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Der richtige Blickwinkel während der Korrektur: Lass dich nicht von großen Zahlen blenden!

Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr
Foto: Public Domain

Wir leben momentan mal wieder in volatilen Zeiten. Insbesondere in Zeiten, in denen so manche Prognosesenker gegenwärtig wieder vermehrt auf sich aufmerksam machen. Diese Entwicklung dürfte allmählich auch in der Gemütslage vieler Investoren so einige Spuren hinterlassen und scheint generell konjunkturelle Sorgen zu schüren.

Ein Aspekt, der hierbei oftmals noch mehr Panik auslöst, sind große Zahlen. Gerade wenn die Märkte wieder beginnen, zu korrigieren, werfen viele Medien mit hohen Zahlen um sich. Millionen werden vernichtet, Milliarden ausgelöscht und der arme kleine Privatinvestor sieht sich hierbei angesichts des quantitativen Gemetzels quasi zwangsläufig in seiner Existenz bedroht. Oder so ähnlich. Das führt in der Folge womöglich zu weiterer Panik, die den Verkaufsdruck noch weiter erhöht.

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Doch damit sollte besser Schluss sein: Denn Foolishe Investoren sollten sich besser nicht von großen Zahlen blenden lassen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum das im Grunde genommen auch überhaupt nicht notwendig ist.

Ein paar Beispiele für aktuelle Zahlen

Falls du gegenwärtig noch immer nicht so recht weiß, was ich genau meine, lass uns im Folgenden zunächst erst einmal einen Blick auf ein paar aktuelle Beispiele werfen. Oder treffender: Zahlen, die im Kontext von Korrekturen erst in den vergangenen Tagen gemeldet wurden oder aber womöglich bereits weiter zurückliegen.

Ein treffendes Beispiel dieser Tage ist Netflix (WKN: 552484). Der Streaming-Riese hat erst vor wenigen Tagen frische Zahlen gemeldet, die – kurz gesagt – nicht so ganz die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllt haben, woraufhin die Aktie ein wenig oder, wenn du es so willst, auch deutlicher nachgegeben hat.

Die Medien machen aus diesem Sachverhalt jedoch schnell etwas anderes: So habe die Streaming-Größe nämlich nicht um x % an Wert eingebüßt, sondern 17 Milliarden US-Dollar vernichtet. Schockschwerenot! Gemeint ist an dieser Stelle selbstverständlich der Börsenwert, der hierbei aus dem Markt genommen wurde.

Dieses Spiel wird so manches Mal sogar noch auf die Spitze getrieben. Ich erinnere mich in diesem Kontext beispielsweise gerne an den Jahreswechsel, wo Apple (WKN: 865985) zeitweise mal deutlicher korrigiert hat. Zwischenzeitlich titelten hierbei einige Medien, dass bei dem Kultkonzern aus Cupertino sagenhafte 450 Milliarden US-Dollar ausgelöscht worden sind. Na, wenn das nicht dramatisch klingt.

Setze die Zahlen in den richtigen Kontext!

Foolishe Investoren sollten sich von derartigen dramatischen Zahlen selbstverständlich nicht verunsichern lassen. Denn wenn man ein kleines bisschen Erfahrung an der Börse gesammelt hat, weiß man im Grunde genommen, wie man solche Meldungen zu lesen hat.

Netflix ist so beispielsweise selbst nach der Korrektur noch immer ein Konzern, der es auf einen Börsenwert von 141 Milliarden US-Dollar bringt. Sprich, dieser super-heftige Einbruch, der mit einer so marktschreienden Schlagzeile verbreitet wird, entspricht irgendwo einem Einbruch in einem gerade so zweistelligen Prozentbereich. Und mal ehrlich: Wie dramatisch ist eine solche Entwicklung denn letztlich wirklich?

Die Korrektur bei Apple ist hierbei zwar etwas deutlicher gewesen. Nichtsdestoweniger kratzte der Kultkonzern aus Cupertino im Vorfeld an der magischen Marke einer Börsenbewertung von über einer Billion US-Dollar. Auch in Anbetracht dieses Bewertungsniveaus scheint ein wenig mehr Normalität in solche Zahlenbeispiele zu kommen.

Unterm Strich sollten wir uns daher immer vergegenwärtigen, dass große Zahlen speziell bei Blue Chips immer relativ normal sind. Wenn beispielsweise SAP (WKN: 716460) als nach Börsengewicht größter deutscher Konzern mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von rund 147 Milliarden Euro lediglich 1 % an Börsenwert verliert, handelt es sich hierbei ebenfalls stets um eine Summe, die die Marke von einer Milliarde Euro übersteigt. Eigentlich ganz normal, oder etwa nicht?

Meide Panik – und große Zahlen

Wenn du mich fragst, sind Investoren daher gut damit beraten, derartige panikmachende Meldungen mit großen Zahlen zu meiden. Sofern man diese liest, sollte man sie immer in den richtigen Kontext setzen und überlegen, was das denn überhaupt bedeutet.

Oftmals wird man allerdings sehen, dass derartige Schlagzeilen viel Wirbel um nix darstellen. Und entsprechend dieser Erkenntnis sollte man auf eine Vielzahl derartiger Nachrichten in meinen Augen auch reagieren.

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Vincent besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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