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Deutsche Bank, thyssenkrupp und Daimler: 3 große DAX-Verlierer, aber wie geht es weiter?

Foto: Getty Images

Die vergangene Woche war für viele Aktien definitiv nicht leicht. Es gab einige Prognosesenkungen, zudem verloren einige Aktien ordentlich an Wert. Auch unser heimischer Leitindex, der DAX, hat in den vergangenen fünf Handelstagen von 12.541 Punkten auf 12.323 Zähler eingebüßt, was immerhin einem Rückgang von mehr als 200 Punkten entspricht.

Einige Aktien hat es allerdings heftiger erwischt als andere. So gehörten die DAX-Aktien Deutsche Bank (WKN: 514000), thyssenkrupp (WKN: 750000) und Daimler (WKN: 710000) in den letzten fünf Tagen zu den größeren Verlieren. Schauen wir mal, was die Papiere innerhalb dieses Zeitraumes bewegt hat und wo möglicherweise echte Chancen lauern.

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Der größte Verlierer: Deutsche Bank

Der größte Verlierer der vergangenen Woche war die Deutsche Bank. Mit der Aktie des kriselnden Geldhauses ging es in der letzten Handelswoche um 5,84 % auf inzwischen lediglich noch 6,76 Euro bergab. Ein Wert, der zwar noch keinen neuen Tiefpunkt markiert, jedoch nah an die jüngsten Tiefs heranreicht.

Die Deutsche Bank konnte in den letzten Tagen jedoch mit einigen brisanten Meldungen auf sich aufmerksam machen. So möchte Konzernchef Sewing nun endgültig Tabula rasa machen, indem nach gängigen Medienberichten ein Großteil der Stellen wegfallen soll. Allein in Deutschland wird wohl bei rund 6.000 Stellen der Rotstift angesetzt, weltweit ist von einem Umfang die Rede, der in etwa dem Dreifachen dessen entsprechen soll. Ein gewaltiger Umbau, der von einigen Scharmützeln wie neuen Anzügen begleitet worden ist.

Die Investoren scheinen diesen Unsicherheiten, insbesondere was die Kosten für diese Neuordnung anbelangt, zunächst noch mit Skepsis zu begegnen. Langfristig könnte ein Ende mit großem Schrecken jedoch genau das sein, was das seit Jahren im Krisenmodus befindliche Geldhaus benötigt. Entsprechend sollten Investoren hier darauf achten, ob mit diesem drastischen Schritt wirklich ein Meilenstein hin zu einer besseren Zukunft erreicht werden konnte.

thyssenkrupp mit Aufzugsfantasie und Krisenmodus

Eine weitere Aktie, in der in den vergangenen Tagen reichlich Bewegung steckte, war die von thyssenkrupp. Der deutsche Industriekonzern mit einem signifikanten Schwerpunkt auf der Stahlverarbeitung hat in den vergangenen fünf Handelstagen rund 5,79 % auf 11,48 Euro eingebüßt und somit eine geringfügig bessere Performance an den Tag gelegt als die Deutsche Bank.

Auch bei dem Industriekonzern läuft vieles gegenwärtig nicht rund. Operative Problemchen, ein gewisses Führungschaos, Streitigkeiten unter den Großaktionären und zuletzt eine nicht immer ganz klar erkennbare Vision führten dazu, dass sich die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten glatt halbiert hat. Einige Probleme scheinen immer noch im Raum zu stehen.

Nichtsdestoweniger gibt es auch im Kontext der Aktie von thyssenkrupp durchaus einige Fantasie. Speziell die Aufzugsparte könnte hier künftig Gegenstand von Verkaufsgesprächen werden, die möglicherweise bereits ab Herbst geführt werden. Einige Analysten rechnen damit, dass dieses Kronjuwel im Stahlkonzern bereits mit dem Doppelten bewertet werden könnte als der gesamte Konzern. Möglicherweise ist daher auch diese Aktie eine interessante und inzwischen günstige Gelegenheit.

Daimler, der Prognosesenker

Eine dritte Aktie, die zuletzt ordentlich eingebüßt hat, ist die von Daimler. Der Automobilproduzent hat in den vergangenen fünf Handelstagen 5,66 % an Wert verloren und notiert gegenwärtig lediglich noch auf einem Kursniveau von 46,34 %. Ebenfalls eine eher schlechte Entwicklung in den vergangenen paar Tagen.

Der Grund für diese schwache Performance ist eigentlich recht einfach erklärt: Für das vergangene zweite Quartal wird Daimler voraussichtlich einen Verlust in Höhe von 1,6 Mrd. Euro verkünden müssen. Zudem rechnet der Premiumproduzent für das Gesamtjahr mit einer deutlich schwächeren Performance beim Konzernergebnis. Die Umsätze sollen hierbei ebenfalls leicht zurückgehen.

Daimler kriegt gegenwärtig quasi die volle operative Breitseite zu spüren. Nicht bloß, dass handelspolitische und konjunkturelle Sorgen die Aktie belasten. Nein, auch qualitative Probleme und Kosten für Rückrufe scheinen die Aktie gegenwärtig in ihren Bann zu ziehen.

Wer hier jedoch langfristig an eine Verbesserung glaubt, könnte einen langfristig orientierten Blick riskieren. Denn fundamental preiswert erscheint auch diese Aktie gegenwärtig.

Interessante Auswahl der DAX-Verlierer

Wenn du mich fragst, könnte die aktuelle Auswahl der DAX-Verlierer eigentlich kaum interessanter sein. Sowohl thyssenkrupp als auch die Deutsche Bank notieren historisch tief. Allerdings scheint es hier durchaus gewichtige Aspekte zu geben, die auf eine operative Verbesserung schließen lassen.

Daimler setzt hingegen kurzfristig die schlechte operative Verfassung fort, könnte jedoch ebenfalls zu den spannenderen langfristigen Chancen zählen. Womöglich könnte der Verlauf der vergangenen Woche daher einen interessanten Vorgeschmack gegeben haben, wo auch künftig viel Bewegung drin sein dürfte. Bleibt abzuwarten, ob diese Bewegung zum Guten oder doch eher zum Schlechten gehen wird.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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