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3 dumme Gründe, jetzt Aktien von Canopy Growth abzustoßen

Foto: Getty Images.

Der Cannabis-Züchter Canopy Growth (WKN: A140QA) entwickelte sich schnell von einer beliebten Cannabis-Aktie zu einer, die man jetzt auf dem Kieker hat. Allein die Tatsache, dass das Short-Volumen 50 % zugenommen hat, sollte die Zweifel daran ausräumen.

Da Canopy-Growths-Gründer und langjähriger CEO Bruce Linton vor rund einem Monat ausgeschieden ist, fragen sich wahrscheinlich einige Investoren, ob es jetzt an der Zeit ist, sich von der Aktie zu trennen. Darum hier mal drei völlig falsche Gründe, die Aktie jetzt zu verkaufen.

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1. Der Aktienkurs ist in den letzten Monaten stark gefallen

Stimmt, der Aktienkurs von Canopy Growth ist seit Anfang Mai um fast 30 % gefallen. Aber wegen dieses Rückgangs zu verkaufen ist einer der falschesten Gründe, die es überhaupt nur gibt.

Zum einen hat man gar nicht genügend Finger an den Händen, um aufzählen zu können, wie oft die Canopy-Aktie in den vergangenen Jahren um mindestens 30 % nach unten gerasselt ist. Und trotzdem ist die Aktie in diesem Zeitraum immer noch um rund 1.280 % gestiegen. Seien wir ehrlich: Canopy Growth ist eine volatile Aktie. Trotz dieser Volatilität ist es jedoch immer noch ein großer Gewinner für die Anleger, die an der Aktie festhalten.

Eines der größten Probleme von Canopy Growth war die irre hohe Bewertung. Aber die Aktie ist jetzt billiger als sie es den Großteil des Jahres 2019 war.

2. Die Cannabis-Verkäufe gingen im letzten Quartal zurück

Vielleicht stören dich eher Canopy Growths schwache Ergebnisse im vierten Quartal 2019. Die Umsätze des Unternehmens auf dem kanadischen Markt für legal verkäufliches Cannabis gingen gegenüber dem Vorquartal zurück. Die Verkäufe von medizinischem Cannabis in Kanada gingen ebenfalls zurück. Und die internationalen Verkäufe von medizinischem Cannabis gingen dann auch noch einmal zurück.

Klingt also so, als sollte man die Aktie von Canopy Growth verkaufen. Denn es dürfte wohl jeder Anleger mit ziemlicher Sicherheit ein starkes Umsatzwachstum vom Unternehmen erwartet haben.

Allerdings sollte man wissen, warum genau die Umsätze von Canopy Growth im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen sind. Die kanadischen Provinzen haben nur langsam neue offizielle Verkaufsstellen in eigenen Ladengeschäften eröffnet. Angebotsengpässe haben die Wachstumschancen auf internationalen Märkten beeinträchtigt. Auch die Umstellung der Marke Tweed auf den legalen Markt trug zu einem Rückgang des Verkaufs von medizinischem Cannabis bei.

Aber all dies sollten nur vorübergehende Probleme sein. Die Produktionskapazität von Canopy Growth im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 sollte sich gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppeln. Weitere Läden werden eröffnet. Auch sollen dieses Jahr noch neue Produkte wie Getränke, Lebensmittel und Vapes legalisiert werden.

3. Man arbeitet noch nicht rentabel

Ein Unternehmen kann nicht auf immer und ewig Geld verlieren. Angesichts der anhaltend hohen Verluste von Canopy Growth könnte man schon denken, dass sich das Unternehmen noch nicht auf einem klaren Weg zur Profitabilität befindet. Der neue CFO des Unternehmens, Mike Lee, sagte kürzlich, dass Canopy Growth im Geschäftsjahr 2020 nicht profitabel sein werde. Zeit zu verkaufen? Moment, nicht so schnell.

Man muss wissen, dass sich die Bruttomarge von Canopy Growth bis zum Ende des Geschäftsjahres auf 40 % verbessern wird. Derivative Produkte (wie eben Vapes oder Lebensmittel) sind in der Regel profitabler. Da der Markt für diese Produkte im nächsten Jahr starten soll, dürften sich die Margen von Canopy deutlich verbessern.

Canopy Growth wird wohl einen neuen CEO einstellen, der den Laden profitabel machen will. Der große Partner des Unternehmens, Constellation Brands, war mit den schlechten Zahlen von Canopy im letzten Quartal nicht zufrieden und wird wahrscheinlich darauf bestehen, eine neue Person an die Spitze von Canopy zu holen, die sich auf das Ergebnis konzentrieren wird.

Warum sind diese Gründe denn so falsch?

Das große Problem bei all diesen drei Gründen, Aktien von Canopy Growth zu verkaufen, ist, dass sie viel zu kurzsichtig gedacht sind. Bei allen drei Gründen geht es um die nahe Zukunft, nicht um die langfristigen Chancen.

Als du Aktien von Canopy Growth gekauft hast, dachtest du wahrscheinlich, dass der Cannabis-Weltmarkt in den nächsten zehn Jahren enorm expandieren würde und dass Canopy Growth in der Lage ist, eine führende Rolle zu übernehmen. Nun: Keiner der drei genannten Gründe ändert etwas an dieser Annahme.

Drehen wir den Spieß mal um: Angenommen, die Prämissen stimmen, dass der Weltmarkt riesig werden und dass Canopy Growth ein Marktführer sein wird. In dem Fall wird der Umsatz des Unternehmens steigen und das Unternehmen wird fast automatisch auf dem Weg zur Profitabilität sein, womit wir die Gründe zwei und drei von oben ausgeräumt hätten. Und die Aktien würden sicherlich steigen und damit die Sorge Nummer eins ausräumen.

Es gibt einige berechtigte Gründe, Canopy Growth zu verkaufen. Wenn man zum Beispiel nicht mehr davon ausgeht, dass der Cannabis-Weltmarkt noch weiter wachsen kann oder Canopy ein Marktführer sein wird – dann sollte man sich wirklich von der Aktie trennen. Und falls man denkt, dass es andere Aktien gibt, die höhere Renditen bringen als Canopy Growth, sollte man ebenfalls verkaufen. Aber was auch immer man tut, man sollte es aus guten Gründen tun und nicht aus kurzfristigen Zweifeln.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Constellation Brands. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 21.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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