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Siemens Powerhouse: Warum sich Anleger auf diese Abspaltung freuen sollten

Quelle: www.siemens.com/presse

Mit Siemens Powerhouse wird es nächstes Jahr wieder ein neues Spin-off von Siemens (WKN: 723610) geben. Wie man aktuell bei OSRAM (WKN: LED400) sieht, sind diese längst nicht immer die großen Renditebringer oder Erfolgsgeschichten. Aber auf die neu geschaffene Einheit für Energielösungen freue ich mich trotzdem, und zwar aus drei Gründen.

Siemens Powerhouse wird hochprofitabel sein

Konjunktursorgen hin oder her: In eine moderne Energieinfrastruktur muss so oder so investiert werden, wenn der CO2-Ausstoß gesenkt werden soll. Exakt dafür bietet der neue Konzern alles aus einer Hand, egal ob effiziente Kompressoren für Erdgasfelder und Gaskraftwerke oder Windturbinen und Übertragungsnetze. Zudem wird er über eine starke Servicegesellschaft verfügen, die eine wachsende installierte Basis mit verlässlichen Erträgen betreut.

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Nun gilt ja gerade der Bereich für konventionelle Stromerzeugung als Problemkind. Ein Verlustbringer ist er jedoch nicht. Vielmehr stach er in den letzten Jahren als eine renditeschwache Einheit neben den deutlich profitableren Sparten von Siemens negativ heraus. An diesem Punkt wird mit Nachdruck gearbeitet, was zwar leider zunächst auch mit Arbeitsplatzabbau verbunden ist, aber letztlich dafür sorgen sollte, dass das Geschäft zukunftsfest wird. Statt Wachstum ist dort allerdings Cash-Generierung angesagt.

Das Management erwartet, dass konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität, zur Fokussierung des Kapitaleinsatzes und zur Kostensenkung den Preisdruck im Wettbewerb mehr als überkompensieren werden. Die daraus resultierenden stabilen Barmittelzuflüsse würde Powerhouse gut gebrauchen können, um das Wachstum im Umfeld der dezentralen Energieerzeugung zu finanzieren. Das gut gefüllte Auftragsbuch und die starke Marktposition sprechen dafür, dass es schon mittelfristig gelingen kann, deutlich bessere Zahlen zu präsentieren.

Ein Unternehmen, das sich seinen eigenen Markt schafft

Auf lange Sicht gefällt mir an der neuen Einheit, dass sie es zu einem guten Teil selbst in der Hand hat, für eine gute Kapazitätsauslastung zu sorgen. Dabei denke ich zum Beispiel an Siemens Financial Services, die weiterhin eng mit Powerhouse kooperieren wird und attraktive Finanzierungspakete für Großprojekte schnürt. Damit erhöhen sich regelmäßig die Chancen für einen Zuschlag. Dabei kann sich Siemens über die Erträge der selbst installierten Anlagen die Rückflüsse sichern – ein fast perfekter Kreislauf.

Und dabei hört es noch nicht auf: Durch das aktive Vorantreiben der dezentralen Energieerzeugung, verbunden mit dem umfassenden Engagement in der Elektromobilität, entsteht nun eine Situation, wo weltweit immer mehr in intelligent aufgerüstete Stromnetze (Smart Grids) investiert werden muss. Wenn Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8) nun bei Taiwan eine 900-Megawatt-Offshore-Windfarm baut, dann folgen bestimmt noch weitere Aufträge rund um Umspannwerke, Energiemanagement-IT und Energiespeicher, möglicherweise einschließlich Elektrolyseuren zur Wasserstofferzeugung.

Zwar ist noch nicht ganz klar, ob etwa das marktführende Stromspeicher-Joint-Venture Fluence und das nun schnell skalierende Wasserstoffgeschäft in die neue Einheit eingebracht werden, aber ich gehe mal schwer davon aus, denn es würde die Story deutlich aufwerten. Schließlich wird es ohne diese netzstabilisierenden Technologien kaum eine echte Energiewende geben können und die Geschäftschancen sind enorm.

Wichtig zu verstehen ist auf alle Fälle, dass Siemens durch die Vorbereitung und Mitgestaltung des zukünftigen Energie- und Mobilitätsmarktes über die letzten Jahre die Saat für langfristiges Wachstum gelegt hat.

Ein Spin-off bietet Extrachancen

Im Gegensatz zum Börsengang von Siemens Healthineers (WKN: SHL100), wo der Konzern durch die vorgegebene Preisspanne selbst für Orientierung sorgte, soll Powerhouse abgespalten werden. Das heißt, dass Siemens-Aktionäre über Nacht ein weiteres Aktienpaket in ihr Depot gebucht bekommen. Der erste Kurs wird dann aus dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage bestimmt und an dieser Stelle könnten aufmerksame Anleger profitieren.

Ich denke dabei zurück an die Abspaltung von Uniper (WKN: UNSE01), die zu Unrecht als „Resterampe“ verunglimpft wurde und deshalb zunächst zu Spottpreisen gehandelt wurde. Dort war fast eine Verdreifachung des Einsatzes möglich. Ob es bei den Energielösungen von Siemens eine so krasse Unterbewertung geben wird? Wahrscheinlich nicht, aber wenn wir uns im Vorfeld ein klares Bild vom fairen Wert der Aktie machen, dann können wir gegebenenfalls selbstbewusst im richtigen Moment zuschlagen.

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens, OSRAM und Healthineers. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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