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Verliert Microsofts heißester Wachstumsmotor etwa Dampf?

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Der Tech-Konzern Microsoft (WKN:870747) hat letzte Woche im vierten Quartal eine beeindruckende Gewinnschwelle erreicht. Der Umsatz stieg jährlich um 12 % auf 33,7 Milliarden USD und übertraf damit die Schätzungen um 920 Millionen USD. Die bereinigten Einnahmen pro Aktie stiegen um 21 % auf 1,37 USD und übertrafen damit die Erwartungen um 0,16 USD.

Ein Großteil dieses Wachstums stammt von den Einnahmen aus der Unternehmens-Cloud, die um 39 % pro Jahr auf 11 Milliarden USD stiegen. Das am schnellsten wachsende Geschäft der Einheit war erneut die Cloud-Infrastrukturplattform Azure, die ihren Umsatz währungsbereinigt um 68 % jährlich steigerte.

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Das ist eine hervorragende Wachstumsrate für die zweitgrößte Cloud-Plattform der Welt nach Amazon (WKN:906866) Web Services (AWS), aber es ist eben immer noch eine Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 70 % – 80 % in den Vorquartalen. Sollten man sich als Anleger hier Sorgen machen?

Warum Azure wichtig ist

Der Umsatz von Microsofts Unternehmens-Cloud stammt aus drei Hauptdienstleistungen: der Office 365-Produktivitätssuite, dem Dynamics 365-Bundle für Customer Relationship Management (CRM)-Services sowie Azure.

Azure stellt Unternehmen Rechenleistung und Speicher zur Verfügung. Darüber hinaus werden zusätzliche Dienstleistungen, einschließlich KI-, IoT- und Analysetools, an diese Kunden verkauft. Die Nachfrage nach Azure ist in den letzten Jahren stark gestiegen, da Unternehmen ihre Anwendungen in die Cloud verlegt haben, die im Allgemeinen billiger, einfacher zu verwalten, sicherer und skalierbarer ist als eigene Cloud-Netzwerke.

Microsoft gibt nicht genau an, wie viel Umsatz Azure generiert, aber der Analyst Christopher Eberle von Nomura schätzt, dass sie im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 13,5 Milliarden USD erwirtschaftet hat. Das ist deutlich weniger als die 25,7 Milliarden USD Umsatz, die AWS im vergangenen Jahr für Amazon generiert hat, aber Azure wächst dafür viel schneller als AWS.

Der AWS-Umsatz von Amazon stieg im vergangenen Jahr um 47 %. Die Umsatzwachstumsrate von Azure blieb im vergangenen Jahr deutlich höher:

Umsatzwachstum ggü. Vorjahr
Q4 2018 Q1 2019 Q2 2019 Q3 2019 Q4 2019
Azure 85 % 76 % 76 % 75 % 68 %

Quelle: Quartalsberichte.

Die wichtigsten Wachstumsfaktoren

Bei der Telefonkonferenz zum vierten Quartal sagte Microsofts CEO Satya Nadella, dass 95 % der Fortune-500-Unternehmen Azure für „geschäftsrelevante“ Workloads nutzen und hob den jüngst erfolgten Deal mit AT&T als eine seiner „größten bisherigen Cloud-Geschäfte“ hervor. Microsoft ist zuvor auch Partnerschaften mit großen Einzelhändlern wie Walmart, Walgreens und Kroger eingegangen, die alle lieber Azure als AWS nutzen.

Nadella stellte fest, dass die Rechenzentren von Azure mittlerweile 54 Regionen in 140 Ländern erreichen, „mehr als jeder andere Cloud-Anbieter“ der Welt, und dass Azure heute die Nummer eins im Nahen Osten und in Afrika ist. AWS ist derzeit in 21 Regionen verfügbar, hat aber immer noch eine größere Reichweite als Azure – 66 Regionen in 190 Ländern.

Nadella führte das Wachstum von Azure auf das immer umfangreicher werdende Portfolio an Cloud Services zurück, die den Anforderungen von Unternehmen an Edge Computing, Identität, Management, Sicherheit und andere Infrastrukturen entsprechen. Zu den neueren Diensten gehören Azure Sphere, das Milliarden von IoT-Geräten sichert, Azure Cognitive Services, eine Reihe von Tools zur Entwicklung von KI-gestützten Programmen und Azure Sentinel, eine Cloud-basierte Sicherheitsplattform zur Analyse von Angriffen.

CFO Amy Hood sagte, dass Microsoft „2019 eine Rekordzahl von Cloud-Deals mit Unternehmen in Höhe von mehreren Millionen Dollar abgeschlossen hat“, darunter „ein erhebliches Wachstum der Deals mit einem Wert von mehr als 10 Millionen USD.“ Wie auch in den Vorquartalen erklärte Hood, dass die Bruttomarge von Microsofts Unternehmens-Cloud stärker wurde – sechs Prozent hoch auf 65 % – dank einer „signifikanten Verbesserung“ der Bruttomarge von Azure.

Nein, Azure schwächelt nicht

Hood sagte auch, dass sich der Umsatzmix von Azure allmählich in Richtung Pay-per-Use-Dienste mit niedrigeren Margen anstelle von dedizierten Abonnements verlagerte, dass man jedoch weiterhin eine „deutliche Verbesserung“ der Bruttomarge von Azure im ersten Quartal erwartet, weswegen der Gesamtumsatz steigen sollte.

Darüber hinaus plant das US-Verteidigungsministerium, seinen 10 Milliarden USD teuren Cloud-Auftrag Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI) in naher Zukunft entweder an Azure oder an AWS zu vergeben. Microsoft hat diesen verlockenden Deal bei der Konferenz nicht erwähnt, aber sollte man da den Zuschlag bekommen, würde das für den Umsatz nur Gutes verheißen.

Alles in allem sollten sich die Anleger keine Sorgen um Azure machen. Es wächst immer noch schneller als AWS, es bindet große Unternehmenskunden und hat immer noch viele riesige Wachstumschancen wie JEDI vor sich. Gemeinsam mit der Stärke von Office 365 und Dynamics 365 sollte Azure es Microsofts kommerziellem Cloud-Geschäft ermöglichen, auf absehbare Zeit der wichtigste Wachstumsmotor zu bleiben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Microsoft. Leo Sun besitzt Aktien von Amazon und AT&T. Dieser Artikel erschien am 21.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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