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Gazprom-Aktie: Das wird jetzt Druck in die Aktie bringen!

Foto: Gazprom

Die Aktie von Gazprom (WKN: 903276) hat innerhalb der vergangenen Wochen ein wenig von ihrem bisherigen Esprit eingebüßt. Seitdem die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr 2018 ausgeschüttet worden ist, scheint hier ein wenig die Luft heraus zu sein. Eine Entwicklung, die man nicht selten bei jährlich ausschüttenden Aktien beobachten kann.

Allein in den vergangenen rund vier Wochen brach das Papier in der Spitze von einem Kursniveau von 6,98 Euro auf den aktuellen Wert von lediglich noch 6,32 Euro (08.08.2019, maßgeblich für alle Kurse und Bewertungen) ein. Zugegeben, auf das Gesamtjahr gesehen bringt es der russische Erdgasriese noch immer auf satte Kursgewinne. Last-Minute-Dividendenjäger dürften momentan jedoch zumindest auf eine negative Gesamtperformance kommen.

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Möglicherweise könnten die aktuellen Kursverluste jedoch lediglich ein kleiner Vorgeschmack sein. Schauen wir im Folgenden daher einmal, womit Investoren hier vielleicht rechnen müssen.

Ein großes Aktienpaket wird abgestoßen

Wie derzeit berichtet wird, planen einige Insider wohl, einen nicht unerheblichen Anteil an Gazprom-Aktien abzustoßen. Scheinbar geht es hierbei um Papiere des russischen Erdgasriesen mit einem relativen Anteil in Höhe von 2,9 %. Möglicherweise würden demnach Aktien in einem Gesamtwert von rund 3 Mrd. Euro verkauft werden. Ein Aktienpaket, das kurzfristig einen gewissen Verkaufsdruck auslösen könnte.

Falls dir diese aktuelle Meldung nun vorkommt wie ein Deja-vu, nein, du irrst dich hierbei nicht. Erst vor wenigen Wochen haben nämlich zwei Gazprom-Tochtergesellschaften ebenfalls Aktien in einem höheren Volumen auf den Markt gebracht. Bei dieser neuen Transaktion könnten jedoch auch Privatinvestoren für das Aktienpaket mitbieten, was hier womöglich die Auswirkungen ein wenig in Schach halten könnte.

Nichtsdestoweniger ist es dennoch bemerkenswert, dass sich bei Gazprom derzeit die Insider-Aktivitäten häufen. Auch wenn das natürlich reichlich wenig mit dem operativen Geschäftsverlauf zu tun hat, könnten Investoren hier unterm Strich nun doch ein wenig skeptisch werden.

Aber … was ist mit der fundamentalen Bewertung?

Wobei die aktuelle fundamentale Bewertung noch immer lächerlich preiswert erscheint. Ich habe bereits das eine oder andere Mal darauf hingewiesen, dass die Gazprom-Aktie lediglich auf ein geringes einstellige Kurs-Gewinn-Verhältnis kommt. Selbst wenn wir hier eine gewisse skeptische Haltung gegenüber Russland in Betracht ziehen sowie die generellen konjunkturellen Sorgen, könnte das noch immer vergleichsweise preiswert sein.

Zumal die Gazprom-Aktie einige Fantasie besitzt, die speziell wichtige Großprojekte tangiert. So werden über kurz oder lang die Pipelines Power of Siberia und Turkish Stream ins Leben gerufen, die mit der Türkei und China zwei wichtige Absatzmärkte schaffen dürften. Auch Nord Stream 2, die EU-Pipeline, ist immer wieder im Gespräch. Auch wenn sich hier ein gewisser Widerstand formiert, der dieses Projekt immer wieder in ein zweifelhaftes Licht rückt.

Zudem besitzt die Gazprom-Aktie auch eindeutige und spannende Dividendenambitionen. Innerhalb der kommenden Jahre könnte hier noch immer die Dividende, selbst bei gleichbleibendem, ja, sogar leicht schlechterem operativen Zahlenwerk noch immer stark angehoben werden. Zumal hier bei einer zuletzt ausgezahlten Dividende in Höhe von 16,61 Russischen Rubeln und einem umgerechneten Kursniveau von 231,21 Russischen Rubeln bereits heute eine stattliche Dividendenrendite in Höhe von über 7 % winkt. Die Beweggründe der Insideraktivitäten scheinen mir daher nicht ganz klar zu sein.

Wichtig ist: Wie denkst du über die Gazprom-Aktie?

Auch wenn solche Meldungen Investoren verunsichern können, sollte man sich von solchen Insideraktivitäten nicht ablenken lassen. Wichtig ist nämlich einzig und allein, was du von dieser spannenden und vergleichsweise preiswerten Value- und Dividendenchance hältst. Sowie ob du von den Chancen in Anbetracht der Risiken überzeugt bist.

Insideraktivitäten in beide Richtungen wird es schließlich bei vielen Aktien geben, aus den verschiedensten Motiven heraus. Manchmal sollte man es als Investor einfach dabei belassen, dass man nicht in den Köpfen der Verantwortlichen drinsteckt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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