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Kann Uber bitte mal bei über 45 Dollar bleiben?

Foto: Getty Images

Zum zweiten Mal in Folge stand die Aktie von Uber Technologies (WKN: A2PHHG) Ende Juni über ihrem IPO-Preis von 45 US-Dollar. Die Aktien des weltweit führenden Ride-Hailing-Diensts konnten den Donnerstag und Freitag über dem Ausgabepreis abschließen, was Anleger seit dem Marktdebüt vor fast zwei Monaten noch nicht erlebt haben.

Es wird eine Herausforderung sein, über diesem Startbetrag zu bleiben, und derzeit ist die Frage, ob die Aktie über 45 US-Dollar bleiben kann, erst mal umstritten. Die Aktien von Uber starteten die ersten Juliwoche noch über dem Betrag, nur um weniger als zwei Stunden darauf wieder unter 45 US-Dollar zu sinken. Der letzte Freitag im Juni bleibt der einzige Tag in Ubers kurzer Börsengeschichte, an dem die Aktie zu keinem Zeitpunkt des Tages unter dem Ausgabepreis lag. Die Frage ist nun, ob das endlich auch dauerhaft gelingen kann.

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Mitfahrgelegenheit zum Erfolg

Ein Katalysator für den Anstieg, der zu einem historischen Höchststand am letzten Junifreitag führte, war ein Reuters-Bericht, in dem es hieß, dass Uber mit den Regulierungsbehörden über die Expansion in zwei westafrikanische Länder und die Einführung eines Bootsservice in Lagos verhandelt habe. Eine größere Rolle dürfte die Marktdynamik gespielt haben, da Uber bereits heute mit 93 Millionen monatlich aktiven Plattformkonsumenten weltweit präsent ist. Wenn man dann in neue Regionen vordringt, lohnt sich das nicht immer.

Abgesehen von der vorhersehbaren Flut an Uber-Underwritern, die vier Wochen nach dem Börsengang nur Positives zu sagen haben, sind die Analysten nicht gerade von Uber begeistert. Die Plattform ist riesig, beliebt und wächst, aber die gewaltigen Verluste können ein echtes Problem sein. Die letzten beiden Wall-Street-Profis, die die Berichterstattung über die Aktie aufnahmen – Jairam Nathan von Daiwa und John Healy von Northcoast – bewerteten die Aktie trotz der damals niedrigen Aktienkurse neutral.

Nathan von Daiwa versteht Ubers Wachstumschance, aber es ist schwer für ihn, sich ganz hinter ein Unternehmen zu stellen, das bis 2023 wahrscheinlich nicht einmal auf EBITDA-Basis einen Gewinn erzielen wird. Bis dahin wird es Risiken geben und es kann sein, dass man die Investitionen weiter erhöhen muss.

Northcoasts Healy sieht ebenfalls Ubers Position als Klassenbester in der boomenden Nische, aber er ist nicht von der Bewertung der Aktie überzeugt. Ubers Geschäft – insbesondere auf dem Gebiet der persönlichen Mobilität, das weiterhin den Löwenanteil seiner Einnahmen ausmacht – verlangsamt sich. Er ist der Meinung, dass der faire Wert für Uber-Aktien eher bei 40 US-Dollar liegt, etwas unter Nathans Kursziel von 46 US-Dollar.

Uber sollte man nach wie vor auf dem Schirm haben. Die Einnahmen könnten sich verlangsamen und die Verdrängungswut am Markt führt dazu, dass alle Akteure einen starken Anreiz für Fahrer und Mitfahrer schaffen, diese auf ihren Plattformen zu halten. Anders ausgedrückt: Ubers schwaches Umsatzwachstum stellt das Plus von 34 % bei den Bruttobuchungen im ersten Quartal als Aktiengesellschaft in den Schatten.

Die Aktie war so volatil, dass sie genauso gut über oder unter dem Ausgabepreis von 45 US-Dollar landen könnte. Die Verluste und die hohe Bewertung werden die Aktien belasten, aber Ubers Marktdominanz und das Wachstum der Branche werden für Belebung sorgen. Uber muss in den kommenden Quartalen die Investoren davon überzeugen, dass die heftigen Defizite nicht ewig andauern werden. Die Uhr tickt und der nächste Stresstest bei 45 US-Dollar wird wahrscheinlich eher früher als später kommen.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Uber Technologies. Rick Munarriz besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 1.7.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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