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Virgin Galactic wird das erste „New Space“-Unternehmen sein, das an die Börse geht

Foto: The Motley Fool.

Es passiert endlich. „New Space“ ‒ eine Gruppe von Unternehmen, die neue Wege erkundet, um Raketen zu bauen, Satelliten (und Menschen) in den Orbit zu bringen und den Weltraum als Reiseziel zu kommerzialisieren ‒ hat endlich ein Konzept entwickelt, in das man investieren kann.

Ein Beispiel: Vor ein paar Monaten habe ich ein paar Vorschläge in diesem Bereich angeboten: die Start-ups Vector und Virgin Galactic. Beide waren registriert, da sie irgendwann einen Börsengang durchführen wollen.

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Letzte Woche hat einer von ihnen im Grunde genommen einen Schritt in diese Richtung gemacht.

Bis zur Unendlichkeit und weiter

Gerade kündigte Virgin-Galactic-Gründer Sir Richard Branson am Dienstag an, dass sein Unternehmen mit der börsennotierten Mantelgesellschaft Social Capital Hedosophia Holdings (WKN:LED400) fusionieren werde. Die Transaktion wird Virgin Galactic effektiv in eine börsennotierte New Space Company verwandeln ‒ ohne sich einem traditionellen IPO-Prozess unterziehen zu müssen.

Die Fusion, die irgendwann in den nächsten sechs Monaten umgesetzt werden soll, wird dazu führen, dass Social-Capital-Aktionäre 49 % des Kapitals von Virgin Galactic erwerben, den derzeitigen Virgin Galactic CEO George Whitesides jedoch in der Führungskontrolle belassen. Noch wichtiger für die Investoren ist, dass sie „das erste und einzige börsennotierte kommerzielle Raumfahrtunternehmen“ schaffen wird, in das man direkt investieren kann.

Was man bekommt, wenn man investiert

Aber solltest du in Virgin Galactic investieren? Gehen wir ein paar Zahlen durch.

Nach Angaben der Unternehmen wird die börsennotierte Version von Virgin Galactic nach Abschluss dieser Fusion einen Unternehmenswert von 1,5 Mrd. US-Dollar haben. Obwohl das alles noch etwas undurchsichtig ist, geht aus den Daten von S&P Global Market Intelligence und SEC-Meldungen hervor, dass das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von etwa 2 Mrd. US-Dollar erwartet, die durch bis zu 500 Mio. US-Dollar in bar (und marktgängigen Wertpapiere) nach der Fusion ausgeglichen wird.

Dieses Geld ist eine wertvolle Ressource für ein Unternehmen, das seinen ersten zahlenden Kunden noch nicht in den Weltraum gebracht hat.

Was dieses Geschäft für die Investoren bedeutet

Apropos, die gemeinsame Pressemitteilung des Unternehmens sagt nicht genau aus, wann Virgin Galactic mit der Generierung von Einnahmen beginnen wird. Es deutet jedoch darauf hin, dass Virgin Galactic bis mindestens 2023 über Einnahmen verfügen wird, und dass es nach der Fusion mit 1,5 Mrd. US-Dollar an Unternehmenswert auf das 2,5-Fache des Umsatzes im Jahr 2023 geschätzt wird ‒ was bedeutet, dass das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren von null auf 600 Mio. US-Dollar Jahresumsatz steigt.

Wie wahrscheinlich ist das?

Noch ein paar Zahlen: Wir haben gehört, dass Virgin Galactic plant, Tickets für etwa 250.000 US-Dollar zu verkaufen, um mit dem SpaceShipTwo ins All (und wieder zurück) zu fliegen ‒ und dieser Preis könnte bereits sinken. Nach Angaben der Unternehmen haben bisher 600 Kunden im Wert von „120 Mio. US-Dollar potenziellem Umsatz“ einen Trip bestellt. Das bedeutet, dass der tatsächliche Ticketpreis näher an 200.000 US-Dollar liegen kann.

Einfache Mathematik sagt uns daher, dass Virgin Galactic bis 2023 3.000 Tickets pro Jahr verkaufen muss, um 600 Mio. US-Dollar Jahresumsatz aus dem Ticketverkauf zu erzielen. Da SpaceShipTwo für sechs Passagiere ausgelegt ist, scheint es, dass Virgin Galactic 500-mal pro Jahr fliegen muss, um das versprochene Niveau von 600 Mio. US-Dollar Jahresumsatz zu erreichen.

Es gibt nur ein (eigentlich zwei) Probleme damit: Laut UBS ist der Markt für Weltraumtourismus bei Ticketpreisen von 250.000 US-Dollar wahrscheinlich nur groß genug, um etwa 50 Flüge (300 Kunden) pro Jahr weltweit zu unterstützen. Jetzt könnte Virgin Galactic wahrscheinlich die Nachfrage durch Preissenkungen erhöhen ‒ vielleicht tun sie das ja schon! Aber weniger Geld pro Reise einzunehmen würde es proportional schwieriger machen, das versprochene Ziel von 600 Mio. US-Dollar Jahresumsatz zu erreichen.

Wenn also der Weltraumtourismus alles ist, was Virgin Galactic anbietet, dann scheint es nicht wahrscheinlich, dass bis 2023 ein Jahresumsatz von 600 Mio. US-Dollar erzielt wird. Zugegeben, das Unternehmen könnte durchaus noch andere Tricks im Ärmel haben. Es könnte beispielsweise größere Raumschiffe bauen, um mehr Passagiere zu niedrigeren Preisen zu befördern. Die Muttergesellschaft von Virgin plant auch ein im Entstehen begriffenes Satellitenstartgeschäft, Virgin Orbit genannt, und SEC-Meldungen im Zusammenhang mit der Fusion beziehen sich auf „die Erbringung bestimmter Dienstleistungen zwischen diesen Unternehmen“.

Wenn Virgin Galactic mit dem Schwesterunternehmen Virgin Orbit zusammenarbeitet, um Satellitenstartdienste anzubieten, könnte das das Potenzial für eine weitere Einnahmequelle haben, die nicht von der Nachfrage nach Weltraumtourismus abhängig ist.

Es gibt noch eine ganze Reihe von Unbekannten in dieser Geschichte. Andererseits beginnt die Geschichte von Virgin Galactic gerade erst. Wir werden weiter berichten ‒ und sicherstellen, dass du als Investor die Fakten erhältst, die notwendig sind, um zu entscheiden, ob diese New-Space-Unternehmen eine gute  Investition sein könnte.

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Dieser Artikel wurde von Rich Smitch auf Englisch verfasst und am 15.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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