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Netflix erreicht 150 Millionen Abonnenten weltweit

Foto: The Motley Fool.

Der Digitalvideo-Veteran Netflix (WKN:552484) meldete am 17. Juli die Ergebnisse zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019. Die Neukundengewinnung blieb hinter den Erwartungen des Managements zurück, und das Ergebnis wurde durch eine einmalige Steuerbelastung im Zusammenhang mit der jüngsten Restrukturierung belastet.

Die Ergebnisse des zweiten Quartals von Netflix: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q2 2019 Q2 2018 Veränderung
Zahlende Streaming-Abonnenten weltweit

151,6 Millionen

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124,4 Millionen

22 %

Umsatz

4,92 Milliarden USD

3,91 Milliarden USD

26 %

Reingewinn

271 Millionen USD

384 Millionen USD

(29 %)

GAAP-Ergebnis je verwässerter Aktie

0,60 USD

0,85 USD

(29 %)

Datenquelle: Netflix. GAAP = allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze.

Neue Abonnenten

Im Inland kamen 2,7 Millionen Neukunden hinzu, im Ausland 2,8 Millionen und 126.000 Kunden wanderten ab. Damit wurde die im Ausblick für dieses Quartal angestrebte Zahl von 5 Millionen Neuzugängen unterschritten. Die Gesamtzahl der gezahlten Abonnenten lag erstmals bei 150 Millionen.

Das inländische Streaming-Segment erwirtschaftete 852 Mio. US-Dollar an Beitragsgewinnen, ein Plus von 27 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinne aus dem internationalen Geschäft stiegen um 121 % und landeten bei 416 Mio. US-Dollar. Die rückläufige DVD-Sparte verzeichnete weitere 46 Mio. US-Dollar und lag damit 13 % unter dem Vorjahreswert. Der Beitragsgewinn ist eine Netflix-spezifische Nicht-GAAP-Kennzahl, die in etwa dem Bruttogewinn abzüglich der Marketingkosten für ein bestimmtes Segment entspricht.

Durchschnittliche Abonnentenumsätze pro Monat

Der durchschnittliche Inlandskunde zahlte Netflix im zweiten Quartal 12,75 US-Dollar pro Monat, gegenüber 11,48 US-Dollar pro Monat im ersten Quartal und 11,28 US-Dollar pro Monat im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg um 13 % gegenüber dem Vorjahr war das Ergebnis der in den letzten Monaten eingeführten Preiserhöhungen.

Die durchschnittliche monatliche Beitragserhöhung war international weniger deutlich, da die Preiserhöhungen in ausgewählten Märkten mit steigenden Kundenzahlen in preissensiblen Märkten wie Lateinamerika und Indien kompensiert werden mussten. Der aktuelle Preis von 9,29 US-Dollar pro Monat war ein Anstieg von 8,90 US-Dollar im Vorquartal und 9,36 US-Dollar pro Monat im zweiten Quartal 2018.

Andere wichtige Punkte

Der freie Cashflow lag bei minus 594 Mio. US-Dollar gegenüber minus 559 Mio. US-Dollar im gleichen Berichtszeitraum 2018. Netflix gab 3,3 Mrd. US-Dollar für die Produktion von Originalinhalten und für Gebühren für den Zugriff auf die Content-Kataloge Dritter aus.

Da der Cashflow wieder unter der Kostendeckung lag, hielt das Management die Tür für neue Schulden offen. Zum Ende des zweiten Quartals wies Netflix liquide Mittel in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar auf, gegenüber 4,8 Mrd. US-Dollar an Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Inhalten und 12,6 Mrd. US-Dollar an langfristigen Verbindlichkeiten.

Was das Management zu sagen hatte

In einer vorbereiteten Erklärung sagte das Management, dass das moderate Abonnentenwachstum in allen Regionen ziemlich gleichmäßig war, außer dass die erwarteten Verluste in den Märkten mit den jüngsten Preiserhöhungen etwas höher waren. Nach den 9,6 Mio. Netto-Neuzugängen im ersten Quartal haben die aktuellen Zahlen vielleicht enttäuscht, indem sie die saisonalen Trends verzerrt haben. Doch der wichtigste Grund dafür scheint das geringe Interesse an den neuen Premieren des zweiten Quartals zu sein.

Am Ende meinte die Führung von Netflix, dass es ein Fehler wäre, sich zu sehr auf ein zu optimistisches Ziel zu konzentrieren, wenn der langfristige Trend weiterhin stark positiv ist.

„Es ist leicht, die Mitgliederzahlen des Quartals zu überinterpretieren.“, sagte CEO Reed Hastings während der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal. „In den meisten Fällen versuchen wir, die bestmögliche Prognose zu treffen.“

Spencer Wang, Vizepräsident für Finance und Investor Relations, gab zu diesem Thema einige interessante Kommentare ab:

Wenn wir an die Prognose über die zahlenden Nettozugänge denken, geht es wirklich um das marginale Wachstum. Unsere Abonnentenzahl liegt bei über 150 Millionen Mitgliedern. Wir sprechen also von plus oder minus 1 %, 2 %, 3 % Wachstumsraten bei den Abonnenten auf Jahresbasis, die mit über 20 % wachsen.

Wenn wir das auf das Niveau vorantreiben, von dem wir glauben, das wir es Ende des dritten Quartals erreichen werden, denken wir, dass wir auf einer 12-Monats-Basis über 28 Millionen Mitglieder hinzugewinnen werden. Wir setzen also wirklich auf den nachhaltigen Anstieg des Wachstums unserer Mitglieder im Laufe der Zeit. Es wird von Quartal zu Quartal einige Unregelmäßigkeiten geben, die auf Dingen wie Saisonalität und Content usw. basieren.

Blick in die Zukunft

Netflix erwartet weiterhin, für das gesamte Geschäftsjahr rund 3,5 Mrd. US-Dollar an freien Cashflows zu verbrauchen, gefolgt von einer „Verbesserung im Jahr 2020“ und einer langfristigen Aufwärtsentwicklung. Ein stetiges Abonnentenwachstum und eine steigende operative Marge sollten dem Unternehmen helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Kurzfristig das Management davon aus, dass im dritten Quartal weltweit 7 Millionen Kunden hinzukommen werden. Das wäre ein Anstieg von 6,1 Millionen Zugängen verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2018. Der Umsatz sollte um etwa 31 % auf 5,25 Mrd. US-Dollar steigen, was den GAAP-Gewinn um etwa 17 % auf 10,40 US-Dollar pro verwässerter Aktie steigen lassen sollte.

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Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 17.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix.

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