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3 Crash-Aktien, die jetzt einen Kauf wert sind

Das kam mit Ansage! Der DAX fällt im Sommer gerne mal in ein kleines bis mittelgroßes Sommerloch. Aber dieses Jahr standen wirklich alle Zeichen auf Alarmstufe Rot.

Ob sich der Abwärtssog weiter verstärkt, bleibt abzuwarten. Das Minus von 8 % seit dem letzten Zwischenhoch sollte allerdings ausgereicht haben, um viele Investorenhirne zum Schwitzen zu bringen (Stand: 05.08.2019).

In Zeiten, wo es viele Investoren mit der Angst zu tun bekommen, haben Schnäppchenjäger beste Laune. Letztgenannte sollten beim aktuellen Sommerschlussverkauf von Siemens (WKN: 723610), SAP (WKN: 716460) und Infineon (WKN: 623100) leuchtende Augen bekommen.

1. Siemens

Ist das rekordverdächtig? Keine zwei Sommerwochen hat die Siemens-Aktie für ein Minus von über 10 % gebraucht (Stand: 05.08.2019). Und das bei einem DAX-Klassiker, den ich mir jederzeit übers Bett hängen würde.

Ja, das Umfeld ist derzeit nicht gerade optimal. US-Präsident Donald Trump kämpft sich weiterhin an China ab und die Brexit-Debatte scheint kein Ende zu nehmen. In einem derart unsicheren Klima dürfte vielen Unternehmen die Lust auf Investitionen fürs Erste vergangen sein.

Abschreiben sollte man den traditionsreichen Urberliner Technologiekonzern aus meiner Sicht aber nicht. Laut den Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2019 verbesserte sich der Auftragseingang um 8 %. Auch der Umsatz entwickelte sich in diesem Zeitraum nicht so schlecht, wie es der Aktienkurs vermuten lässt. Hier steht ein Plus von 4 % auf dem Zettel.

2. SAP

Auch die Aktie von SAP ist seit ihrem Allzeithoch um über 10 % abgetaucht (Stand: 05.08.2019). Investoren, die dem ungebremsten Kurswachstum der letzten Jahre tatenlos zugesehen haben, könnten jetzt ihre Chance zum Einstieg wittern.

Wieso auch nicht? Immerhin ist der Softwarehersteller aus Walldorf der Einzelwert mit der größten Gewichtung im DAX. Zudem reitet die SAP-Aktie weiterhin souverän die Monsterwelle Digitalisierung. Dieser Trend wird wahrscheinlich noch kerngesund und intakt sein, wenn ich mich längst zur Ruhe gesetzt habe.

Ja, das Ergebnis war im zweiten Quartal 2019 rückläufig. Der Gewinn lag erschreckende 19 % unter dem vom Vorjahresquartal. Ist das Eisen also zu heiß? Ich denke nicht! Denn obwohl sich das Ergebnis weniger gut entwickelte, stieg der Umsatz doch in Summe um etwa 11 %. Irgendwas scheinen die Walldorfer also richtig zu machen.

3. Infineon

Die Infineon-Aktie ist ein besonders schwerer Fall. Seit dem Allzeithoch sind hier beinahe 40 % an Wert verpufft. Davon alleine 14 % in den letzten zwei Wochen (Stand: 05.08.2019).

Als Zulieferer für die Autoindustrie hat man es zurzeit allerdings besonders schwer. Die Autoverkäufe in China sinken spürbar. Und beinahe täglich schwebt die Drohung höherer US-Einfuhrzölle über der Branche. Da bleibt das Lager der Automobilhersteller natürlich erst mal leer.

Aber was würde mit der Aktie passieren, wenn es in den nächsten Quartalen zu einer zyklischen Nachfrageerholung kommt? Dieses Szenario könnte jetzt für den einen oder anderen Schnäppchenjäger durchaus realistisch sein.

Auch im Hinblick darauf, dass Infineon trotz des schwierigen Umfelds durchaus gute Geschäfte zu machen scheint. Für das vergangene Quartal wurde ein Umsatzplus von 3,67 % im Vergleich zum Vorjahresquartal gemeldet.

Am Strand ist man dieser Tage besser aufgehoben

Im August und September kann man sich den DAX sparen. Jedenfalls im Hinblick auf die durchschnittliche Monatsrendite. Die ist im August negativ. Im September sogar deutlich negativ.

Allerdings liegt – wie man weiß – der Gewinn im Einkauf. Daher dürfte es nicht nur für Schnäppchenjäger, sondern auch für den Wald-und-Wiesen-Investor eine gute Hausaufgabe für den Strand sein, sich geeignete Neuzugänge für die nächste Saison herauszusuchen.

Mit Siemens, SAP und Infineon würde man aus meiner Sicht derzeit ein paar gute Kandidaten zur Hand haben. Spätestens im Oktober wären diese Prachtstücke dann aller Voraussicht nach reif für die Ernte.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.