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Henkel vs. Beiersdorf – welche Aktie aus Sicht eines langfristigen Anlegers die bessere Dividende zahlt

Foto: Getty Images

Ein Sektor, der langfristige Dividendeninvestoren sichere Investments offeriert, ist der Konsumgütersektor. Zwei gut bekannte Dividendenaktien des Sektors aus Deutschland möchte ich heute zu einem kleinen Dividendenduell antreten lassen.

Hierbei handelt es sich mit Henkel (WKN: 604840) um einen in Düsseldorf ansässigen Hersteller von Klebstoff- und Reinigungsmitteln. Kontrahent in diesem Duell ist mit Beiersdorf (WKN: 520000) ein aus Hamburg stammender Kosmetik- und Klebstoffkonzern.

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Welche der beiden Aktien aus Sicht eines langfristigen und sicherheitsorientierten Anlegers die bessere Dividende bietet, das wollen wir in diesem Artikel klären. Dabei gehen wir auf die Punkte Dividendenwachstum, Dividendenrendite, Ausschüttungsquote sowie die Verschuldung und den Ausblick der Unternehmen ein. Wer mag wohl der Gewinner sein?

Dividendenwachstum

Fangen wir beim Thema „Dividendenwachstum“ mit Henkel an. Aktionäre der Stammaktie von Henkel erhielten für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,83 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser Wert um 3,4 % angestiegen. Auch langfristig – seit dem Jahr 2010 – ist die Dividende von 0,70 Euro ohne Unterbrechungen erhöht worden. Damit ist der Ruf der Aktie als perfektes Dividenden-Langzeitinvestment bestätigt.

Die Aktionäre von Beiersdorf erhielten für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,70 Euro – ein Wert, der auf Höhe des Vorjahres lag. Langfristig wurden hier leider keine Dividendenerhöhungen realisiert. Seit dem Geschäftsjahr 2010 wurde stets eine Dividende von 0,70 Euro gezahlt.

Im direkten Vergleich beim Dividendenwachstum geht eindeutig die Henkel-Aktie als Gewinner aus dem Duell hervor.

Dividendenrendite & Ausschüttungsquoten

Werfen wir nun einen Blick auf die aktuelle Dividendenrendite der beiden Unternehmen sowie deren Ausschüttungsquoten.

Die Henkel-Stammaktie rentierte bei einem Xetra-Schlusskurs von 82,95 Euro (Stand: 02.08.2019) bei einem Wert von 2,21 %. Die Ausschüttungsquote belief sich für das Geschäftsjahr 2018 bei einem Ergebnis je Aktie von 5,31 Euro auf einen Wert von 34,5 %.

Bei einem Kurs der Beiersdorf-Aktie von 105,15 Euro (Xetra-Schlusskurs vom 02.08.2019) errechnet sich eine Dividendenrendite von 0,67 % – das ist nicht besonders viel. Bei einem Gewinn je Aktie von 3,21 Euro für das Geschäftsjahr 2018 liegt die Ausschüttungsquote allerdings auch nur bei 21,8 %.

Auch wenn die Ausschüttungsquote bei der Beiersdorf-Aktie niedriger ist, wäre die Dividendenrendite selbst bei einer ähnlichen Ausschüttung nicht auf dem gleichen Niveau wie bei der Henkel-Aktie. Der Grund könnte hier in einer höheren Bewertung der Aktie liegen. Dieses Duell hätte somit ebenfalls Henkel gewonnen.

Verschuldung

Ein anschließender Blick auf die Verschuldung der beiden Unternehmen sollte etwas Aufschluss darüber geben, wie sicher diese Dividenden für die Zukunft sein könnten. Denn nur wenn eine Verschuldung in einem erträglichen Maß vorhanden ist, kann von einer stabilen oder steigenden Dividende ausgegangen werden.

Die Eigenkapitalquote lag bei Henkel für das Geschäftsjahr 2018 bei 57,7 %. Dem steht eine Eigenkapitalquote von 64 % bei Beiersdorf für das Geschäftsjahr 2018 gegenüber. Dieses Duell hätte Beiersdorf klar für sich entschieden.

Ausblick

Gemessen im Ausblick für das Gesamtjahr 2019 erwartet der Henkel-Konzern ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2 bis 4 %. Die bereinigte Umsatzrendite auf EBIT-Basis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) soll zwischen 16 und 17 % liegen (2018: 17,6 %).

Beiersdorf rechnet auf Konzernebene für 2019 mit einem Umsatzwachstum von etwa 3 bis 5 %. Die operative EBIT-Umsatzrendite soll bei 14,5 % liegen. Das EBIT wird leicht unter dem Vorjahreswert erwartet.

Auf Basis dieser Daten würde ich ein Unentschieden vergeben. Beiersdorf wächst zwar schneller, ist aber einen Hauch weniger profitabel.

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Henkel-Aktie in den Bereichen des Dividendenwachstums und der Dividendenrendite bessere Werte aufweisen kann. Auch wenn die Aktie über eine leicht höhere Ausschüttungsquote verfügt, wäre selbst bei einer Angleichung dieser Werte die Dividendenrendite immer noch einen Tick besser.

Bei der Verschuldung schlägt jedoch Beiersdorf das Unternehmen Henkel ganz klar.

Beim Ausblick gibt es ein Unentschieden. Beide wachsen mit niedrigen einstelligen Raten, von leicht rückläufigen Ergebnissen ist auszugehen – die Profitabilität bleibt aber auf einem hohen Niveau.

Gewinner des Dividendenduells wäre aus meiner Sicht daher ganz klar die Henkel-Aktie, auch wenn Beiersdorf als Kriseninvestment aufgrund seiner geringen Verschuldung über ein größeres Potenzial beim Dividendenwachstum verfügen könnte.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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