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Wird Microsoft nach dem Einnahmebericht weiter steigen?

Anfang des Jahres überschritt Microsoft (WKN: 870747) eine Benchmark, die nur von zwei weiteren börsennotierten US-Unternehmen jemals übertroffen wurde: am Tag nach den aktuellen Finanzergebnissen eine Marktkapitalisierung von 1 Billion USD zu erreichen. Im Gegensatz zu Apple und Amazon.com, die das bereits geschafft hatten, konnte Microsoft auch auf diesem Niveau bleiben. Der Kursgewinn seit Anfang des Jahres beträgt starke 37 %.

Der Katalysator, der Microsoft an die Spitze brachte, war ein starkes Wachstum in den Segmenten Windows und Cloud Computing.

Das Unternehmen wird die Ergebnisse des vierten Geschäftsjahresquartals (das am 30. Juni endete) nach Börsenschluss am 18. Juli berichten. Wird Microsoft in der Lage sein, seinen Trend aufrechtzuerhalten? Oder geht es wieder bergab? Hier ein paar Dinge, die man auf dem Zettel haben sollte.

Umsatzerlöse

Der Umsatz von Microsoft stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 14 % und übertraf damit deutlich die Schätzungen der Analysten, die einen Zuwachs von 11,3 % erwartet hatten. Man übertraf selbst die eigene Prognose von 12,3 % noch einmal deutlich.

Für das zweite Quartal prognostizierte das Management einen Umsatz in einer Bandbreite von 32,2 bis 32,9 Milliarden USD. Die Mitte dieses Bereichs würde ein Wachstum von 8 % gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Da Microsoft mit seiner Prognose in der Vergangenheit stets vorsichtig war, könnte das Unternehmen seine Prognose wieder übertreffen.

Die Analysten erwarten in ihren Schätzungen einen Umsatz von 32,75 Milliarden USD bzw. ein Wachstum von etwa 9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Cloud Computing

Einer der wichtigsten Treiber für den Erfolg von Microsoft war in den letzten Jahren der Aufstieg des Cloud-Computing-Marktes. Anfang des Jahres zeigten Zahlen der Synergy Research Group, dass Amazon Web Services (AWS) zwar immer noch der Cloud-Leader war, aber Microsofts Azure Cloud an Boden gewann. Noch wichtiger ist, dass Azure das am schnellsten wachsende Produkt unter den Cloud-Lösungen war. Die Lücke zu AWS wurde weiter geschlossen.

Das Segment „Intelligent Cloud“ war im vergangenen Quartal mit einem Plus von 22 % gegenüber dem Vorjahresquartal das leistungsstärkste Segment von Microsoft. Dieses Wachstum wurde von Azure angeführt, dessen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 73 % und bereinigt um die Auswirkungen von Wechselkursen um 75 % stieg.

Azure dürfte weiterhin stark performen.

Gewinne

Eine der interessantesten Zahlen im letzten Quartal war die Stärke des Endergebnisses von Microsoft, denn selbst bei einem Umsatzwachstum von 14 % stiegen der Jahresüberschuss und das Ergebnis je Aktie (EPS) im Jahresvergleich um 19 bzw. 20 %. Das ist ein Beweis für die Fähigkeit des Unternehmens, die Kosten unter Kontrolle zu halten, während man daran arbeitet, den Umsatz zu steigern.

Auch wenn das Unternehmen keine Guidance pro Aktie gibt, erwarten die Analysten in ihren Schätzungen einen EPS von 1,21 USD, was einem Anstieg von etwa 7 % entsprechen würde. Angesichts der Gewinne von Microsoft in der Vergangenheit, die stets das Umsatzwachstum übertreffen, sollten die Anleger nicht überrascht sein, wenn dies in diesem Quartal wieder passiert.

Microsoft wird voraussichtlich nach Marktschluss am Donnerstag, den 18. Juli, seine Zahlen vorlegen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Microsoft. Danny Vena besitzt Aktien von Amazon und Apple. Dieser Artikel erschien am 14.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.