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Fresenius nach den Quartalszahlen – Comeback des Dividendenaristokraten?

Foto: Getty Images

Seit dem Allzeithoch im Mai 2017 bei 79,49 Euro hat die Aktie von Fresenius (WKN: 578560) 42,7 % an Wert verloren (Stand: 31.07.2019). Die geplatzte Akorn-Übernahme und zwei Prognosesenkungen im vergangenen Jahr ließen die Anleger vorsichtig werden.

Fresenius-Chef Stephan Sturm hat das Jahr 2019 zu einem Übergangsjahr erklärt, um die Weichen für zukünftiges Wachstum zu stellen. Die Halbjahreszahlen geben einen ersten Einblick, wie gut Fresenius mit dem Umbau vorankommt. Insgesamt konnte Fresenius den Umsatz im vergangenen Quartal um 6 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Zudem hob Fresenius die Umsatzprognose für das restliche Jahr leicht an.

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Fresenius Medical Care

Fresenius Medical Care (WKN: 578580) hat im vergangenen Quartal einen Umsatz von 4,3 Mrd. Euro generiert. Damit konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3 % zulegen. Der ebenfalls im DAX gelistete Dialysespezialist hat aktuell mit Schwierigkeiten im wichtigen US-Markt zu kämpfen. Hier ging der Umsatz um 3 % zurück.

Ein Erlass von Donald Trump könnte in Zukunft wieder für steigende Gewinne sorgen. Die US-Regierung plant eine Reform der Behandlung von Dialysepatienten. Modellrechnungen zeigen, dass Fresenius Medical Care dadurch pro Patient mehrere Tausend US-Dollar einsparen könnte. Aktuell expandiert Fresenius Medical Care insbesondere in die Emerging Markets. In Lateinamerika konnte der Umsatz organisch um 24 % gesteigert werden. Aktuell machen die Wachstumsmärkte in Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region nur einen Anteil von 15 % vom Gesamtumsatz aus, aber wenn das Wachstum sich so fortsetzt, könnte der Anteil schnell steigen.

Fresenius Kabi

Im Bereich Kabi bündelt Fresenius sein Geschäft mit Infusions- und Ernährungstherapien. Fresenius Kabi konnte im vergangenen Quartal einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro erwirtschaften. Während das Geschäft in Europa und den USA aktuell stagniert, wächst das Geschäft in den Emerging Markets stark.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der organische Umsatz in Emerging Markets um bis zu 16 % gesteigert werden. Insgesamt konnte Fresenius Kabi den Umsatz im Jahresvergleich organisch um 4 % steigern. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, investiert Fresenius vor allem in die Entwicklung des im Jahr 2017 neu erworbenen Biosimilar-Geschäfts. Außerdem soll das Generika-Geschäft weiter ausgebaut werden.

Fresenius Helios

Helios bildet das Klinikgeschäft des Fresenius-Konzerns ab. Der Umsatz von Fresenius Helios lag im vergangenen Quartal bei 2,3 Mrd. Euro. Aufgrund einer internen Umverteilung von einigen Gesundheitseinrichtungen zu Fresenius Vamed stagnierte der Umsatz im Jahresvergleich. Auf bereinigter Basis konnte der Umsatz jedoch um 6 % zulegen.

Im Bereich Helios investiert Fresenius aktuell viel. Um die Servicequalität zu verbessern, wurden in Deutschland im ersten Halbjahr dieses Jahres 1.000 neue Pflegekräfte eingestellt. Des Weiteren wurden in Spanien vier neue Kliniken gekauft und eine bestehende Klinik ausgebaut. Mit dem Kauf der Cliníca Medellín in Kolumbien erfolgte zudem der Einstieg in den südamerikanischen Markt.

Fresenius Vamed

Dieser Bereich hat sich auf die Beratung, Planung, Errichtung und das Management von Gesundheitseinrichtungen spezialisiert. Aktuell ist Fresenius Vamed der kleinste Geschäftsbereich von Fresenius. Vamed erwirtschaftete im vergangenen Quartal einen Umsatz von 467 Mio. Euro.

Dafür weist Vamed das höchste organische Wachstum im Fresenius-Konzern auf. Der organische Umsatz konnte im Jahresvergleich um 27 % gesteigert werden. Zukünftige Investitionen sollen laut CEO Sturm insbesondere in den Ausbau des europäischen Reha-Geschäfts fließen.

Schafft Fresenius das Comeback?

Die Märkte in Europa und den USA scheinen gesättigt zu sein und das Wachstum stagniert in diesen Märkten. Dafür schafft es Fresenius, in den Emerging Markets schnell zu wachsen. Aktuell machen diese Märkte nur einen kleinen Teil des Konzernumsatzes aus, aber wenn die Wachstumsraten so anhalten, könnte sich das schon bald ändern.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Fresenius nach der Schwächephase insgesamt wieder auf einem guten Weg ist. Ich glaube an ein Comeback des Gesundheitskonzerns aus Bad Homburg und gehe davon aus, dass Fresenius mit seinem konjunkturunabhängigen Geschäftsmodell auch in Zukunft weiter wachsen wird. Jedoch wurde in den vergangenen beiden Jahren viel Vertrauen bei den Anlegern verspielt. Daher wird es wohl einige Zeit dauern, bis die Anleger wieder Vertrauen in Fresenius fassen.

Das mangelnde Vertrauen spiegelt sich auch im Kurs-Gewinn-Verhältnis wider. Aktuell liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Fresenius bei 12,5 (Stand: 31.07.2019). Dies entspricht in etwa dem Niveau während der Finanzkrise. Aufgrund der soliden fundamentalen Lage und der aktuell historisch niedrigen Bewertung könnte der aktuelle Kurs meiner Meinung nach eine Chance für langfristig denkende Foolishe Anleger zum Einstieg sein.

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Robin Gey besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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