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Carl Zeiss Meditec: Medizintechnik für das Depot?!

Foto: Getty Images

Ich liebe Unternehmen, die in einem spezialisierten und wachsenden Markt aktiv sind und eine starke Bilanz haben. Aber handelt es sich im Fall der Carl Zeiss Meditec AG (WKN: 531370) auch um einen Titel, den ich momentan kaufen würde?

Womit das Geld verdient wird: Medizintechnik

Die Zeiss AG ist einer der führenden Hersteller für Medizintechnik. Dabei hat sich das Unternehmen vor allem auf die Gebiete Augenheilkunde und Visualisierungssysteme für die Mikrochirurgie spezialisiert. Ein Markt mit einer tollen Mischung aus Wachstum und Produkten mit hohen Margen.

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Hervorzuheben ist dabei das Verfahren SMILE, bei dem es sich um ein bestimmtes Verfahren bei Laser-Augenoperationen handelt, bei denen sowohl Hornhautverkrümmung als auch Fehlsichtigkeit behandelt werden können. Zum Einsatz kommt hierbei eines der Produkte, das die Zeiss AG anbietet. Dabei handelt es sich um einen Laser, der während der 1990er-Jahre entwickelt und, wenn auch mit deutlicher Verzögerung, im Jahr 2018 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. 

Visualisierungssysteme von Zeiss sollen jährlich bei rund 10 Mio. Operationen verwendet werden. Auch einen Blick auf die Marktanteile halte ich bei einem herstellenden Unternehmen aufgrund möglicher Synergieeffekte für sinnvoll.

Im Bereich der Augenheilkunde schätzt das Unternehmen seinen Marktanteil auf rund 9 %. Die Carl Zeiss Meditec AG soll in diesem Markt weltweit Platz 3 hinter Alcon und der Tochter von Johnson & Johnson, Johnson & Johnson Vision, einnehmen. Für Produkte der Visualisierung soll der weltweite Marktanteil gut 20 % betragen, im Teilbereich Operationsmikroskope sieht sich der Konzern weltweit auf Platz 1. Hier schneidet die Zeiss AG also wirklich gut ab.

Viele Trends spielen Zeiss in die Karten

Was ich an hoch spezialisierten Firmen mag, sind die hohen Qualitätsstandards, die die Produkte erfüllen müssen. Denn bei Operationen geht es immerhin um Eingriffe, bei denen Fehler nicht zu tolerieren sind. Dies könnte man zwar auch als Risikofaktor sehen, ich persönlich denke jedoch, dass die daraus resultierende hohe Zahlungsbereitschaft der Kunden dieses Risiko überwiegt.

Mein Gedankengang war außerdem folgender: Aufgrund der Vergreisung in vielen Industrienationen nimmt die Zahl potenzieller Patienten für eine Behandlung am Auge zu. Das heißt, einer derjenigen Trends, die viele Geschäftsmodelle belasten, wird hier positive Auswirkungen auf die Unternehmung haben …

Zusätzlich legt Zeiss seinen Fokus auch immer weiter auf die Digitalisierung. Produkte wie VisuHealth sind beispielhaft dafür. Diese Plattform wird, beispielsweise in Indien, eingesetzt, um Augenkliniken mit hoch spezialisierten Screening-Zentren zu vernetzen. So soll auch in abgelegenen Regionen eine Früherkennung von Krankheiten ermöglicht werden. Das Unternehmen scheint also in verschiedene Richtungen zu denken und versucht dabei neue, potenziell interessante Geschäftsfelder abzudecken.

Ein weiterer Vorteil, liegt darin, dass der hohe Grad an Spezialisierung den Markteinstieg für potenzielle Wettbewerber enorm schwer macht. Denn die Erfahrung und das daraus resultierende Know-how machen es alles andere als leicht, an das Niveau der Zeiss AG anzuknüpfen.

Grundsolide Zahlen

Ein Blick auf die Bilanz verrät, dass Zeiss in Zukunft nicht auf Fremdkapital angewiesen sein dürfte. Denn die Bilanz kann sich sehen lassen. Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf unter 1 % der Bilanzsumme und sind dabei allesamt kurzfristig. Die Eigenkapitalquote liegt bei beeindruckenden 79 %. 

Der Free Cash Flow belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf rund 196 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen im selben Zeitraum vor Währungseffekten um 7,6 %. Seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 konnte der Umsatz jährlich erhöht werden. Meiner Meinung nach ein beeindruckendes Statement.

Vom Geschäftsjahr 2007/2008 bis zum vergangenen Geschäftsjahr 2017/2018 konnten die Umsatzerlöse um rund 113,4 % gesteigert werden. Dies entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von etwa 7,88 %. Die Wachstumsrate der letzten Dekade konnte also im vergangenen Geschäftsjahr aufrechterhalten werden. 

Im letzten Geschäftsjahr betrug die Bruttomarge rund 55 %. Wenn man beachtet, welche Qualitätsstandards die Produktion verlangt, rundet diese Zahl das Sammelsurium an positiven Argumenten ab.

Risiko

Das einzige Risiko, das man nicht unterschätzen sollte, ist die Bewertung des Unternehmens mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 69 (am 01.08.2019).

Während der Gewinn seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 bis zum Ende des letzten Geschäftsjahres um rund 124,4 % gestiegen ist, hat die Aktie seit Beginn des Geschäftsjahres 2007/2008 bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 um rund 357 % zugelegt. Dies ist deutlich überproportional und sollte meiner Meinung nach in das Kalkül eines Investors mit einbezogen werden.

Fazit

Die Carl Zeiss Meditec AG ist für mich ein klarer Kandidat für die Watchlist. Der Konzern ist in einem hoch spezialisierten Segment mit hohen Margen aktiv, international sehr gut aufgestellt und hat dabei praktisch keine Schulden. Für den Fall, dass die Aktie günstiger zu haben ist und das Unternehmen dabei substanziell weitestgehend unverändert bleibt, ist dieser Konzern meiner Meinung nach einer der attraktivsten Titel im MDAX.

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Yannic Joekel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson.

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