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Achtung Hochspannung! ETFs könnten gefährlicher sein, als du denkst

Foto: Getty Images

Bei Anlegern sind sie als kostengünstige und passive Instrumente zur Altersvorsorge oder einfach nur zur Vermögensbildung äußerst beliebt geworden. Und sie sprießen anscheinend wie Pilze aus dem Boden. Die Rede ist von den „Exchange Traded Funds“, oder kurz ETFs.

Da diese passiven Anlagevehikel meist einen Index nachbilden, ist ihre Performance natürlich auch an diesen gekoppelt. Und genau das ist es, was ETF-Investoren an dieser Anlage so lieben. Denn man kann mit einem ETF ja schließlich nicht schlechter abschneiden als der Index selbst.

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Und gerade die Performance ist ja ein sehr wichtiges Kriterium bei der Geldanlage. Da die Medien die Leute permanent darauf hinweisen, dass fast kein Manager eines aktiv gemanagten Investmentfonds die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index langfristig schlagen kann und schon gar kein gewöhnlicher Kleinanleger dazu in der Lage sei, werden ETFs immer beliebter.

Aber stimmt es wirklich, dass das eigene Geld in einem ETF auch wirklich gut und vor allem sicher angelegt ist? Ich bin da – vorsichtig ausgedrückt – anderer Meinung. Warum das so ist, erfährst du hier.

Sind ETFs eine gute Anlage?

Wer sein Geld passiv in einem ETF für sich arbeiten lässt, beschneidet damit in erster Linie seine Renditemöglichkeiten. Dies geschieht durch die Abhängigkeit des ETF von der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index. Ich kann deshalb auch nicht verstehen, warum ETFs so beliebt bei den Anlegern sind, obwohl sie nur die Performance des Index erreichen können, den sie nachbilden.

Und mit einem ETF investiert man dann auch in die schlechten Aktien, die in jedem Index wohl oder übel enthalten sind. Also ich denke, wenn ich mich zum Beispiel für DAX-Aktien interessieren würde, setze ich doch eher auf Adidas (WKN:A1EWWW) oder SAP (WKN:716460) und würde um Werte wie ThyssenKrupp (WKN:750000) oder Deutsche Bank (WKN:514000) einen großen Bogen machen.

Doch wenn man einen ETF kauft, der den DAX nachbildet, investiert man automatisch in alle enthaltenen Werte. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, was es mit einer guten Geldanlage zu tun hat, wenn man sein Geld auch in die risikobehafteten Werte eines Index steckt, nur weil man Angst hat, mit seiner Investition schlechter als der Index selber abzuschneiden.

Sind ETFs eine sichere Anlage?

Genau wie bei einem normalen Publikumsfonds ist ein ETF sogenanntes Sondervermögen, welches bei einer Pleite des ETF-Anbieters vor dem Zugriff von Insolvenzverwaltern geschützt ist. Von dieser Seite betrachtet, ist ein ETF also genauso sicher wie jeder andere Investmentfonds.

Es gibt aber sehr wohl einen Unterschied zwischen den beiden Anlageformen. Im Gegensatz zu traditionellen Fonds können ETF-Anteile in Sekundenschnelle an der Börse gehandelt werden. Doch könnte die Schnelligkeit, mit der Börsengeschäfte hier abgewickelt werden, durchaus zu Problemen führen.

Denn anders als bei einem aktiven Fonds halten ETFs keine Liquidität vor, um die Anteilsverkäufe der Anleger schnell bedienen zu können. Wenn jetzt also ein ETF-Anteil verkauft wird, muss dafür entweder direkt ein Käufer gefunden werden oder für die Aktien aus dem nachgebildeten Index. Und das möglichst blitzschnell.

Die größte Gefahr bei ETFs lauert meiner Meinung nach aber in Phasen von heftigen Kursabschwüngen bzw. großen Börsenkorrekturen. Denn hier entwickeln sich dann die ETFs eben auch genauso schlecht wie der zugrunde liegende Index. Mit einem gut aufgestellten Depot, das aus sorgfältig ausgewählten Einzelwerten besteht, kann man da unter Umständen wesentlich besser abschneiden.

Fazit

Was die Rendite anbelangt, ist die Investition in einen ETF genauso risikobehaftet wie ein Investment in Einzelaktien. Doch sollte man immer bedenken, dass die Performance eines ETF mit der Wertsteigerung des nachgebildeten Index einhergeht.

Dies bedeutet für ETF-Anleger, dass ihre Renditemöglichkeiten in Boomphasen begrenzt sind, sie aber in Zeiten von Börsenkorrekturen die volle negative Macht des Marktes zu spüren bekommen. Ob man sein hart erarbeitetes Geld diesem Risiko aussetzen sollte, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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