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3 Dividendenaktien, die wir niemals verkaufen würden!

Dividendenaktien können im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Bereicherung sein. Insbesondere regelmäßige Ausschütter sind so bereits in vielen Dividendendepots dabei, ein passives Einkommen zu generieren. Oder aber eine Rentenlücke zu stopfen. Oder, oder, oder.

Es gibt daher viele gute Gründe, wieso man als Investor auf Dividendenaktien setzen kann. In diesem Sinne haben wir heute drei unserer Autoren gefragt, welche Dividendenaktien sie niemals verkaufen würden. Herausgekommen ist erneut ein spannender, bunter Mix.

Wachsend, krisensicher, Betongold

Vincent Uhr: Es gibt viele Dividendenaktien, die einem ein verlässliches Einkommen bescheren können. Zudem existieren viele Ausschütter mit einer hohen Dividendenrendite und viele Ausschütter, die ein konstantes Wachstum vorweisen. Hier einen spannenden Kompromiss zu finden, ist häufig jedoch nicht leicht, allerdings könnte W. P. Carey (WKN: A1J5SB) momentan genau das sein.

Der REIT zahlt gegenwärtig eine quartalsweise Dividende in Höhe von 1,034 US-Dollar aus, was bei einem momentanen Kursniveau von 86,00 US-Dollar (07.08.2019) einer annualisierten Dividendenrendite in Höhe von 4,80 % entsprechen würde. Einer Dividendenrendite, die Einkommensinvestoren hier jedoch nie erhalten werden.

W. P. Carey erhöht seine Dividende aktuell nicht bloß regelmäßig, sondern auch quartalsweise. Seit inzwischen 18 Jahren erhöht der REIT nämlich Jahr für Jahr die eigene Ausschüttung, zudem inzwischen sogar seit etlichen Quartalen unentwegt. Der Weg hin zu einem Dividendenaristokraten in sieben weiteren Jahren scheint somit bereits gelegt zu sein.

Zudem basiert das Geschäftsmodell hier auf einem äußerst soliden Fundament. Als REIT profitiert W. P. Carey von stabilen, langfristigen Mieterlösen, die zudem durch sogenannte Triple-net-lease-Verträge konsequent moderat erhöht werden. Ein Vertragswerk, das einerseits zu weiterhin steigenden Dividenden führen könnte, sowie andererseits vor hohen, immobilienspezifischen Aufwendungen schützt, da diese an die Mieter abgewälzt wurden.

W. P. Carey verfügt daher in meinen Augen nicht bloß über eine stabile, moderat wachsende Dividendenhistorie, sondern auch über ein Geschäftsmodell, das diese Entwicklung weiter fördern wird.

Führende Technik, kraftvolle Trends, wertvolle Einsichten

Ralf Anders: Wenn es um die Frage ginge, welche Dividendenaktie genau jetzt am attraktivsten ist, dann würde ich wahrscheinlich auch eher zu einem Nebenwert greifen. Aber bei einer Aktie, die ich „niemals“ verkaufen würde, geht es natürlich um mehr als nur die bloße Rendite. Ich habe Siemens (WKN: 723610) gewählt, weil es sich dabei um ein Unternehmen handelt, das ich tatsächlich für immer in meinem Depot haben möchte.

Aus meiner Sicht ist Siemens ein unglaublich interessantes Unternehmen, das über sein weites Geflecht an Geschäftsbereichen und Beteiligungen praktisch jeden Tag Nachrichten produziert. Da die Münchner stets danach streben, in allem, was sie tun, die technologische Spitzenposition einzunehmen, lässt sich eine Menge daraus lernen, wenn man hier dranbleibt.

Siemens gestaltet so vielfältige Themen wie etwa die Energiewende, Industrie 4.0, Smart Cities und die Elektromobilität entscheidend mit. Wenn ich also verstehe, was Siemens vorhat, dann kann ich auch die branchenübergreifende Entwicklung besser einschätzen. Auf diese Weise stoße ich regelmäßig auf Spezialisten, die in einem Teilbereich über besonders aussichtsreiche Technik oder Lösungen verfügen.

Siemens im Depot zu haben ist manchmal anstrengend, aber es lohnt sich. Neben den vielfältigen Einsichten gibt es ja auch meistens eine ansprechende Dividende, die über die letzten Jahre in Trippelschritten auf 3,80 Euro angestiegen ist. Wenn wir für das im September ablaufende Geschäftsjahr mit 3,90 Euro rechnen, dann ergibt das beim Kurs von 89,79 Euro (08.08.) eine Rendite von 4,3 %.

Dabei habe ich wenig Zweifel, dass Siemens zukünftig weiter steigende Ausschüttungen vornehmen kann. Die Ausschüttungsquote lag schließlich 2018 bei lediglich 40 % und das einbehaltene Geld wurde in die weitere Stärkung des Portfolios investiert. Gut gefällt mir auch, dass die aktuelle industrielle Nettoverschuldung lediglich etwa dem operativen Gewinn vor Abschreibungen entspricht. Außerdem werden Bahnprojekte, Windfarmen und Krankenhäuser auch dann gebaut, wenn die allgemeine Konjunktur mal wieder einen Dämpfer bekommen sollte.

Interessante Branche, innovative Investmentprodukte, zukunftsorientiert

Andre Kulpa: Dividendeninvestoren haben mehrere Strategien, nach den sie verfahren können. Einigen reicht einfach eine hohe Dividendenrendite und andere setzen mehr auf regelmäßige Anhebungen der Ausschüttung.

Die in Deutschland eher unbekannte kleine Dividendenperle Franklin Resources (WKN: 870315) bietet Anlegern derzeit allerdings beides. Das US-Unternehmen schüttet seine Dividende jedes Quartal aus, und die letzte Zahlung erfolgte im Juli und betrug 0,26 US-Dollar. Das Unternehmen zahlt also auf das Jahr hochgerechnet insgesamt 1,04 US-Dollar an seine Aktionäre. Und das bedeutet, der Anleger erhält beim aktuellen Kurs von 30,67 US-Dollar hier schon eine recht interessante Anfangsrendite von 3,39 %.

Doch dabei wird es höchstwahrscheinlich nicht bleiben. Denn Franklin Resources erhöht schon seit der ersten Dividendenzahlung im Jahr 1981 bis heute regelmäßig seine Ausschüttung. Und das in einem teils rasanten Tempo. Allein in den letzten zehn Jahren ist die Dividende um fast 270 % gestiegen. Das bedeutet im Schnitt eine Steigerung von 13,9 % pro Jahr.

Ich mag Unternehmen aus dem Bereich Finanzen, vor allem Konzerne wie Franklin Resources, die durch ihre vielen Investmentangebote, weltweit auf breiter Front im Bereich der Geldanlage und Vermögensverwaltung mitmischen. In Deutschland besser bekannt ist wahrscheinlich der zu Franklin Resources gehörende Fondsanbieter Franklin Templeton Investments, der so bekannte Namen wie den Templeton Growth Fund (WKN: 971025) im Angebot hat.

Franklin Resources besticht also durch eine hohe Anfangsrendite und eine lange Serie von Dividendenanhebungen. Außerdem ist das Geschäftsmodell mit Produkten rund ums Investieren leicht verständlich und bietet meiner Meinung nach genügend Wachstumschancen. Für mich ist Franklin Resources deshalb eine Dividendenaktie der „Niemals verkaufen“-Kategorie.

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Vincent besitzt Aktien von W. P. Carey. Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens. Andre Kulpa besitzt Aktien von Franklin Resources. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.