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Volkswagen: Gewinnanstieg dank starker SUV-Nachfrage

Foto: Volkswagen AG

Die Volkswagen AG (WKN:766403) gab bekannt, dass ihr Betriebsergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal 2018 um 30 % auf 5,13 Mrd. Euro (5,71 Mrd. US-Dollar) gestiegen sei, da die starken Umsätze der SUVs und Premium-Markenmodelle dazu beitrugen, einen Rückgang der gesamten Fahrzeugauslieferungen zu überwinden.

Auch VW bekräftigte seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr.

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Die nackten Zahlen

Alle Finanzergebnisse werden in Euro ausgewiesen. Stand 25. Juli 1 Euro = 1,11 US-Dollar.

Kennzahl Q2 2019 Vergleich mit Q2 2018
Umsatz 65,19 Mrd. EUR 6,6 %
Ausgelieferte Fahrzeuge (Tausend) 2,760 (2,8 %)
Operativer Gewinn 5,13 Mrd. EUR 29,9 %
Operative Gewinnmarge 7,9 % 1,4 pp
Reingewinn 4,12 Mrd. EUR 24.2 %
Operativer Cashflow, Automotive 8,16 Mrd. EUR 71,7 %

DATENQUELLE: VOLKSWAGEN AG. „PP“ = PROZENTPUNKTE.

Wie sich das Geschäft von Volkswagen im Jahr 2019 entwickelt hat

Der Gesamtabsatz der VW-Pkw-Kernmarke sank im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % auf rund 1,89 Mio. Fahrzeuge, das Betriebsergebnis der Marke stieg jedoch um 7,3 % auf 2,29 Mrd. Euro. Die operative Marge der Marke VW verbesserte sich auf 5,1 % nach 4,9 % im ersten Halbjahr 2018.

Wie ist das passiert? Einfach ausgedrückt, der Mix hat sich verbessert: Die starken Umsätze der ertragsstärkeren SUVs der Marke, einschließlich des in den USA hergestellten Atlas, erzielten genügend Gewinne, um einen größeren Absatzrückgang bei den Kleinwagen von VW mehr als auszugleichen.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres in den anderen wichtigen Geschäftseinheiten von VW waren unterschiedlich:

  • Audi erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von 2,3 Mrd. Euro bei einem Absatz von rund 632.000 Fahrzeugen. Die operative Marge betrug 8 % und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahreszeitraums von 2,9 %. (VW hat 2019 die Art und Weise, wie es die Umsätze und Einnahmen von Audi zählt, geändert. Für 2018 liegen jedoch noch keine bereinigten Zahlen vor, was die Vergleiche mit dem Vorjahr erschwert.)
  • Porsche erwirtschaftete 2,12 Mrd. Euro Betriebsergebnis (plus 2,6 %) bei einem Absatz von rund 136.000 Fahrzeugen (plus 10,6 %). Die operative Marge von 17,3 %, obwohl noch ausstehend, lag um einen vollen Prozentpunkt unter dem Wert des ersten Halbjahres 2018. Ein Großteil des Unterschieds entfiel auf eine einmalige Belastung von rund 500 Mio. Euro im ersten Quartal im Zusammenhang mit der laufenden Diesel-Emissionsproblematik von VW.
  • Das Betriebsergebnis der VW Nutzfahrzeuge ging um 10,8 % auf 506 Mio. Euro zurück, der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf rund 256.000 Euro gestiegen. VW sagte, dass höhere Produktentwicklungskosten und ein schwächerer Mix an verkauften Produkten den Rückgang erklären.
  • VW Financial Services, die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft, erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2019 1,28 Mrd. Euro und damit 4,1 % mehr als im Vorjahr. Die „Penetrationsrate“, also der Prozentsatz der erfassten VW-Verkäufe, stieg auf 34,1 % gegenüber 33,7 % im Vorjahr. Günstige Wechselkurseffekte trugen ebenfalls zum Ergebnisanstieg bei, sagte VW.

Sonderfaktoren und Nettoliquidität

Volkswagen hatte im zweiten Quartal 2019 keine Einmalaufwendungen. (Der Konzern hatte im zweiten Quartal 2018 Einmalaufwendungen in Höhe von 1,64 Mrd. Euro; das erklärt zum Teil den Anstieg des operativen Quartalsergebnisses gegenüber dem Vorjahr.)

Zum 30. Juni verfügte der Automobilbereich von VW über eine Nettoliquidität (Cash abzüglich Schulden) von 15,9 Mrd. Euro. Das ist ein deutlicher Rückgang von 19,4 Mrd. Euro zum Jahresende 2018, der auf eine Änderung der Bilanzierungsvorschriften (Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten als finanzielle Verbindlichkeiten) zurückzuführen ist.

Prognose für 2019

VW hielt an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Es erwartet immer noch:

  • Die Lieferungen sollen „leicht höher“ ausfallen als 2018 (Ergebnis 2018: rund 10.834.000).
  • Der Automotive-Umsatz soll „bis zu 5 %“ höher sein als 2018 (Ergebnis 2018: 201,07 Mrd. Euro)
  • Operative Marge vor Sondereinflüssen zwischen 6,5 und 7,5 % für die Pkw-Marken von VW und zwischen 6 und 7 % für Nutzfahrzeuge (Ergebnis 2018: 6,8 bzw. 6,6 %).
  • Operatives Ergebnis im Bereich Finanzdienstleistungen soll „in etwa auf dem Niveau von 2018 liegen“ (Ergebnis 2018: 2,79 Mrd. Euro).

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Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 25.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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