanzig Jahre alt ist, datiert auf den 2. November des Jahres 2000.

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Vollkommen unerwartet konnte ich trotz einiger antiker und inzwischen verschwundener Börsenstars dieses Jahrzehnts schlaue Ratschläge finden, die auch heute noch ihre Gültigkeit haben. Lass uns daher einen Foolishen Blick auf drei wichtige und garantiert auch in weiteren zwanzig Jahren noch gültige Börsenweisheiten werfen.

Die wichtigsten Erfolgseigenschaften sind …

Eine erste wichtige Weisheit des Verfassers war zum damaligen Zeitpunkt, dass es ihm eigentlich nicht sonderlich schwerfalle, spannende und langfristig aussichtsreiche Aktien zu identifizieren. Die Welt sei voll von stabilen, großen Unternehmen und Weltkonzernen, die langfristig sehr solide Renditen abwerfen. Eine große Herausforderung bei der Aktienauswahl sei daher nicht der Auswahlprozess, sondern etwas anderes.

Das innere Mindset ist für Matt viel entscheidender gewesen. Wie er bereits im Jahre 2000 herausgestellt hat, seien die Tugenden unabhängiges Denken, Geduld und Disziplin viel wichtigere Eigenschaften, die ihn häufiger beschäftigen würden als das Auswählen selbst der langfristig besten Aktien.

Bereits im Jahr 2000 unterstrich der besagte Fool hierbei, dass insbesondere das unabhängige Denken ein wichtiger Aspekt sei. Damals seien Themen wie Dotcom-Aktien hochgekocht und jeder musste quasi Aktie X oder Y besitzen. Er hingegen habe langfristig bessere Renditen mit seinen eigenen Analysen erzielt, als wenn er dem Trend oder der breiten Masse gefolgt sei, was alleine bereits eine sehr wichtige Erkenntnis sein dürfte.

Sofern man dann noch Mut, genügend Geduld und die Disziplin hat, die eigenen Aktien auch zu halten, wenn es schwierig ist, habe man bereits viel erreicht, was einen langfristig zu einem erfolgreichen Investor werden lässt. Durchaus eine interessante und noch immer allgemeingültige Sichtweise, wenn du mich fragst.

Man braucht keinen herausragenden Intellekt

Ein zweiter Aspekt, der eng mit diesen Erfolgseigenschaften einhergeht, war zudem zum damaligen Zeitpunkt, dass man keinen sonderlich herausragenden Intellekt benötige, um langfristig erfolgreich zu sein. Der Autor selbst hat sich eher als durchschnittlich intelligent skizziert. Eine Umschreibung, mit der wir uns wohl alle identifizieren können, unabhängig davon, ob es zutrifft oder eben nicht.

Der Intellekt ist jedoch längst nicht so entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg, wie man auf Anhieb denken könnte. Viele glauben, dass man zu abstrakt denken müsse, zu sehr um die Kurve blicken und dem Markt ein Schnippchen schlagen muss. Dabei ist es gar nicht mal so schwierig, als Investor intelligent zu wirken.

Wer nämlich gar nicht so sehr versucht, um die Ecke zu denken, sondern Aktien von etablierten Weltkonzernen oder starken Wachstumsunternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen (Stichwort Burggraben) und einer anfangs günstigen Bewertung langfristig hält, wird voraussichtlich bereits erfolgreich sein. Viel handeln, zu viel umschwenken oder aber zu sehr nachdenken kann so manches Mal sogar kontraproduktiv sein.

Eine noch immer gültige Alternative zum Auswählen von Aktien

Zu guter Letzt hat Matt bereits vor 19 Jahren in einem weiteren wesentlichen Fazit zusammengefasst, dass auch das marktbreite Investieren mithilfe von einem oder mehreren Indexfonds für viele der beste Weg sein könnte, um langfristig ein Vermögen aufzubauen. Wozu sich die Mühe machen, aufwendig Aktien auszuwählen, wenn man eigentlich nicht sonderlich großes Interesse daran hat? Oder aber trotz aller Bemühungen den Markt einfach nicht schlagen kann?

Die große Mehrheit von uns kann schließlich nicht den Markt schlagen, was sich bereits dadurch ergibt, dass wir alle mit unserem Handeln einen Einfluss auf die Märkte haben. Würden alle den Markt schlagen, würde sich der Durchschnitt einfach anheben und es gäbe erneut Gewinner und Verlierer. Dass alle daher marktschlagende Renditen einfahren, ist alleine schon von der Logik her nicht möglich.

Wenn du es daher gar nicht erst versuchen möchtest, marktschlagende Renditen zu erzielen, ist das vollkommen legitim. Langfristig wird man nämlich auch als eher passiver Investor mithilfe von ETFs oder Indexfonds ansehnliche Renditen erzielen können, die den eigenen Vermögensaufbau beschleunigen können.

Die Börse verändert sich nicht allzu stark

Auch wenn es daher vor 19 Jahren einige Aktien oder Themen gegeben hat, die damals bewegten und heute nicht mehr gängig sind, sind es insbesondere die generellen und abstrakten Weisheiten, die noch heute ihre Gültigkeit besitzen. Erfolgsweisheiten, die Anforderungen für den Börsenerfolg oder aber auch die Möglichkeit des passiven Vermögensaufbaus verändern sich schließlich nicht.

Und wer weiß, vielleicht wird in weiteren 19 Jahren ein weiterer Foolisher Autor meinen heutigen Artikel aufgreifen und allgemeingültige Börsenweisheiten thematisieren. Ich bin mir fast sicher, dass diese dann noch immer aktuell sein werden.

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