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Mega-Markt Cannabis und Marihuana: Rasantes Wachstum bald auch in Europa?

Foto: Getty Images

Marihuana ist definitiv kein Randthema mehr. Seit einigen Jahren befinden sich auch viele Investoren gewissermaßen in einem grünen Rausch. Denn viele Cannabisproduzenten haben sich inzwischen zu ernst zu nehmenden Unternehmen sowie ernst zu nehmenden Aktien entwickelt, wobei es durchaus einige gehypte Hot Stocks gibt, die hier möglicherweise überbewertet sein könnten.

Dennoch scheint sich das Thema Cannabis und Marihuana weitgehend nicht in unseren heimischen Gefilden abzuspielen, sondern eher in den USA sowie in Kanada. Zumindest bis jetzt. Denn es könnte langfristig durchaus einige interessante Initiativen auch im europäischen Markt geben, die hier einen gewissen Schwung in dieses Segment bringen könnten. Schauen wir im Folgenden einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

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Marihuana in Europa – ein heißes politisches Thema

Letztlich ist Cannabis nämlich auch in Europa inzwischen ein heiß diskutiertes politisches Thema. Es ist außerdem ein Thema, bei dem die Rechtslage bislang noch nicht final genormt ist und einzelne Staaten gegenwärtig noch unterschiedlich vorgehen. Das lässt den Markt für Investoren natürlich weitgehend undurchsichtig werden.

Speziell die Niederlande mit ihren Coffeeshops gelten so beispielsweise als besonders offen und tolerant. Nun scheint es ernsthafte Bestrebungen zu geben, wonach das Europäische Parlament möglicherweise eine einheitliche Regelung finden möchte, zumindest speziell für das medizinische Cannabis. Ein solcher Schritt könnte durchaus weitreichende Auswirkungen haben.

So fordert das Europäische Parlament seit Februar dieses Jahres einen EU-weiten Ansatz für medizinisches Cannabis sowie eine angemessen finanzierte wissenschaftliche Forschung, die sich mit diesem Themenfeld auseinandersetzt. Auch wenn das möglicherweise nicht nach viel klingt, könnte das langfristig durchaus Bewegung in den Markt des medizinischen Marihuanas bringen.

Die bürokratischen Mühlen der Verwaltung mahlen schließlich noch immer eher langsam. Allerdings sollten wir an dieser Stelle nicht vergessen, dass mit diesem Schritt zumindest das grundsätzliche Potenzial einer solchen Anwendung in Betracht gezogen wird. Diesen Aspekt könnten Fans des grünen Rausches durchaus feiern.

Ein EU-Mitglied könnte zudem Vorreiter werden

Zusätzlich zu dieser interessanten Meldung existiert zudem noch eine zweite interessante Cannabisneuigkeit aus dem aktuellen Jahr. Neben dem medizinischen Marihuana, das nun möglicherweise europaweit einheitlich reguliert werden könnte, plant nämlich ein EU-Mitgliedsstaat quasi als Vorreiter auch im Freizeitbereich voranzugehen.

So will Luxemburg nun Cannabis legalisieren, und zwar quasi voll und ganz. Das würde unter anderem bedeuten, dass jeder Erwachsene in Luxemburg für den eigenen Gebrauch Cannabis anbauen, kaufen, besitzen und konsumieren dürfte. Allerdings werden Einzelheiten wohl noch geprüft und sind daher noch mit Vorsicht zu genießen. Unterm Strich dürfte das jedoch eine interessante Entwicklung sein.

Neben vereinzelten Staaten wie Uruguay und Kanada wäre Luxemburg hier ein weiterer Staat, der diesen Schritt künftig gehen würde. Zudem ist es das erste Land in Europa, das über eine solche ganzheitliche Legalisierung nachdenkt, was möglicherweise auch weitreichende Auswirkungen auf andere Staaten haben könnte.

Marihuana dürfte hierdurch nämlich immer präsenter werden und insbesondere die angrenzenden Staaten könnten aufgrund dieser Legalisierung vor einem echten Schwarzmarktproblem stehen. Das könnte auch hierzulande womöglich einen neuen Kick in die Legalisierungsdebatte bringen. Schon allein, um als Gesetzgeber solcher Staaten diesen Markt regulieren und einen florierenden Schwarzmarkt in den Griff bekommen zu können.

2019 als Initialzündung? Vielleicht!

Wie wir daher letztlich sehen können, scheint 2019 ein Jahr zu werden, in dem viel Bewegung in den Cannabismarkt kommt. Auch in Europa.

Sowohl Europa als auch Luxemburg im Speziellen scheinen diesem Rauschmittel nun etwas fortschrittlicher und offener begegnen zu wollen. Dieser Aspekt lässt sich aus vielerlei Perspektiven natürlich unterschiedlich interpretieren.

Für Investoren könnte sich hierdurch jedenfalls der Marihuanamarkt erweitern, was für die etablierten Unternehmen eine weitere Wachstumschance sein könnte.

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