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Amazon.com und Google begraben (zumindest teilweise) das Kriegsbeil

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Amazon.com (WKN:906866) und Alphabets (WKN:A14Y6H) (WKN:A14Y6F) Google haben sich endlich entschlossen, einen Waffenstillstand zu schließen. Google kündigte am Mittwoch in einem Unternehmensblogpost an, dass die Zuschauer ab sofort Amazon Prime Video sowohl auf Chromecast als auch auf ausgewählten Android-TV-Geräten sehen könnten, was seit fast anderthalb Jahren unmöglich ist.

Die Unternehmen hatten Anfang dieses Jahres eine Einstellung der Feindseligkeiten signalisiert. Im April veröffentlichten Google und Amazon eine gemeinsame Pressemitteilung, in der sie die Verfügbarkeit der Streaming-Dienste auf vielen Geräten des jeweils anderen ankündigten.

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Der zunehmende Wettbewerb im Streaming-Bereich war wahrscheinlich der entscheidende Antrieb für den Waffenstillstand.

Die Konkurrenten verzichten jetzt auf Feindseligkeiten
Google sagte, dass neben ausgewählten Android-TV-Geräten in den kommenden Wochen und Monaten auch viele weitere Android-Smart-TVs, Set-Top-Boxen und Streaming-Geräte für Prime Video öffnen werden.

In einem eigenen Blogbeitrag sagte Amazon, dass ab heute die offizielle YouTube-App für eine Vielzahl von Amazon Fire TV-Geräten verfügbar wäre, darunter der Fire TV Stick (2. Generation), Fire TV Stick 4K, Fire TV Cube, Fire TV Stick Basic Edition und alle Fire TV Edition Smart TVs. Das Unternehmen kündigte an, dass es dieses Angebot „in den kommenden Monaten auf weitere Fire-TV-Geräte erweitern wird“. Amazon sagte auch, dass seine Plattformen Unterstützung für YouTube TV und den YouTube Kids Service bieten würden, der noch in diesem Jahr starten soll.

Amazon verwies auch darauf, dass die YouTube-App mit Alexa zusammenarbeiten werde, dem sprachaktivierten digitalen Assistenten, mit dem die Smart Speakers der Echo-Linie funktionieren. Die Nutzer können dann sagen: „Alexa, zeig mir Musikvideos auf YouTube“, um die App zu öffnen und mit dem Abspielen des besten Ergebnisses zu beginnen. Das Unternehmen kündigte auch erweiterte Sprachsteuerungen an, die es dem Zuschauer ermöglichen, nach einer Vielzahl von Themen zu suchen, etwa nach dem Muster „Alexa, spiele Highlights der Frauen-Weltmeisterschaft“ und „Alexa, finde Make-up-Tutorials“ – alles, ohne erneut das Wort „YouTube“ zu sagen. Das System ermöglicht es den Nutzern auch, das nächste Video per Sprachbefehl abzuspielen, anzuhalten, fortzusetzen, vor- und zurückzuspulen oder zum nächsten Video weiterzugehen.

Es ist nicht alles Sonnenschein

Eine bemerkenswerte Auslassung in der Ankündigung betraf Hinweise auf Amazons Echo Show oder Spot-Geräte. Auch die Alexa-gesteuerten Geräte mit Videobildschirm fehlten bei der Ankündigung Anfang des Jahres auffälligerweise. Die Kunden werden auch nicht in der Lage sein, Google-Elektronik wie den Google Home Smart Speaker oder das Pixel-Telefon auf der E-Commerce-Website von Amazon zu kaufen, zumindest nicht in naher Zukunft.

Obwohl sie also in manchen Bereichen das Kriegsbeil begraben haben, gibt es zwischen den Rivalen noch Streitpunkte.

Eine Geschichte voller Spannungen

Die Rivalität zwischen den beiden Tech-Titanen hat eine lange Tradition und ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Bereits 2014 teilte Eric Schmidt, damals Vorstandsvorsitzender von Google, seine Ansichten über Amazon mit:

„Viele Leute denken, dass unsere Hauptkonkurrenz Bing oder Yahoo ist. Aber in Wirklichkeit ist unser größter Suchkonkurrent Amazon. Die Leute sehen Amazon nicht als Suchmaschine, aber wenn du nach etwas suchst, das du kaufen willst, landest du meistens bei Amazon. Sie konzentrieren sich offensichtlich mehr auf die kommerzielle Seite der Gleichung, aber im Grunde genommen beantworten sie zunächst einmal die Suchanfragen der Nutzer, genau wie wir.“

Mit dem Streaming rückten auch die Bemühungen der einzelnen Unternehmen in den Fokus, den jeweils anderen vom eigenen Ökosystem auszuschließen.

Woher kommt der Sinneswandel?

Der Wettbewerb im Streaming-Bereich nimmt zu – sowohl im Abonnement- als auch im werbefinanzierten Markt. Amazon ist in beiden Bereichen dabei, mit dem abonnementbasierten Prime Video und IMDb TV, seinem werbegestützten Dienst. Ebenso bietet Google YouTube sowohl in Premium- als auch in werbefinanzierten Formaten an.

Da ihre Dienste nicht auf den Geräten des jeweils anderen verfügbar waren, zwangen Amazon und Google die Verbraucher, konkurrierende Produkte zu wählen, die beide Plattformen anboten, wie Roku (WKN:A2DW4X), das für seine Streaming-Geräte bekannt ist. Das Connected-TV-Betriebssystem dieses Unternehmens – Roku OS – ist in jedem dritten verkauften Smart TV in den USA vertreten. Alle seine Geräte boten Zugang zu YouTube und Prime Video. Indem Roku seine Plattform zu einer wachsenden Anzahl von Kunden brachte, war es auch möglich, das eigene Werbegeschäft auf Kosten der großen Konkurrenten zu stärken.

Google und Amazon haben endlich die Probleme dieses Vorgehens gesehen und hoffen, mit ihrer Kooperation andere Wettbewerber daran zu hindern, ihre jeweiligen Marktanteile zu stehlen.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 10.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon und Roku und empfiehlt sie.

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