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Es gibt nichts Besseres als eine gute Versicherung: AXA und Aflac im Test auf ihre Depot-Tauglichkeit

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Für viele sind sie unverzichtbar, sowohl im Leben als auch im Depot. Die Rede ist von Versicherungen bzw. ihren Aktien. Die meisten heimischen Anleger beschränken sich hierbei auf die Branchenschwergewichte aus Deutschland wie Allianz (WKN: 840400) oder Münchener Rück (WKN: 843002), mit denen sie natürlich vertraut sind.

Doch gibt es auch im restlichen Europa und den USA einige Versicherungsgesellschaften, die für eine Investition infrage kommen könnten. Hier kommt es immer auf die Risikoneigung des Einzelnen an, denn nicht jeder traut sich zum Beispiel zu, den Sprung über den Großen Teich zu wagen und sich US-Werte in sein Depot zu legen.

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Deshalb schauen wir uns heute einmal einen europäischen Versicherer und ein Versicherungsunternehmen aus den USA genauer an.

AXA

Mit einer Marktkapitalisierung von 56,90 Mrd. Euro ist die französische AXA (WKN: 855705) ein Schwergewicht in der Versicherungsbranche in Europa. Und AXA liegt damit im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz. Gleich hinter der Allianz, die einen Börsenwert von 90,07 Mrd. Euro aufweisen kann.

Aber nicht nur in Europa ist AXA präsent, sondern auch im Rest der Welt. Hier sind vor allem der US-Markt und das Asiengeschäft die wichtigsten Standbeine. Aber am erfolgreichsten ist der Konzern natürlich im Heimatmarkt Frankreich, wo man im Jahr 2018 rund 25 Mrd. an Umsatz erzielt hat. Zum Vergleich: In ganz Europa lag der Umsatz bei 36,74 Mrd. Euro und in den USA waren es 16,48 Mrd. Euro.

Und wie sieht es mit der Aktie von AXA aus? Man muss hier ganz klar sagen, dass die AXA-Aktie nicht gerade mit einer konstanten Kursbewegung hervorsticht. Vielmehr war es die letzten 20 Jahre ein ständiges Auf und Ab, und der Kurs befindet sich derzeit mit 23,48 Euro (26.07.2019) auf einem Niveau, auf dem er schon 1998 das erste Mal notierte.

Für Anleger, die auf langfristig stetig steigende Kurse setzen, ist die Aktie von AXA dann auch eher nicht geeignet. Doch bei Dividendenjägern sind die Papiere von AXA durchaus beliebt. Denn bezogen auf die letzte Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2018 beträgt die aktuelle Dividendenrendite stolze 5,71 %.

Hier lockt also eine üppige Anfangsrendite und seit 2012 hat der Konzern die Dividende auch jedes Jahr erhöht. Und bei einer Ausschüttungsquote von 52 % dürfte ihm das auch in Zukunft gelingen. Die AXA-Aktie weist derzeit mit 8,29 ein sehr niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf und wird damit im Moment recht niedrig bewertet.

Seit Anfang des Jahres befindet sie sich zudem in einem soliden Aufwärtstrend und hat seit Anfang Januar bis heute fast 25 % im Kurs zugelegt. Hier sollte also noch einiges an Potenzial vorhanden sein.

Aflac

Eine Ente als Markenzeichen. Kann das gut gehen? Beim US-Unternehmen und Versicherungskonzern „American Family Life Assurance Company“ oder kurz Aflac (WKN: 853081) hat es funktioniert. Viele Amerikaner kennen Aflac, doch 70 % seiner Einnahmen erzielt der Versicherer aus Georgia (USA), der umgerechnet knapp 36 Mrd. Euro an Marktkapitalisierung aufweist, in Japan.

Denn dort sind die Spezialversicherungen des Konzerns sehr beliebt. Und es gibt kaum einen Japaner, der das Maskottchen des Unternehmens nicht kennt. Aflac ist mit seinen speziellen Angeboten tief in den japanischen Markt eingedrungen und hat dort mit fast allen Banken und auch mit der Post Vertriebskooperationen vereinbart. Auch mit den Personalabteilungen vieler Unternehmen arbeitet man dort zusammen.

Im Gegensatz zu den Papieren von AXA befindet sich die Aflac-Aktie schon seit Jahrzehnten in einem langfristigen Aufwärtstrend. Der wurde eigentlich nur durch die Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 unterbrochen. Ausgehend von ihrem damaligen Tiefststand, den sie mit 5,745 US-Dollar am 09.03.2009 erreichte, ist die Aktie von Aflac bis heute um sagenhafte 935 % gestiegen.

Die Kursentwicklung lässt also keine Wünsche offen. Und wie sieht es mit der Dividende aus? Aflac hat in den letzten zwölf Monaten insgesamt eine Dividende von 1,06 US-Dollar an seine Aktionäre ausgezahlt. Dies bedeutet beim aktuellen Kurs von 53,78 US-Dollar (26.07.2019) eine Dividendenrendite von nur 1,97 %.

Das sieht nach nicht allzu viel aus, doch sollte man wissen, dass Aflac seine Dividende bereits seit Jahrzehnten jedes Jahr ununterbrochen erhöht. Allein in den letzten zehn Jahren stieg die Ausschüttung um gute 89 %. Und die Dividendensteigerungen sind für viele Einkommensinvestoren meist wichtiger als die aktuelle Dividendenrendite.

Nimmt man als Grundlage den verwässerten Gewinn je Aktie (EPS), hat Aflac nur eine Ausschüttungsquote von 27,59 %. Weiteren Anhebungen sollte hier also nichts im Wege stehen.

Die Aflac-Aktie weist derzeit mit 12,78 wie auch AXA ein recht niedriges KGV auf. Und der Kurs von Aflac? Der ist in diesem Jahr schon um 18,54 % gestiegen. Man kann also sagen, dass sich die Aufwärtsbewegung hier durchaus fortsetzt.

Fazit

Alles in allem ist AXA eine solide Versicherungsaktie mit hoher Dividendenrendite und deshalb für reine Dividendenliebhaber durchaus interessant. Doch Aflac hat meiner Meinung nach mehr fürs Depot zu bieten. Hier ist zwar die Anfangsrendite bei der Dividende nicht so hoch, doch steigert Aflac schon seit über 30 Jahren die Ausschüttung und auch die Aktie zeigt einen mustergültigen Chartverlauf.

Aber jeder kann ja für sich alleine die Entscheidung treffen, was ihm wichtiger ist: von Anfang an eine recht hohe Dividendenrendite, oder stetig steigende Dividenden in Verbindung mit einem solide ansteigenden Kurs.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von der Allianz. The Motley Fool empfiehlt Aflac.

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