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Emerging-Markets-ETFs mit Nachteilen: Wo China-Aktien und aktive Fonds besser sind

Die Anlage in Schwellenländern über einen Emerging-Markets-ETF ist bequem. Aber ist es auch der beste Weg, um von den aufstrebenden Volkswirtschaften dieser Welt zu profitieren? Ich denke nicht, denn solche ETFs bringen auch Nachteile mit sich, sodass aktive Fonds oder die Direktanlage in vielen Fällen die bessere Alternative sein könnte.

Die Nachteile von Emerging-Markets-ETFs

Angenommen, du interessierst dich für einen dieser beim Anlegerpublikum beliebten ETFs wie den Xtrackers MSCI Emerging Markets (WKN:A12GVR), der grundsätzlich breit diversifiziert erscheint. Immerhin deckt er rund 30 Länder und ebenso viele Währungen ab. Schaut man hingegen genauer hin, dann sieht man, dass über 40 % in Greater China (also inkl. Hongkong und Taiwan) stecken sowie rund 15 % in OECD-Ländern wie Südkorea, Chile, Polen oder der Tschechischen Republik. Das kann deinen Vorstellungen entsprechen, muss es aber nicht.

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Was die Branchenverteilung angeht, liegt der Schwerpunkt deutlich auf der Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie Finanzdienstleistern. Allein Tencent (WKN:A1138D) und Alibaba (WKN:A117ME) machen sich bereits zusammen mit 9 % breit. Auch hier gilt wieder, dass alles in Ordnung ist, wenn du genau solche Werte magst.

Es gibt allerdings eine Sache, die nicht so ganz in Ordnung ist und mit der Funktionsweise von ETFs zusammenhängt. Als passive Anlageinstrumente bilden sie stur einen darunterliegenden Index ab und diese Indizes werden von Unternehmen wie MSCI berechnet und zusammengestellt. Dafür werden keine Analysten angestellt, welche die einzelnen Unternehmen umfassend unter die Lupe nehmen, sondern Rechenknechte, die herausfiltern, welche Aktien gewisse Kriterien am besten erfüllen.

Das mag in den meisten Fällen zu einer neutralen Titelauswahl führen, die eine gute Mischung sicherstellt. Manchmal rutscht jedoch eine Firma durchs Raster, die alles andere als seriös ist. Ich denke dabei etwa an Ding Yi Feng, deren Kurs ohne erkennbaren Grund explodierte und ein Vielfaches der vernünftigerweise erwartbaren Marktkapitalisierung erreichte. Weil das Unternehmen somit plötzlich zu den größten gehörte, wurde es in gewisse Indizes aufgenommen und musste folglich von den angeschlossenen passiven Fonds erworben werden, was den Trend noch verstärkte – ein Desaster.

Etwas anders gelagert ist der Fall von Kangmei Pharmaceutical, deren Buchhaltung sich angeblich um 4,4 Mrd. US-Dollar verrechnet hatte. Als das bekannt wurde, stürzten die Aktien natürlich ab, und so etwas ist kein Einzelfall an Chinas Börsen. Von daher ist es nicht unrealistisch, dass man mit einem Emerging-Markets-ETF auch mal solche Werte untergejubelt bekommt.

Alternative 1: Aktive Fonds

Deshalb würde ich mich mit einem aktiven Fonds sicherer fühlen. Mit etwas Vertrauen in die Erfahrung und Expertise des Fondsmanagements können wir davon ausgehen, dass jedes investierte Unternehmen mit Verstand durchleuchtet wurde. Damit sind zwar nicht alle Risiken ausgeschaltet, aber das mit Ding Yi Feng wäre dort sicherlich nicht passiert.

Auch bei der Gewichtung von Regionen, Branchen und Unternehmen haben aktive Fonds mehr Freiheiten. Statt primär auf die IT-Giganten zu setzen, könnten sie beispielsweise eine unbekannte Softwareperle mit überragenden Wachstumsperspektiven übergewichten. Wenn im Bankensystem steigende Risiken erkennbar sind, könnten Finanzdienstleister reduziert werden und stattdessen Konsumwerte zugekauft werden.

Auf alle Fälle kann man sich im Vorfeld über die Anlagephilosophie informieren und wenn sich diese mit deinen Erwartungen deckt, dann hast du einen verlässlichen Partner an deiner Seite, der deine Ziele ohne weiteres Zutun umsetzt.

Alternative 2: Selbermachen

Mit etwas Mühe könntest du das Ganze aber auch selbst übernehmen. Der große Vorteil dabei ist, dass du in Unternehmen investieren kannst, von denen du selbst überzeugt bist. Es liegt dann ganz bei dir, ob du dafür etwa Banken, Mobilfunk-Netzbetreiber, Rohstoffunternehmen, Autobauer oder IT-Titanen auswählst. Möglicherweise lässt sich so ein doppeltes Gegengewicht zu deinem restlichen Depot aufbauen.

Zwar wirst du auf diese Weise kaum die Diversifizierung eines Fonds erreichen, aber ein etwas konzentrierterer Ansatz hat auch seine Vorteile. Wenn unter den von dir ausgewählten Unternehmen der ein oder andere Volltreffer dabei ist, dann macht sich das viel stärker in deinem Depot bemerkbar, als wenn die Überrendite innerhalb eines breit gestreuten Fonds untergeht.

Ein Nachteil ist allerdings, dass der Kauf nicht immer so einfach ist, wenn zum Beispiel die betreffende Aktie nicht liquide in Deutschland gehandelt wird. Insgesamt könnte daher die beste Emerging-Markets-Strategie darin bestehen, deine Mittel auf einen sorgfältig ausgewählten ETF, einen renommierten aktiven Fonds und ein paar deiner Aktienfavoriten aufzuteilen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tencent Holdings.

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