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BMW, VW, Daimler und Co.: Wird das den belastenden Handelskonflikt beenden?

Foto: Getty Images

Die Aktien von Daimler (WKN: 710000), BMW (WKN: 519000) und VW (WKN: 766403) sowie eigentlich alle weiteren Automobilaktien scheinen gegenwärtig nur von einem Thema beeinflusst: dem belastenden Handelskonflikt, der zudem Sorgen vor einer generellen konjunkturellen Abkühlung schürt.

Viele Aktien haben in diesem Kontext bereits ordentlich Federn lassen müssen und so manche bemerken zudem auch operative Einbußen. Ein Thema, das gegenwärtig eine Lose-lose-Situation für alle Beteiligten zu sein scheint. Jedoch dürfte Deal-Maker Donald Trump es hier durchaus noch auf weitere Eskalationen ankommen lassen, wenn es seiner Ansicht nach sein muss.

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Ein deutscher Politiker hat sich nun jedenfalls mit einer isolierten Meinung aus der Reserve getraut. Schauen wir im Folgenden einmal, ob eine derartige Lösung ausreichend sein könnte, um die aktuellen handelspolitischen Probleme in den Griff zu bekommen.

Bundeswirtschaftsminister wagt sich aus der Reserve

Genau genommen war es Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der sich geläufigen Meldungen nach getraut hat, einen ersten Kompromissvorschlag kundzutun. Demnach bekräftigte der deutsche Minister, dass die EU bereit sei für eine Senkung der Autozölle auf null. Wodurch letztlich auch der Vorwurf ausgeräumt sei, dass die US-amerikanischen Einfuhrzölle niedriger seien als die EU-Zölle. Ein durchaus interessantes Szenario.

Ein solches Vorgehen könnte womöglich explizit für Automobile sein und natürlich in beide Richtungen funktionieren. Voraussetzung hierfür sei laut Einschätzung des Politikers ein Industriezollabkommen, das im Rahmen einer EU- und US-amerikanischen Vereinbarung getroffen werden müsse.

Ein Vorschlag, der offenbar auf offene Ohren stößt, denn immerhin hat der Branchenverband VDA bereits sein Wohlwollen hinsichtlich einer solchen Einigung bekundet. Durch eine Herabsetzung der Zölle in beide Richtungen auf null sehe man in einer solchen Einigung insbesondere Chancen für die Automobilindustrie, so der bisherige Tenor.

Zudem scheinen derartige Pläne genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen zu sein. Denn immerhin hat sich US-Präsident Trump nach der Annäherung an China nun wieder vermehrt der EU zugewandt und hier jüngst mit höheren Zöllen gedroht. Eine Entwicklung, der aus der Sicht der Automobilkonzerne entgegengewirkt werden kann.

Ein Deal nach Trumps Geschmack?

Eine Sache, die im Rahmen einer solchen Einigung nicht fraglich wäre, sind selbstverständlich die Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Durch den Wegfall von Zöllen wären sowohl im Handel als auch in der Produktion möglicherweise wieder viele Wege zwischen der EU und den USA etwas offener. Was bereits kurz- bis mittelfristig zu einer operativen Entspannung sowie zu einem sich bessernden Zahlenwerk führen könnte. So weit zumindest die Theorie.

Nichtsdestoweniger bleibt hierbei natürlich abzuwarten, ob ein solcher Deal durch die EU ratifiziert wird und ob Trump zu einem solchen Übereinkommen bereit ist. Vielleicht fühlt sich der US-Präsident weiterhin unfair behandelt und möchte ein Abkommen auf weitere Branchen ausdehnen. Oder selbst einfach bloß auf eine ähnlich solide Idee kommen, um sich als Deal-Maker feiern zu lassen. Wer weiß schon, was in diesem berechtigterweise als sprunghaft zu bezeichnenden US-Präsidenten vorgeht.

Investoren sollten daher an dieser Stelle nicht an ein Wunder glauben, auch wenn natürlich neue Hoffnung besteht, dass zumindest ein gewisser Dialogprozess in Gang kommen könnte.

Weitere Entwicklungen im Auge behalten

Solange daher noch kein Deal unter Dach und Fach ist, dürften Automobilhersteller wie Daimler, BMW und Volkswagen noch im operativen Krisenmodus verweilen. Dennoch könnte es sich anbieten, hier die weitere Entwicklung im Auge zu behalten. Denn sofern hier ein Durchbruch gelänge, könnte das durchaus wegweisend für die Konzerne sein. Sowohl aus der Sicht des Zahlenwerks als auch vermutlich für die jeweiligen Aktien.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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