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General Mills: 4 wichtige Infos für Investoren

Foto: Getty Images

General Mills (WKN: 853862), zu dem die Marken Cheerios, Häagen-Dazs, Yoplait und viele weitere gehören, hatte es in den vergangenen Jahren gegen die Konkurrenz und durch Kunden mit gesünderem Lebenswandel nicht leicht. Das Wachstum stabilisierte sich jedoch in den letzten Quartalen, da neue Akquisitionen (wie der Luxus-Haustiernahrungshersteller Blue Buffalo) integriert und die bekannten Marken mit neuen Produkten aufgefrischt wurden.

General Mills ist noch nicht aus dem Schneider, aber es geht ihm besser als dem Konkurrenten Kraft Heinz (WKN: A14TU4), der seine Margen der Umsatzsteigerung geopfert hat. General Mills könnte auch weiterhin für Dividendenanleger attraktiv sein, da die Aktie nur zum 15-Fachen der erwarteten Einnahmen gehandelt wird und eine Dividendenrendite von fast 4 % erzielt.

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General Mills hat kürzlich auf seinem jährlichen Investorentag seine Prioritäten für das Geschäftsjahr 2020 verkündet, das Ende Mai begann. Schauen wir uns die vier wichtigsten Informationen aus dieser Präsentation an – und schauen dann, ob die interessant genug sind, um General Mills zu einem überzeugenden Kauf zu machen.

1. Weiterentwicklung und Erweiterung des Portfolios

Vor zwei Jahren hieß es bei General Mills, dass man die vier „differenzierten Wachstumsplattformen“ – Häagen-Dazs, Snackbars, Old El Paso Mexican Food und das Portfolio an natürlichen und organischen Marken – ausbauen werde, um das langsamere Wachstum seiner schwächeren Marken auszugleichen. General Mills bekräftigte bei der Präsentation noch einmal dieses langfristige Ziel.

General Mills erklärte auch, dass es beabsichtige, über alle „Marken und Regionen“ hinweg effektiver konkurrieren zu können, indem man Innovationen, Marketing und die Ausführung im Geschäft verbessern wolle. Man plane auch, das Portfolio langfristig mit „wachstumsfördernden Akquisitionen und Veräußerungen“ umzugestalten, und stellte fest, dass Blue Buffalo in den USA derzeit die „führende Marke“ in der immer größer werdenden Kategorie von gesunder Haustiernahrung ist.

Die Strategie von General Mills ist deutlich aggressiver als die von Kraft Heinz, das vor allem konservative Akquisitionen tätigt und weniger spannende Marketingstrategien verfolgt. Miguel Patricio, der neue CEO von Kraft Heinz, sagte kürzlich auch dem Wall Street Journal, dass das Unternehmen in den nächsten Monaten keine Marken verkaufen oder Akquisitionen tätigen werde.

2. Steigerung des organischen Umsatzwachstums

Das Umsatzwachstum von General Mills wurde durch die Übernahme von Blue Buffalo im vergangenen Jahr deutlich verstärkt. Aber auf einer organischen Basis, die diese Auswirkungen ausschließt, sieht das Wachstum immer noch recht schwach aus:

Year-over-year growth Q4 2018 Q1 2019 Q2 2019 Q3 2019 Q4 2019
Berichtete Verkäufe 2 % 9 % 5 % 8 % 7 %
Organische Verkäufe 1 % 0 % (1 %) 1 % 0 %

Quelle: Quartalsbericht von General Mills

Das organische Wachstum von General Mills wurde durch schwache Umsätze in Nordamerika, Europa und Australien gebremst.  In Asien und Lateinamerika sowie im Segment Convenience Stores und Food Services hingegen lief es besser.

General Mills sagte, dass der organische Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 1 bis 2 % steigen würde, vor allem dank Verbesserungen im Geschäft in Nordamerika und dank des Wachstums von Blue Buffalo.

3. Anhaltend starke Margen

General Mills’ Strategien zu Preiserhöhung und Kostensenkung konnten die Bruttomarge stabilisieren und die operative Marge im vergangenen Jahr steigern.

Metric Fiscal 2017 Fiscal 2018 Fiscal 2019
Berichtigte Bruttomarge 36,1 % 34,5 % 34,4 %
Berichtigte operative Marge 17,6 % 16,6% 16,9 %

Quelle: Quartalsbericht von General Mills Q4 2019

Das Unternehmen geht davon aus, dass es diese Margen durch den Einsatz von zwei Strategien halten wird: „ganzheitliches Margenmanagement“, das die Kosten der Lieferkette durch Reduzierung der Energie-, Liefer- und Verpackungskosten senkt, und „strategisches Umsatzmanagement“, Initiativen, die Analysen zur Optimierung der Preisgestaltung nutzen.

General Mills gab keine genaue Margenprognose für 2020 ab, erwartet aber, dass der bereinigte währungsbereinigte Betriebsgewinn um 2 bis 4 % und der Gewinn je Aktie auf gleicher Basis um 3 bis 5 % steigen wird.

4. Reduzierung der Schuldenlast

General Mills hat durch die Übernahme von Blue Buffalo in Höhe von 8 Milliarden USD eine Menge Schulden angehäuft. Im vierten Quartal reduzierte man jedoch die langfristigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 % auf 11,6 Milliarden USD, was ein Verhältnis von Schulden zu bereinigtem EBITDA von 3,9 bedeutet. Dieses Verhältnis soll bis Ende 2020 auf 3,5 gesenkt werden.

Kann General Mills diese Ziele erreichen?

Bei abgepackten Lebensmitteln konnte General Mills besser abschneiden als viele seiner Konkurrenten, aber man ist noch lange nicht aus dem Schneider. Die Rückgewinnung von Kunden in Nordamerika könnte eine Herausforderung sein, und das Unternehmen muss seine Ausgaben für Investitionen, Marketing und Schuldentilgung sorgfältig abwägen, um das stabile Wachstum aufrechtzuerhalten.

General Mills ist nach wie vor eine solide, konservative Aktie für die Baisse, aber sie hat in diesem Jahr fast 40 % zugelegt und das KGV ist im Vergleich zum Gewinnwachstum etwas hoch. Daher sollten Dividendenanleger vorerst wohl an sichereren Aktien mit niedrigeren Bewertungen und höheren Renditen festhalten.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. Leo Sun besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel erschien am 15.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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