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Werden Aurora, Canopy, Cronos und Tilray bis 2021 profitabel sein?

Foto: Getty Images

In den nächsten zehn Jahren würde man sich schwertun, eine Branche zu finden, die das gleiche Wachstumspotenzial wie legales Cannabis bietet. Im Gegensatz zu neuen Technologien gibt es Cannabis schon seit langem und ist eine bewährte Industrie – zumindest auf dem Schwarzmarkt, wo jedes Jahr Dutzende von Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt werden. Es wäre nicht allzu schwierig für die Marihuana-Branche, die Verbraucher mit der Zeit vom Schwarzmarkt auf legale Kanäle umzuleiten.

Wie groß könnte die Cannabis-Branche werden? Obwohl die Schätzungen an der Wall Street sehr unterschiedlich sind, ist der Konsens, dass Marihuana eine zweistellige jährliche Wachstumsrate in den nächsten zehn Jahren bieten könnte, wobei eine Investmentbank bis zu 200 Mrd. US-Dollar Umsatz erwartet. Das ist nicht die Art von Wachstum, die die Investoren übersehen sollten.

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Doch wie wir aus der Dotcom-Blase Anfang 2000 gelernt haben, geht es bei den Bewertungen um mehr als nur das Umsatzwachstum. Irgendwann beginnen die Gewinne tatsächlich eine Rolle zu spielen, und wir haben begonnen, diese Veränderung in der Cannabis-Industrie zu beobachten. Wenn viele der beliebtesten Pot-Aktien, wie Canopy Growth (WKN:A140QA), Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Cronos Group (WKN:A2DMQY) und Tilray (WKN:A2JQSC), Einblicke in ihre Quartals-Performances bieten, achten die Wall Street und die Investoren genau darauf.

Obwohl die operative Rendite (ohne einmalige Vorteile) für diese beliebten Pot-Aktien im Jahr 2019 so gut wie ausgeschlossen ist – Cronos wird wahrscheinlich 2019 aufgrund eines nicht zahlungswirksamen, nicht realisierten Gewinns aus der Neubewertung von Derivatverbindlichkeiten profitabel sein – und vielleicht sogar im Geschäftsjahr 2020, wenn Kanada weiterhin an seinen Versorgungsengpässen arbeitet. Daher liegt der Schwerpunkt auf 2021. Wird 2021 das Jahr sein, in dem die Cannabis-Aktien endlich auch Erträge haben werden?

Canopy Growth

Canopy Growth ist vielleicht die größte Marihuana-Aktie der Welt nach Marktkapitalisierung. Das hat die wahrscheinlich sichtbarste Cannabis-Aktie im jüngsten Tumult nicht gerettet. In diesem Monat haben wir die Entlassung des ehemaligen Co-CEO Bruce Linton erlebt und von CFO Mike Lee erfahren, dass es eine sehr reale Möglichkeit gibt, dass Canopy seine eigene bisherige Prognose von 1 Milliarde CAD für den Umsatz 2020 nicht erreichen wird (Canopy hat ein Geschäftsjahr, das am 31. März endet). Nach dieser schwächeren Prognose schätzt die Wall Street nun einen Verlust von mehr als 1 CAD pro Aktie im Jahr 2020 und hat seine Prognose für einen Gewinn von 0,31 CAD pro Aktie für 2021 erst vor einem Monat auf einen Konsensusverlust von 0,37 CAD pro Aktie zurückgesetzt.

Obwohl Canopy Growth einer der wenigen  Produzenten ist, der einen guten Teil seiner Anbaufläche von Health Canada lizenzieren lassen konnte, dürften die Versorgungsprobleme noch viele Quartale anhalten. Neu implementierte Regeln für die Einreichung von Anbaulizenzen sollen Health Canada helfen, den Rückstand bei den mehr als 800 Lizenzen abzubauen. Diese ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass in mehr als fünf Jahren weniger als 200 Gesamtlizenzen vergeben wurden. Diese Änderungen werden wahrscheinlich einige Zeit in Anspruch nehmen, und da Canopy auf Freizeit-Cannabis angewiesen ist, wird das Unternehmen besonders anfällig für diese Probleme in der Lieferkette sein.

Die Übernahmetätigkeit von Canopy und die langfristigen Aktien, die Linton den Mitarbeitern gegeben hat, könnten ebenfalls problematisch sein. Die Integrationskosten, die an die Übernahmen und aktienbasierte Aufwendungen gebunden sind, könnten sicherstellen, dass Canopy Growth eine der letzten Marihuana-Aktien ist, die es in die Gewinnzone schafft.

Aurora Cannabis

Aurora Cannabis, die beliebteste aller Marihuana-Aktien und die am meisten gehaltene Aktie unter allen börsennotierten Unternehmen durch die Mitglieder der Online-Investitions-App Robinhood, hat eine viel bessere Chance, 2021 profitabel zu sein als Canopy. Es müssen aber noch einige Dinge passieren, damit das geschehen kann.

Die Sache, die man bei Aurora Cannabis nicht vergessen sollte, ist, dass das Unternehmen sich, obwohl es bis 2021 mehr als 660.000 kg jährliche Produktionsmenge erreichen sollte, hauptsächlich auf internationale Märkte konzentriert. Anstatt sich nur auf Marihuana für Erwachsene zu richten, hat sich Aurora entschieden, sich auf medizinische Cannabis-Patienten zu konzentrieren, was eine sehr gute Entscheidung sein sollte, da medizinische Cannabis-Patienten Cannabis häufiger verwenden und häufiger Derivate mit höheren Margen wie Öle kaufen. Vermutlich deutet das darauf hin, dass Aurora bessere Margen erzielen sollte als viele der Mitbewerber, die sich nur auf Freizeit-Cannabis fokussieren.

Die Sorge ist, dass die internationalen Märkte wahrscheinlich sich erst gut entwickeln können, wenn die Nachfrage in Kanada gedeckt ist, was noch viele Quartale, wenn nicht sogar zwei volle Jahre entfernt sein dürfte. Health Canada setzt darauf, dass einheimische Produzenten zuerst die kanadischen Engpässe auflösen und dann die Überseemärkte befriedigen werden. Auch wenn Aurora Nordic 2 perfekt positioniert ist, um die skandinavische Region im Jahr 2020 mit medizinischem Cannabis zu versorgen, könnte Aurora Probleme mit der Versorgung haben, wenn das Unternehmen im Jahr 2021 profitabel sein möchte.

Cronos Group

Das vielleicht größte Fragezeichen dieser vier Pot-Aktien ist, ob die Cronos Group bis 2021 einen Betriebsgewinn (ohne einmalige Vorteile) erzielen kann oder nicht.

Der größte Wachstumstreiber für Cronos Group ist die Einführung derivativer Produkte in Kanada Ende des Jahres. Bis Mitte Dezember 2019 werden Lebensmittel, Vapes, infundierte Getränke, Topicals und Konzentrate in ganz Kanada in die Regale der Apotheken kommen. Wie bereits erwähnt, haben sie deutlich höhere Margen als herkömmliches getrocknetes Cannabis. Cronos wird mit dem Tabakriesen und dem Equity-Investor Altria einen bedeutenden Anteil am Vape-Markt erobern und hat aktiv daran gearbeitet, die Derivatlinie zu erweitern. Daher ist Cronos Group im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit Ginkgo Bioworks im Wert von bis zu 100 Mio. US-Dollar eingegangen. Cronos wird die Mikroorganismenplattform von Ginkgo nutzen, um Hefestämme zu entwickeln, die in der Lage sind, gezielte Cannabinoide im kommerziellen Maßstab herzustellen.

Die Investitionen von Cronos kamen jedoch immer wieder zu spät. Die jährliche Spitzenleistung platziert das Unternehmen nicht einmal unter den Top 10 der Anbaubetriebe, wenn man auch Joint Venture-Projekte und Lizenzunternehmen mitzählt. Das ist ziemlich verrückt, wenn man bedenkt, dass Cronos eine der fünf größten Cannabis-Aktien in Bezug auf die Marktkapitalisierung ist.

Ich vermute, dass Cronos Group dank des starken Fokus auf Derivate bis 2021 profitabel sein kann, doch dass der Gewinn pro Aktie bestenfalls marginal sein wird.

Tilray

Schließlich gibt es noch den ehemaligen Liebling Tilray, der einen erheblichen Teil der Gewinne nach dem Börsengang schon wieder zurückgegeben hat.

Als Tilray vor etwa einem Jahr an der Nasdaq debütierte, sah es so aus, als hätte das Unternehmen eine bekannte medizinische Marke und einen klar definierten Plan. Tilray würde damit beginnen, etwa 850.000 Quadratfuß Anbaufläche zu entwickeln, um sich dann potenziell auf mehr als 3 Millionen Quadratfuß zu vergrößern, basierend auf den eigenen Prognosen im S-1-Prospekt. Doch die Dinge ändern sich, und die Tilray-Investoren haben das auf die harte Tour gelernt.

Angesichts der Angebotsprobleme, von denen die gesamte kanadische Cannabis-Industrie betroffen ist, kündigte Tilrays CEO Brendan Kennedy im März an, dass sich sein Unternehmen stattdessen auf die Chancen in den USA und Europa und nicht in Kanada konzentrieren werde. Auch wenn sowohl die USA als auch Europa ein größeres langfristiges Umsatzpotenzial als Kanada bieten, ist es ein merkwürdiger Schritt, wenn die kanadischen Umsätze gerade erst beginnen, zu steigen.

Darüber hinaus bedeutet die Verlagerung der Aufmerksamkeit auf die Überseemärkte, dass Tilray in naher Zukunft mehr für Investitionen aufwenden muss. Es bringt dem Unternehmen auch den gleichen Nachteil, mit dem der Konkurrent Aurora Probleme hat – nämlich, dass die Inlandsmärkte gesättigt sein müssen, bevor die internationalen Märkte eine Chance zum Erfolg haben. Es genügt zu sagen, dass Canopy Growth 2021 nicht das einzige Unternehmen mit Verlusten sein könnte.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 22.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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