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HP könnte 30 % seiner Notebook-Produktion aus China verlagern

Quelle: HP Press Releases

HP (WKN:A140KD) könnte 20 bis 30 % seiner Notebookproduktion aus China verlagern, als Reaktion auf steigende Zölle, höhere Produktionskosten und nationale Sicherheitsbedenken der USA, so Nikkei Asian Review. Der Bericht behauptet, dass HP, der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt, noch in diesem Jahr mit dem Aufbau einer neuen Lieferkette in Thailand oder Taiwan beginnen könnte.

Diese Entscheidung ist nicht überraschend, da auch andere US-Unternehmen ihre Produktion mit der Eskalation des Handelskrieges aus China heraus verlagert haben, aber könnte das Probleme für das PC-Geschäft von HP verursachen, dessen Wachstum in der ersten Jahreshälfte ein bisschen blutarm war?

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Was sind die wichtigsten Probleme?

HP erwirtschaftete 64 % seines Umsatzes im vergangenen Quartal im Bereich der PC-Systeme. Diese Sparte, die Desktops, Notebooks und Workstations herstellt, verzeichnete 2018 ein zweistelliges Umsatzwachstum. Leider ist dieses Wachstum in diesem Jahr gegen die Wand gefahren:

PC-Systeme Q2 2018 Q3 2018 Q4 2018 Q1 2019 Q2 2019
Umsatzwachstum im Jahresvergleich 14 % 12 % 11 % 2 % 2 %

QUELLE: HP QUARTALSBERICHTE

Diese Verlangsamung wurde durch längere Upgrade-Zyklen und den anhaltenden Mangel an CPUs bei Intel (WKN:855681) verursacht. Ein starker US-Dollar dämpfte den Umsatz außerdem – auf konstanter Währungsbasis stiegen die Umsätze im ersten und zweiten Quartal um 3 bzw. 5 %.

HP erzielte im zweiten Quartal 57 % seines Umsatzes im Bereich PC-Systeme mit Notebooks, 33 % mit Desktop-PCs und den Rest mit Workstations und anderen Produkten.

Im Laufe des Quartals sanken die Auslieferungen von HPs PC-Systemen um 1 % pro Jahr, wobei ein Rückgang von 5 % bei den Notebooks das Wachstum von 6 % bei den Desktop-PCs ausglich. HP führte seine geringen Notebooklieferungen auf die schwache Nachfrage aus dem Endverbrauchermarkt zurück, die die stärkeren Umsätze seiner sicherheitsorientierten Unternehmensnotebooks ausglich. Unterdessen wurden die Desktop-Lieferungen durch Upgrades für Unternehmen und eine stabile Nachfrage nach den OMEN-Gaming-PCs begünstigt.

Nach Kategorien gegliedert, stiegen die kommerziellen Einnahmen von HP für PC-Systeme um 7 %, aber die Einnahmen vonseiten privater Verbraucher sanken um 9 % – hauptsächlich aufgrund der schwachen Nachfrage nach HPs neuen Notebooks. HP kompensierte diese Rückgänge jedoch durch höhere Preise, was den Gesamtumsatz der Sparte um 2 % pro Jahr erhöhte.

Werden sich die Margen der Sparte erhöhen oder verringern?

Diese höheren Preise sowie eine strengere Kostenkontrolle führten im ersten Quartal zu einer Steigerung der operativen Marge der Sparte PC-Systeme sowohl sequentiell als auch jährlich.

PC-Systeme Q1 2018 Q2 2018 Q3 2018 Q4 2018 Q1 2019
Operative Marge 3,6% 3,8% 3,9% 3,8% 4,2%

QUELLE: HP QUARTALSBERICHTE.

Diese stabilen Margen deuten darauf hin, dass sich die PC-System-Sparte von HP einen leichten Anstieg der Betriebskosten leisten kann, wenn sie einen Teil der Notebookproduktion aus China verlagert. Sobald die normale Produktion in Taiwan oder Thailand wieder aufgenommen wird, die vor Zöllen und dem Handelskrieg sicher sind, könnten die Brutto- und Betriebsmargen wieder steigen.

Aber steigende Margen sind nicht garantiert. In Taiwan und Thailand könnten die Arbeitskosten deutlich höher sein, was die Vorteile der niedrigeren Zölle zunichtemachen würde. Die Fähigkeit von HP, die Preise weiter zu erhöhen, um die geringeren Lieferungen auszugleichen, könnte ebenfalls eingeschränkt werden, da die Nachfrage nach neuen PCs weiterhin schwach ist.

Andererseits dürften die Komponentenpreise (insbesondere für Speicherchips) niedrig bleiben und das Ende der Chipknappheit bei Intel könnte das Interesse der Verbraucher an High-End-Notebooks wieder wecken. Daher sollten die Anleger mit einem kurzfristigen Rückgang der operativen Marge von HP rechnen, wenn das Unternehmen seine Lieferkette verlagert, aber dieser Rückgang sollte vorübergehend sein.

Was hat uns HP bisher gesagt?

HP hat diese Pläne noch nicht offiziell angekündigt. Während der Telefonkonferenz zum letzten Quartal erklärte Finanzvorstand Steve Fieler, dass die Prognose des Managements für das bereinigte Gewinnwachstum von 5 bis 10 % „die Auswirkungen früherer Preiserhöhungen berücksichtigt“, aber keine zukünftigen Erhöhungen annimmt.

Fieler bemerkte, dass HP „eine Reihe von Hebeln“ ziehen könnte, um „das Bruttorisiko aus diesen Zöllen zu minimieren“ – einschließlich der Optimierung seiner Produktionsanlagen, Anpassungen der Preise und anderer Strategien. CEO Dion Weisler erwähnte keine Verlagerung der Lieferkette von HP aus China heraus, sondern erklärte, dass sie „die Situation und die möglichen Auswirkungen auf unser Geschäft weiterhin bewerten und darauf reagieren werde“.

Ist das der richtige Schachzug für HP?

Die Verlagerung der Produktion von Notebooks aus China heraus könnte für HP ein kluger langfristiger Schritt sein. Das Unternehmen könnte dadurch höhere Betriebskosten verursachen, aber es würde auch sein Notebookgeschäft mit geringerem Wachstum vor steigenden Zöllen oder nationalen Sicherheitsbedenken sowohl aus den USA als auch aus China schützen.

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Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 08.07.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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