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Twilio: Lieber nicht gegen die Aktie wetten

Foto: Getty Images

Eine der heißesten Aktien der letzten anderthalb Jahre kann nach wie vor zulegen. Twilio (WKN:A2ALP4) ist seit Anfang letzten Jahres ein echter Gewinnner und mindestens ein Bulle von der Wall Street glaubt, dass Twilios Aktien weiter steigen können.

Patrick Walravens von JMP Securities gab neulich eine sehr optimistische Einschätzung zu Twilio heraus und bestätigte damit sein erstes Outperform-Rating für die Aktie. Seine Recherche mit und bei Dritten deuten darauf hin, dass Twilio mittlerweile mit den eingehenden Leads gar nicht mehr Schritt halten kann und dass man deswegen erst gar nicht die Nötigkeit sieht, Twilio an Kunden zu verkaufen, die sich nicht von selber melden.

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Apps über alles

Walravens hat ein Kursziel von 160 USD für die Aktien, das unter der höchsten Erwartung von 175 USD liegt, aber immer noch einen schönen Aufwärtstrend für eine Aktie bedeutet, die seit Ende 2017 um 505 % gestiegen ist. Twilio hat das Interesse von Wachstumsinvestoren geweckt, da man die führende Position für Entwickler einnimmt, die ihre Apps ansprechender gestalten wollen. Als Verbraucher bekommt man nicht mit, dass Twilio am Werk ist, wenn Airbnb die Anfrage bei Vermietern überprüft oder wenn andere Services miteinander kommunizieren, und am Ende müssen sie das auch gar nicht wissen. Nur die Entwickler wissen alles über die Cloud-basierte Plattform von Twilio, die die Kommunikation erleichtert, ohne dass ein Nutzer eine App verlassen müsste.

Twilio tut hingegen ebenfalls Gutes für Wachstumsinvestoren. Die Umsatzzuwächse haben sich in fünf aufeinander folgenden Quartalen beschleunigt und haben sich in dieser Zeit fast verdoppelt. Sie sind im letzten Quartal von 41 % auf 81 % gestiegen. Auch wenn Twilio nicht viel Gewinn erwirtschaftet, hat das bereinigte Ergebnis in drei der letzten vier Quartale mit Leichtigkeit die Ziele der Wall Street geschlagen.

Sicher, das Wachstum wird sich nicht ewig beschleunigen, aber das ist kein großes Problem. Analysten gehen davon aus, dass sich der Umsatz für das gesamte Jahr 2019 auf 71 % verlangsamt, nur um dann im nächsten Jahr etwa die Hälfte davon zu betragen. Twilios Wachstumskurs sollte weiter anhalten, sodass man in diesem boomenden Bereich der Top-Player bleiben kann.

Ende Juli wird man mehr wissen, wenn Twilio die Zahlen für das zweite Quartal vorlegt. Wird dies das Ende der rasanten Entwicklung des Umsatzwachstums sein? Die Wall Street denkt, dass das so sein wird und erwartet ein Umsatzwachstums von 79 %. Aber das wäre nicht das erste Mal, dass Analysten das Potenzial von Twilio unterschätzt haben. Sollte die Nettoexpansionsrate von Twilio weiterhin bei über 100 % liegen, wäre dies ein deutliches Zeichen für gelungene Kundenbindung. Werden die Entwickler mehr? Sind neue Plattformangebote in Arbeit? Es gibt viele Fragen, auf die die Anleger bald Antworten bekommen sollten, aber es hat keinen Sinn, die Aktie zu verkaufen – außer, die Antworten fallen äußerst unbefriedigend aus.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Twilio. Rick Munarriz besitzt Aktien von Alphabet und Reuben Gregg Brewer Aktien von Ventas. Dieser Artikel erschien am 17.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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