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Chinesische Invasion bei Daimler – was ich als Aktionär davon halte

Mit BAIC (WKN: A12GNY) steigt nach Geely (WKN: A0CACX)-Gründer Li Shufu der nächste chinesische Investor bei Daimler (WKN: 710000) ein. Damit befinden sich knapp 15 % aller Daimler-Aktien in den Händen chinesischer Autobauer – ein kurioser Umstand, den man vor ein paar Jahren wohl für völlig undenkbar gehalten hätte.

Doch was bedeutet der jüngste Einstieg chinesischer Investoren für Daimler-Aktionäre wie mich? Ob ich BAIC als Großaktionär eher positiv oder eher negativ sehe, erfährst du, wenn du weiterliest.

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Wer ist dieser neue Investor überhaupt?

BAIC –  mit vollem Namen Beijing Automotive Industry Holding – ist der fünftgrößte Automobil- und Fahrzeugbauer Chinas. Das Unternehmen ist börsennotiert – ich würde mir die BAIC-Aktie allerdings eher nicht ins Depot legen: Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich in Staatsbesitz.

Für Daimler ist BAIC übrigens kein Unbekannter – bereits seit über zehn Jahren sind die beiden Unternehmen Partner in China. Von einer Invasion kann daher eigentlich nicht die Rede sein – anders als damals der überraschende Geely-Einstieg. Der kam aus dem Nichts und glich tatsächlich einer Invasion.

Was mir an BAIC als Investor nicht gefällt

Wenn sich bei den Anteilseignern etwas Gravierendes ändert, kann das durchaus Einfluss auf die Entwicklung eines Unternehmen haben – und damit auch auf die zugehörige Aktie. Fördert der neue Anteilseigner mit seinem Einfluss eher kurzfristige Maßnahmen oder denkt er langfristig? Liebäugelt er mit üppigen Dividenden oder will er Innovationen vorantreiben, um dauerhaft an der Spitze zu bleiben?

Lass uns zunächst einmal auf die in meinen Augen negativen Aspekte des BAIC-Einstiegs bei Daimler zu sprechen kommen.

Wie beschrieben ist BAIC ein Staatskonzern – es ist also relativ wahrscheinlich, dass auch die chinesische Regierung ein Interesse an dieser Investition hat. Ich weiß natürlich nicht, was dahinterstecken könnte – wirklich positiv finde ich es allerdings nicht, wenn ein chinesisches Staatsunternehmen in einem meiner „Unternehmen“ mitmischt.

Auch auf einen Innovationstransfer aus China in Richtung Stuttgart würde ich nicht hoffen. Chinesische Staatskonzerne gelten als bürokratisch und ineffizient – aber definitiv nicht als besonders innovativ.

Auch die Konstellation Geely/BAIC könnte sich als wenig förderlich herausstellen. Laut dem Buch „Chinas Bosse“ soll Geely-Gründer Li Shufu die staatlichen chinesischen Autobauer als kleine, verwöhnte Kinder bezeichnet haben. Hört sich nicht gerade nach einem ausgesprochen harmonischem Verhältnis an – und könnte im Hause Daimler womöglich für Probleme sorgen.

Was mir an BAIC als Investor gefällt

Chinesische Investoren werden in Europa oft als Technologiediebe, Heuschrecken oder Arbeitsplatzvernichter gesehen. Wer sich allerdings ein bisschen mit Unternehmertum in China beschäftigt, der wird feststellen: Meist denken chinesische Unternehmer sehr langfristig und sind nicht nur auf den schnellen Euro (oder Renminbi) aus.

Mir sind solche langfristig denkenden Investoren deutlich lieber als die sogenannten aktiven Investoren à la Carl Icahn, die Unternehmen für den schnellen Euro kurzfristig aufhübschen oder gar aufspalten. Was danach passiert, ist ihnen egal – langfristiger Ansatz: Fehlanzeige!

Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich BAIC als Investor bei Daimler definitiv positiv.

Auch dass Daimler und BAIC bereits langjährige Partner sind, lässt auf eine langfristige Ausrichtung dieses Investments hoffen – denn nur wenn alle Beteiligten langfristig denken, kann dauerhafter Unternehmenserfolg entstehen – das schließt eben auch die Großaktionäre mit ein.

Mit der Investition wird die ohnehin schon langjährige Partnerschaft zwischen diesen beiden Unternehmen weiter vertieft. Dies sollte den Zugang zum chinesischen Markt sichern, vielleicht sogar verbessern. Hier könnte sich die Tatsache, dass BAIC ein Staatskonzern ist, vielleicht sogar positiv für die Daimler-Aktie auswirken.

Zu guter Letzt können wir den Einstieg von BAIC zum jetzigen Zeitpunkt als positives Zeichen werten: Die Chinesen scheinen der Meinung zu sein, dass die Aktie derzeit günstig ist. Schließlich würden sie ein derart großes Aktienpaket wohl nicht kaufen, wenn die Aktie in ihren Augen maßlos überbewertet wäre.

Was ich jetzt mit der Daimler-Aktie machen werde

Für mich persönlich hat der Einstieg von BAIC bei Daimler nichts an meinem Investment-Case geändert – entsprechend gibt es für mich aufgrund dieser Nachricht auch keinen Grund, bei der Daimler-Aktie aktiv zu werden.

Ich werde an meiner Daimler-Position also festhalten und bei Kursen unter 45 Euro wie geplant noch einmal nachkaufen – wir werden sehen, ob sich diese Einstiegschance demnächst ergibt oder nicht!

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Daimler und Geely. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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